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Ego-Shooter sind beliebt wie nie. Während einige Entwicklerteams und Publisher auf großen Rummel rund um ihren neuen Liebling setzen, nutzen Andere die Zeit, um das Spiel still und ruhig weiterzuentwickeln. Letztgenanntes tat auch Kuju Entertainment und brachte schließlich mit Publisher THQ den ersten Ego-Shooter im “Warhammer 40.000”-Universum auf den Markt, zu dem es erst in neuester Zeit ein wenig lauter wurde. Ob sich “Fire Warrior” wie so viele Spiele zuvor wieder als Geheimtipp entpuppt, erfahrt ihr im nachfolgenden Review.
Der Auftrag Wir schreiben das 41. Jahrtausend. Ein Imperium erstreckt sich über die gesamte Galaxie und herrscht über tausende von Menschen. Die Regierung will mit modernsten, genmanipulierten Kriegsgeräten und einigen Soldaten endlich den fürchterlichen Krieg gegen die gnadenlosen Monster und Bestien in dieser Gegend gewinnen. Ihr seid Mitglied der Tau, einer neuen Spezies, weit entfernt von der Armee des Imperiums. Ihr spielt einen Kämpfer der Feuerkaste, der für die weit entwickelte Rasse einen pikanten Auftrag zu erfüllen hat. Ihr seid ausgewählt, einen Botschafter eures Volkes (ein Mitglied der himmlischen Kaste) aus den Fängen des Imperiums zu befreien, welche den Botschafter auf grausamste Weise entführt haben. Doch im Laufe des Spiels werdet ihr bemerken, dass noch wesentlich wichtigere Dinge dahinter stecken. Ihr erreicht eure Dungeons und Kampfplätze meist mit anderen Mitstreitern eurer Kaste. Doch verlasst euch nicht allzusehr auf eure Mitstreiter, da diese meist vom gigantischen Sperrfeuer der imperialen Truppen niedergestreckt werden. Als Krieger der Feuerkaste habt ihr die Möglichkeit mit Tauwaffen und einigen bereits bekannten imperialen Waffen, wie zum Beispiel dem Scharfschützengewehr, einigen Schrotflinten, etc. (Insgesamt 16), durch Kriegsschauplätze des 41. Jahrtausends zu marschieren und mit den tapferen Kameraden den imperialen Gefängnistrakt zu stürmen, in dem der Botschafter der Tau gefangen gehalten wird. Auch habt ihr die Wahl euer Schwert zu benutzen, mit dem jeder Feuerkrieger ausgerüstet ist, um eure bedauernswerten imperialen Gegner im Nahkampf töten.
Eines nach dem Anderen Die Missionen in “Warhammer 40.000: Fire Warrior” beginnen mit einer Art Briefing, in dem euch mit Hilfe von Texten Aufträge erteilt werden, um euch nach und nach an das Ziel heranzuarbeiten. Dabei ist es sehr schade, dass die Entwickler auf eine Art Erzähler verzichtet haben. Meist werden nur schwer auseinander zu haltende Levels aneinandergereiht welche nicht durch Zwischensequenzen oder Videos gegliedert sind. Im Spiel selber werdet ihr von einer mittelmäßig-guten KI und ständigen Gefechten erwartet. Dank der typischen Steuerung werdet ihr auch nie zu einer Pause kommen, da es Gegner quasi “hagelt”. Das Speichermenü und auch die Speichermöglichkeiten können euch wahrlich zum Wahnsinn treiben. Speichern könnt ihr nur an Waypoints, an denen meist ein Kommandant der imperialen Garde, Space Marines, oder ähnliches auf euch warten und euch stark zusetzen. Wie bei anderen Ego-Shootern auch, bleibt also nur die Auswahl zwischen „Neues Spiel“ und „Spiel Fortsetzen“.
Der Bau auf Bewährtes Leider bietet der Multiplayer nicht sehr viel neues. Der “Bau auf Bewährtes” verhindert leider neue Elemente einzubringen, doch auch mit den bekannten Möglichkeiten an Modi bietet der Multiplayer einen durchaus akzeptablen Spaßfaktor. Diese bereits bekannten Elemente, beispielsweise (Team-)Deathmatch oder (Team-)Capture The Flag, sorgen vor allem mit dem fantastischem Sound bei Feuergefechten und Einschlägen für viele Stunden Spielspaß.
Die Weite des Universums von ihrer besten Seite “Firewarrior” besticht mit sehr guter Grafik, welche durch Explosionen oder andere ansehnliche Effekte besonders hervorgehoben wird. Diese verlangen hardwaretechnisch leider auch ihren Preis. Mit einer GeForce 3 als minimale grafische Anforderung liegt es im Vergleich relativ weit vorne, solche DirectX 8 kompatiblen Karten sind also bitter nötig, um das Spiel in aller Schönheit zu genießen. Auch die empfohlenen Anforderungen an den Prozessor und RAM (1.4 Ghz und 256 MB RAM) können sich sehen lassen.
Pro - Gute Grafik mit detaillierten Welten und wunderbaren Effekten - Multiplayer Modus - Gute, spannende Atmosphäre - Hintergründige Story - Sauberer Sound - Viele Waffen - Unterschiedliche Gegnerklassen
Contra - Speichern nur an Waypoints - Ständige Gefechte
Fazit Das Spiel “Warhammer 40.000: Firewarrior” wird das Shooter-Genre nicht neu definieren, hinterlässt aber mit sehr gelungener Grafik und einer faszinierenden Atmosphäre einen bleibenden Eindruck bei Fans dieses Genres. Auch verschafft es mit bekannten Multiplayerelementen einen kaum verstummenden Spielspaß. Für “Warhammer”-Fans (Egal ob “Fantasy” oder “40.000”) ist es einfach ein absolutes Muss, doch auch andere Gamer unter euch sollten mal einen Blick wagen. Ein Geheimtipp ist es auf jeden Fall.
AUTOR: Thorsten 05.11.2003, 16:51h
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