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Vegas Tycoon

Wer unter euch wünscht sich nicht auch einmal in das größte Vergnügungszentrum der Welt namens Las Vegas zu fahren, um an den unzähligen einarmigen Banditen und Rouletttischen das große Geld zumachen!? Wenn ihr jetzt auch noch die Chance hättet, euch euer eigenes Spaß-Imperium in “Viva Las Vegas” aufzubauen, kann es eigentlich zu einem wunderschönen Traum werden - Oder auch das neue Spiel “Vegas Tycoon” (Englisch: “Vegas Make It Big”) von den Entwicklern von Deep Red. Ob mit diesem Spiel das beste “Tycoon”-Spiel schlechthin auf den Markt gekommen ist, verraten wir euch jetzt, denn unserem Testlabor hat es bereits einen ausführlichen Besuch abgestattet.

Kopf oder Zahl
Das ganze Spiel besteht aus zwei unterschiedlichen Spiel Modi, die, genauso wie Münzen, ziemlich verschieden sind. In “Vegas Tycoon” habt ihr nämlich entweder die Möglichkeit eine Vielzahl an Kampagnen mit verschiedenen Aufgaben zu bewältigen oder den „Sandkasten“-Modus zu bestreiten, den ihr als ganz normales “Freies Spiel” ansehen könnt. In den Kampagnen geht es hauptsächlich darum, in einer begrenzten Zeit so viel Geld wie möglich einzunehmen oder für beispielsweise 8.000 Dollar aus einem Gebäudebereich wie „Nahrung & Getränke“ Gebäude zu bauen. Durch die insgesamt sehr unterschiedlichen Aufgaben entsteht gerade für Anfänger sehr viel Spielspaß, da dadurch sehr viel Abwechslung geboten wird.
Im freien Spiel könnt ihr wie gewohnt tun und bauen, was ihr wollt. Ein Ziel gibt es hierbei nicht, weshalb dieser Modus eher als Experiment-Modus zu betrachten ist, da insgesamt wenig Langzeitmotivation geboten wird.

Casinos, Hotels - Und Tausende von Lichtern
Diese Dinge müsst ihr hauptsächlich in „Vegas Tycoon“ errichten. Bevor ihr aber dazu kommt, müsst ihr euch erst  einmal ein paar Gedanken machen. Egal ob ihr Kampagne oder Freies Spiel gewählt habt, muss ihr euch am Anfang immer erst ein Grundstück kaufen. Bevor ihr das erste Gebäude errichtet, solltet ihr euch auch genauestens überlegen, wie ihr das Gebiet pflastert, um späteren Platzproblemen und hässlichen Beton- oder pflanzenlosen Passagen von Anfang an aus dem Weg zu gehen. Wenn ihr euch dann aber endlich entschieden habt, wie die Grünlagen mit den Betonklötzen verbunden werden sollen, kann es endlich losgehen. Das Casino in die Ecke verbunden mit einem Weg, der rechts und links mit Palmen und Büschen nur so überwuchert ist, zum Hotel, das an einem mit einem riesigen Brunnen verziertem Platz liegt. So könnte das Gebiet aussehen, nachdem ihr ein paar Minuten gespielt habt. Tatsächlich empfiehlt es sich, die eigentlichen Hauptattraktionen eures Gebietes als Erstes zu bauen, um durch diese an mehr Geld heran zukommen. Nach dem Bau solltet ihr aber auch nicht zu lange zögern, um ein Mechaniker- und Elektrikerhäuschen, sowie ein Reinigungsbüro zu errichten. Allerdings müsst ihr hier bei darauf achten, sie weit von den Menschenmassen fernzuhalten, da diese extrem stinken und die Besucher dadurch unnötig verärgert werden.
Es ist außerdem sehr wichtig, immer den Zustand eurer Anlagen zu begutachten und gegebenfalls den Mechaniker zu Hilfe zu rufen, denn wer unter euch will schon in einer Achterbahn sitzen, bei der die einzelnen Wagen förmlich auseinanderfallen oder in einem Wellenbad schwimmen, bei dem das Wasser grün wird oder schon ist. Außer den schon genannten Gebäuden könnt ihr auch beinahe unendlich andere bauen, die aus der “leuchtenden Stadt” bekannt sind und in viele verschiedene Bereichen aufgeteilt sind. In den Screenshots könnt ihr euch einmal ein Bild von der Anzahl der Gebäude machen. Dort gibt es von einem vornehmen Restaurant, einer Hochzeitskapelle bis zum Nachtstrip-Revue wirklich alles zusehen.

