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Wanted Guns

Viele Westernspiele drängen zur Zeit auf den Markt: „Red Dead Revolver“ und „Dead Man’s Hand“ sind nur ein paar davon. Nun bringt auch Big Ben Interactive seinen Sprössling an den Start. Allerdings seie im Vorhinein gesagt, dass dieser Titel für einen Budgetpreis zu haben und dadurch auch nicht gerade aufwendig ist. Trotzdem hat „Wanted Guns“ irgendetwas, was euch immer wieder zum Weiterspielen veranlassen wird. Wenn ihr nun wissen wollt, was dies ist, können wir euch nur unseren folgenden Review empfehlen.

Gold, Gier und Kugelhagel
Früher wart ihr Devlin, der Anführer einer besonders teuflischen Banditengang, doch plötzlich wurde euch alles zu viel und ihr habt beschlossen, das Gangsterleben aufzugeben und ein gesetzestreuer Pfarrer zu werden. Gesagt getan, doch eure letzte Schandtat war die Mitglieder euer Bande zu vertreiben und euch das gesamte Diebesgut mit in das neue Leben zu nehmen. Dabei kam es zu einem großem Faustkampf mit einem Mexikaner, der mit letzter Kraft versuchte, euch am Stehlen des Diebesguts zu hindern. Ihr konntet den Kampf zwar für euch entscheiden, doch als Preis dafür zahlt ihr eines eurer Augen. Einige Jahre vergehen nun als Pfarrer, doch als ihr plötzlich nach einem Ausflug zu eurer Kirche zurückkehrt, ist diese zerstört und ein großer Teil der Dorfbewohner ermordet. Die Vergangenheit hat euch eingeholt und eure ehemaligen Gangmitglieder haben sich an euch gerächt. Nun zieht ihr auf, um ein für alle mal jeden ehemaligen Kollegen umzubringen.
Diese Story wird euch vor der ersten Mission erzählt, während diese geladen wird. Ohne große Showeffekte könnt ihr diese ablesen oder dem Sprecher, der diese vorliest, lauschen. Zu Anfang neuer Missionen wird die Story dann natürlich entsprechend weitergeführt.

„Grand Theft Auto“ im Western-Look
Ihr müsst euch die Grafik von „Wanted Guns“ so ähnlich vorstellen, wie die von den ersten Teilen der „Grand Theft Auto“-Serie, das heißt grundsätzlich Vogelperspektive (gibt auch Ausnahmen, zu denen wir später kommen). Überhaupt gleicht das Spiel sehr dem „GTA“-Spielaufbau, mit einziger Ausnahme, dass ihr eure Gegner anwählen müsst und euer Held dann selbst zielt und eure Autos und Motorräder aus „GTA“ durch einfache Pferde ersetzt werden.
In manchen Missionen gibt es aber noch einen anderen Grafikaufbau. Hier findet ihr euch in der Ego-Perspektive wieder und eure einzige Aufgabe ist es, Gegner abzuschießen, denn laufen tut Devlin hier selbst. Wie auf Zuggleisen rollt ihr praktisch durch Straßen und müsst immer wieder Leute erschießen, die hinter Kisten oder Mauern hervorspringen. Dieser Part gleicht ziemlich Titeln wie „Moorhuhn“ oder Ähnlichem. Wenn ihr dann einmal wieder in einer Mission mit der normalen Vogelperspektive steckt, kann es auch sein, dass ihr euch bei Mondschein nur mit einem Messer bewaffnet in „Tom Clancy-Manier“ zu einem bestimmten Punkt unendeckt schleichen oder ohne zu sterben mit einem Pferd die Map durchqueren müsst. Der Sound ist dabei immer relativ solide und passend, was wir von der Grafik eher nicht sagen können. Letztgenannter merkt ihr das „Budget-Image“ aufgrund fehlender Details, sowie schwachen Texturen und Effekten sicherlich an.

Pro
- Unterhaltsame Story, die Mission für Mission weitergeführt wird
- Gute Umsetzung der Spielidee
- Abwechslungsreiche Missionen
- Solider Sound
- Generell ordentliches Gameplay
- Budget-Preis (15,99€)

Contra
- Schwache Grafik
- Kaum Innovationen
- Etwas wenig Umfang
- Teils unausgereifte Spielpassagen

Fazit
„Auf die wesentlichen Dinge kommt es an“ haben sich wohl die Entwickler von Iridon bei „Wanted Guns“ gedacht, denn die Grafik ist sehr karg und kantig und von vielen innovativen Ideen ist auch nicht viel zu sehen. Auf den ersten Blick daher eher abstoßend, werdet ihr denken. So würdet ihr sicherlich schnell zu dem Entschluss kommen, dass ihr die bereits oben benannten vergleichbaren Spiele bei einem Kauf bevorzugen solltet, doch umso länger ihr „Wanted Guns“ spielt, umso mehr wollt ihr von der Story erfahren und umso mehr bereitet das schlichte, aber gelungene Gameplay viel Spaß. So viel können wir euch versichern. So bleibt am Ende die Wahl zum Kauf oder Nichtkauf euch überlassen. Wollt ihr lieber ein Westernspiel, das von allem etwas hat oder eines, dessen Grafik eher beim unteren Mittelmaß anzusiedeln ist, dafür der Sound liebevoll aufgenommen und die Story packend und aufregend ist. Entscheidet ihr. Ihr müsst eben davon absehen, wie wichtig euch die Grafik bei einem solchen Spiel ist.

AUTOR: Philip 14.07.2004, 23:51h

SCREENSHOTS


WERTUNG & WEITERE INFORMATIONEN

                            

Entwickler

Vertrieb

Sprache

Preis

Medium

USK

Einkaufen

Testsystem

Iridon

Big Ben

Deutsch

15,99€

1 CD

12

XP 1600+
GeForce 2 ti
256 MB RAM

GRAFIK:

 57%


SOUND:

 74%


GAMEPLAY:

 75%


GESAMT:

 71%

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