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Seite 1 von 2 23:50 - Mit „Legend: Hand of God“ will der Publisher dtp (Label: Anaconda) zusammen mit den Entwicklern von Master Creating ("Restricted Area") ein innovatives und atemraubendes Action-Rollenspiel präsentieren. Ob es gelungen ist, könnt ihr im Folgenden selbst lesen.
Wenn nur nicht… … dieser Kaskaras gewesen wäre. Kaskaras war ein mächtiger Elfenmagier, der es wagte, ein dunkles, uraltes Portal zu öffnen, hinter welchem der „Schatten“ lauerte. Es kam, wie es kommen musste: Kaskaras verlor die Kontrolle über den „Schatten“ und von nun an strömten Dämonen und jede Menge andere finstere Gestalten aus dem Portal, um sich über das schöne Land Aris zu verteilen und es zu zerstören. Doch da gab es noch die Söhne des Menschenkönigs, die eine Streitmacht versammelten und die Dämonen Stück um Stück wieder in das Portal drängten. Das Portal konnte von keinem menschlichen Wesen geschlossen werden, weshalb von nun an der „Orden der Heiligen Flamme“ vor dem Portal wachte. Zum weiteren Schutz wurde eine Flamme entzündet, die jedes finstere Wesen, was sich traute aus dem Portal zu kommen, verbrannte. Die Diener des Ordens bewachten von nun an die Flamme, die niemals erlöschen durfte. Doch eines Nachts gelingt es dem Bösen, die Flamme zu ersticken und wieder strömen unzählige Hexer und Sklaven des Bösen aus dem Portal. Jetzt liegt das Schicksal von Aris in den Händen von Targon, einem jungen Novizen, der genau in dieser Nacht zum Behüter geweiht werden soll. 
Ein Spiel wie jedes andere Action-Rollenspiel? Was ist anders bei „Legend“? Was ist neu? Wie kann sich „Legend“ im Vergleich zu den vielen anderen Action-RPGs behaupten? Diese Fragen haben wir uns beim Testen von „Legend: Hand of God“ auch gestellt. Auf den ersten Blick scheint es nicht viele Innovationen zu geben, doch beim näheren Betrachten kann man ein paar kleine und - vor allem - feine Unterschiede feststellen. Der Mauszeiger besteht bei „Legend“ aus Luna. Ihr fragt euch, wer oder was ist Luna? Luna ist eine Lichtelfe, die euer treuer Weggefährte und Mentor ist. Die Stimme bekommt sie übrigens von Cosma Shiva Hagen geliehen, was sehr gut zur Atmosphäre des Titels passt. Luna macht euch in dunklen Dungeons oder finsteren Krypten Licht, da ihr keine Fackel tragen könnt und unterhält euch im Laufe des Spiels mit kleinen und netten Dialogen. So macht sie euch darauf aufmerksam, wenn ein Gegner in einem Kampf ein wertvolles Amulett, eine besondere Waffe, oder Ausrüstungsgegenstand fallen lässt bzw. gibt Hinweise in welche Richtung ihr laufen solltet, um ein Quest zu erledigen. Wenn ihr in einem Kampf seid und fast keine Energie mehr habt, kommt neben einem optischen Warnzeichen von Luna ein Aufschrei, der euch daran erinnert, einen Heiltrank oder Heilzauber anzuwenden bzw. einfach weg zu laufen. Ein weiterer positiver Aspekt sind die Kämpfe im Spiel. Das Kampfsystem ist hier nicht ausschlaggebend, sondern die Animationen der Kämpfe. Targon schlägt nämlich nicht immer in der gleichen, monotonen Art und Weise zu, wie manche Helden in anderen Rollenspielen, sondern setzt automatisch eine Schlagfolge an, oder bringt bei einem kritischen Treffer einen schön anzusehenden Finishing-Move an, wo er beispielsweise in die Luft springt, sich um die eigene Achse dreht und den Gegner mit einem finalen Schlag die restliche Lebensenergie raubt. Doch nicht nur Targon hat solche Schläge drauf, auch die Gegner bedienen sich unterschiedlicher Schlagtechniken. Auch