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Die Entwickler von Altar Interactive setzen auf Altbewehrtes, in "UFO Aftermath" zeigt sich der Einfluss von “Platoon”, “Commandos”, “Jagged Alliance” und anderern Strategiespielen eigentlich schon auf den ersten Blick. Ältere Spieler unter euch werden sich aber sicherlich auch noch an die “X-Com”-Reihe von Microprose erinnern, aus der dieser Ableger stammt. Wenn ihr mehr über diese “Mischung” wissen wollt, solltet ihr euch durch den nachfolgenden Test schlau machen.
Wir sind die Einzigen überlebenden Die Story kann natürlich nichts wirklich Neues bieten, Aliens versuchen den Planeten sammt der Lebewesen zu vernichten, doch eine Hand voll Menschen überleben und versuchen die Menschheit und den Planeten vor den immer näher kommenden Aliens zu retten. Dieses Schema haben wir bekanntlich schon in einigen Spielen zuvor gesehen. Ihr übernehmt die Rolle des Kommandanten von Team Phönix. Dieser hilft den Kampfgruppen in Schlachten, trainiert und befehligt, dazu bildet er neue Basen und erforscht neue Technologien.
Lasst uns Aliens jagen Zunächst solltet ihr wissen, dass "UFO Aftermath" aus einem rundenbasierten Strategiespiel, klassischer Echtzeitstrategie und einigen Rollenspielelementen besteht. Anfangs könnt ihr zwischen 3 Kontinenten wählen (Europa, Amerika und Asien), in denen ihr eure ersten 2 Stützpunkte aufbauen könnt. Jede dieser Basen kann eine spezielle Aufgabe übernehmen. Dazu zählen beispielsweise Forschung oder Technik. Ihr startet eure Missionen immer an den Basen, diese sind eure Außgangspunkte. Das Menü im Spiel ist einfach zu bedienen, ihr kommt ohne viele Mausklicks aus, vor allem, wenn ihr der typischen Steuerung von Strategiespielen vertraut seid. Anfängern hilft das gut gemachte Tutorial weiter. Durch die verschiedenen Forschungsmöglichkeiten ist das Waffenarsenal hoch aufstockbar. Dies hilft im ursprünglich übersichtigen Personalmenü allerdings nicht weiter, denn die ganze Ausrüstung wirkt oft sehr ähnlich und kann zu großen Problemen bei der Übersicht führen.
2 in 1 Näturlich könnt ihr die Aliens nicht allein mit Forschung vertreiben, oft hilft nur noch taktisches Denken oder rohe Waffengewalt. Es gibt insgesamt 2 Spiel-Modi in "UFO Aftermath". Zum Einen wäre hier der rundenbasierte Strategie-Teil, bei dem die oben erwähnte Forschung die größte Rolle spielt. Dieser rundenbasierte Teil des Spiels ist standardmäßig aufgebaut, in den ersten Missionen geht es erst einmal darum, die Gebiete zu erkunden und die Transgenanten (Diese sind Lebewesen, die zu fiesen Monster mutiert sind) zu besiegen. Die Basen können zu verschiedenen Zentralen umfunktioniert werden, wobei alle ihre eigenen Vor- und Nachteile haben. Militärbasen helfen euren Soldaten die Aliens und ihre Gefolgschaft abzufangen, andere helfen euch widerum neue Waffen und Technologien zu entwickeln. Die Biomassen-Basen sind sehr wertvoll, denn sie schränken die Verbreitung der gefährlichen Biomasse ein. Um zu expandieren müsst ihr natürlich in die blutigen Kriege mit den Aliens treten, selbstverständlich greifen sie aber auch selber an. Die künstliche Intelligenz ist sogar gut gelungen, was den fehlenden Multiplayer-Modus ein wenig ausgleicht. Im eigentlichen Haupteil des Spiels, der die Story beinhaltet, habt ihr mehr zu tun. Die Missionen bestehen haupsächlich darin, Gebiete zu säubern oder Aliens zu Forchungszwecken zu benutzten. Die weniger wichtigen Missionen könnt ihr vom Computer simulieren lassen, was sich allenfalls für Anfänger, die Probleme mit gewissen Missionen haben, empfehlen lässt. Ihr könnt eure Charaktere sogar "auftunen", hier kommen die im Vorfeld gelobten Rollenspielelemente zum Einsatz. Wenn einer eurer Charaktere ein Level aufsteigt, könnt ihr ihnen Punkte wie bei "Diablo" auf Fähigkeiten zuteilen. Der Mix aus Runden- und Echtzeitstrategie ist alles in allem anfangs zwar ein wenig gewöhnungsbedürftig, ihr werdet euch aber mit der Zeit immer mehr in das Spiel einfinden.
Echt gruselig Die Grafik von "UFO Aftermath" ist wirklich sehenswert. Tolle Effekte und eine gruselige Atmosphäre tragen wirklich dazu bei, dass ihr euch richtig in das Spiel einversetzen könnt. Diese schaurige Stimmung wird durch tote Leute und die sogenannten "Gruseltracks" noch verstärkt. Lediglich gewisse Feuereffekte und Texturen sind etwas grob ausgefallen, bei der insgesamt düsteren Grafik könnt ihr aber darüber hinwegsehen. Auch der Soundtrack ist passend ausgewählt. Bei dem Rest von diesem Teilbereich sind allerdings einige größere Mängel zu finden. Zum Einen wären dies die sehr schwachen Soundeffekte, beispielsweise bei Schussgefechten. Zum Anderen klingt die Sprachausgabe sehr monoton, langweilig und wiederholt sich oft, sie lässt sich aber zum Glück auch abstellen.
Pro - Nette Grafik - Es gibt viel zum Erforschen - Passende Rollenspielelemente - Tolle Atmospäre - Guter Soundtrack
Contra - Grobe Texturen - Schlechte Soundeffekte - Kein Multiplayer-Modus
Fazit “UFO Aftermath” ist ein gelungener Mix aus Rollenspiel, Runden- und Echtzeitstrategie und ein absolutes “Must-Have” für alte “X-Com”-Fans. Allerdings können auch jüngere Zocker nach kurzer Eingewöhnungszeit durchaus ihren Spaß daran finden. Vor allem die schöne Grafik, das Gefühl der Sucht und die verschiedenen Forschungsmöglichkeiten bieten viel, viel Langzeitspaß.
AUTOR: Jan 06.11.2003, 20:28h
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