Strom und Wasser adé
In „Vegas Tycoon“ habt ihr die Möglichkeit euren eigenen Stromgenerator und euer persönliches Wasserwerk zu bauen. Bei den jeweiligen Casinos und Hotels ist zwar angegeben, dass diese Strom beziehungsweise Wasser benötigen, aber auch ohne die beiden Werke/Generatoren funktionieren alle Gebäude tadellos. Ein Geheimnis von „Vegas Tycoon“, welches vielleicht nie aufgeklärt wird ;-).

Einarmige Banditen und sehr viel Feuerwasser
Früher saßen die Menschen in Salons, tranken Alkohol und gaben ihr schwer verdientes Geld an Glücksspiel-Automaten aus. Heute, 500 Jahre später, ist das immernoch so - Nur das der „Salon“ in „Casino“ unbenannt wurde und der Schwerpunkt eindeutig das Glücksspiel ist und nicht das Trinken. Im Gegensatz zu Spielhallen oder Fitnesscentern könnt ihr eure Casinos in „Vegas Tycoon“ selber einrichten, allerdings nur wenn ihr wollt, denn wenn nicht, könnt ihr euch auch das Innenleben anderer Casinos bauen lassen. Sehr wichtig für das Innenleben eures Casinos ist der Kassiererschalter an dem eure Besucher ihr Geld in Chips umwandeln können. Von Bars, Videospielautomaten, verschiedenen Spieltischen wie Roulette oder Glücksrad bis zum Jackpotautomaten, bei dem ihr ein schickes Cabrio gewinnen könnt, steht euch auch hier quasi alles zur Verfügung. Und genau das sind die Features, die den anderen Wirtschaftssimulationen bisher gefehlt haben. Ihr könnt alle Gebäude sowohl von außen, als auch von innen betrachten.

Von der Ego- bis zur Vogelperspektive
In „Vegas Tycoon“ habt ihr eine unglaubliche Zoom-Möglichkeit. Ihr könnt soweit herauszoomen, dass selbst das größte Hotel nur noch ein kleines Viereck ist oder so nah am Geschehen sein, dass ihr die Gesichtsmimiken der Besucher erkennen könnt. Da ist es fast logisch, dass ihr die detailreichen Gebäude von allen Seiten in 360° erblicken könnt. Dank des flüssigen Tag- und Nachtwechsels könnt ihr eure Gebäude natürlich auch im Dunkeln mit blinkenden Lichtern und tobenden Menschenmassen betrachten.
Nur der Sound ist etwas geschmacklos geworden. Das ständige Jazz-Gedudel wird euch schnell auf die Nerven gehen, auch wenn dieser Musik-Stil eines der Wahrzeichen von Las Vegas ist. Zum Glück lässt sich die Hintergrundmusik abstellen, wodurch ihr euch wieder ganz auf das Gemurmel der Besucher und eure Arbeit konzentrieren könnt.

Pro
- Schöne und detaillierte Gebäude
- Extreme Zoom-Möglichkeit
- Vielzahl an Gebäuden
- Innovative Spielidee
- Flüssiger Tag- und Nachtwechsel

Contra
- Nerventötende Hintergrundmusik

Fazit
Ihr habt schon ein paar “Tycoon”-Teile bei euch im Regal stehen und fandet diese auch einigermaßen amüsant? Dann ist „Vegas Tycoon“ ein Pflichtkauf für euch. Ihr könnt bei dem Kauf dieses Spieles einfach nichts falsch machen. Überhaupt sollten alle Freunde von Wirtschaftssimulationen oder Echtzeit-Strategie einmal einen Blick auf “Vegas Tycoon” werfen.

AUTOR: Philip 16.11.2003, 20:18h

SCREENSHOTS


WERTUNG & WEITERE INFORMATIONEN

                            

Entwickler

Vertrieb

Sprache

Preis

Medium

USK

Einkaufen

Testsystem

Deep Red

Empire /
KochMedia

Deutsch

44.99€

1 CD

-

XP 1600+
GeForce 2 ti
256 MB RAM

GRAFIK:

 84%


SOUND:

 74%


GAMEPLAY:

 82%


GESAMT:

 81%

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