verlieren Gegner in Kämpfen Körperteile, mit denen sie dann auch nicht mehr im Kampf attackieren können. So kommt es also oft vor, dass ein vollständiger Zombie kurz vor seinem endgültigen Ableben keinen Kopf und höchstens noch einen Arm hat. In jedem guten Rollenspiel gibt es Fässer, die mitunter nützliche Dinge beinhalten - so auch bei „Legend“. Doch bei „Legend“ kann man diese Fässer auch umstoßen und vor sich herrollen. Dies hat zwar keinen tieferen Sinn für die Quests, doch könnte man sich für eine gewisse Zeit Gegner vom Hals halten bzw. diese schon einmal attackieren, bevor sie sich durch das Fässer-Chaos gekämpft haben. Aber nicht nur die Fässer sind beweglich und stehen als starre „Säulen“ in Dörfern und Dungeons, auch über Skelett- oder Rüstungsteile von Feinden kann man nicht einfach „hinweg“ gehen. Spielt man beispielsweise lange genug einen Skelettschädel vor sich her, wird man von Luna ermahnt, nicht mit dem Kopf Fußball zu spielen. Diese Tatsachen sind zwar nicht spielentscheidend, zeigen aber die Liebe zum Detail, die von den Entwicklern in das Spiel gesteckt wurde. Targons Alltag "Legend" bietet euch übrigens drei Schwierigkeitsgrade (Normal – Heldenhaft – Legendär) an. Wie bei „Diablo“ oder „Diablo 2“ könnt ihr den nächsten Schwierigkeitsgrad erst starten, wenn es euch gelungen ist das Spiel auf „Normal“ usw. durchzuspielen. Auch hat Targon wie fast jeder Rollenspielheld Attribute, die man nach jedem Level-Up beliebig steigern kann und natürlich verfügt er über einen Talentbaum, der es ihm ermöglicht, besondere Talente zu erlernen. Allerdings haben sich die Entwickler hierbei etwas einfallen lassen, um dem Spieler die Möglichkeit zu geben, seinen Helden auf die Spielerbedürfnisse abzustimmen. Da ihr nur einen Helden zur Auswahl habt, bestimmt ihr mit der Wahl von zwei aus fünf Pfaden, welcher Charakterklasse ihr angehören möchtet. Aus dem Pfad des Kriegers und dem Pfad der Magie entsteht beispielsweise ein Kampfmagier - aus dem Pfad des Kriegers und dem Pfad des Glaubens ein Paladin. Mit Mantel, Schwert und Zauberstab „Legend: Hand of God“ wird in einer schönen Klappbox ausgeliefert. In ihr ist neben dem Spiel und der Anleitung auch ein Poster der Größe DIN A3 enthalten. Auf der DVD findet ihr zudem Hintergrundbilder für euren Desktop in sehr guter Qualität. Der Spielstart dauert relativ lange und war auch durch geänderte Einstellungen nicht zu verkürzen. Das Laden der Speicherstände geht dann aber sehr zügig. Die Steuerung ist sehr intuitiv und gewohnte Rollenspieler werden keinerlei Probleme damit haben. Doch auch Rollenspiel-Neulinge werden nach kurzer Einspielzeit die Steuerung voll und ganz beherrschen. Der Sound zeigt sich als passend zum Geschehen und sorgt stets für eine gute Untermalung der Story. So werden bei einem Besuch des Friedhofes, wo es nur so vor Skelettkriegern und Zombies wimmelt, sehr düstere und finstere Töne angeschlagen, wohingegen in einem menschlichen Dorf fröhliche und erheiternde Töne erklingen. Die Grafik kommt mit einer von Master Creating eigens entwickelten Engine daher und sorgt zusammen mit dem „Cinematic Combat System“ für realistische, dreidimensionale Kämpfe. Zufällig generierte Dungeons und handgestaltete Oberwelten runden das Grafikpaket ab. Hervorzuheben ist das Licht- und Schattenspiel in dunklen Dungeons, wo der Spieler durch die Lichtelfe Luna bestimmt, welche Ecke des Dungeons nun beleuchtet wird - oder auch nicht.
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