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Es scheint ein ganz normaler Tag zu sein, als Jet durch einen Anruf seines Vaters, Alan Bradley vom Computerspielen abgehalten wird. Doch plötzlich, hört Jet seinen Vater um Hilfe rufen, dann findet das Telefongespräch ein jähes Ende. Sofort macht sich Jet auf den Weg zu seinem Vater ins Labor, doch dieses ist Menschenleer. Doch dann gerät Jet unter den Digitalisierer und wird von Ma3a, einem extrem leistungsfähigen Betriebssystem, digitalisiert. Ma3a hat nämlich ein Problem namens Thorn, einem bösen Virus der die gesamte Computerwelt mithilfe seiner Untertanen unterwerfen will. Die Spielidee basiert auf dem Disneyfilm TRON von 1982 und genauso naiv wirkt auch die Vorstellung des Innenlebens eines Computers, in dem Dateien und Programme als menschenähnliche Gestalten von Speicheradresse zu Speicheradresse laufen.
Wenig - Oder doch viel? In der Ego-Perspektive müsst ihr Jet fortan durch die digitale Welt steuern. Eure Aufgaben sind dabei meistens mit vielen Rätsel- oder Actioneinlagen verbunden. Um euch gegen die bösen Viren und Wächterprogramme zur Wehr zu setzten, habt ihr vier Waffen zur Auswahl. Das ist zum Einen Jets Hauptwaffe, der Energiediskus, an den man sich anfangs noch gewöhnen muss, zum Anderen gibt es da den Primistab, eine Art Elektroschocker, eine Granate namens Energieball und das Mesh, ein weitreichendes Lasergewehr. Dies hört sich jetzt vielleicht so an, als ob es kaum Abwechslung im Waffenarsenal geben würde, doch mit der Zeit sammelt Jet sogenannte Subroutinen auf, die seine Waffen mit der Zeit verändern und verbessern, so wird zum Beispiel aus dem Energieball ein Granatwerfer oder aus dem Diskus ein Flächenschaden verursachende Schrapnell-Ladung. Doch ihr könnt nicht frei nach belieben rumballern, denn alle Waffen (bis auf den Diskus) verbrauchen Energie, die Jet nur an bestimmten Ladestationen wieder auffüllen kann. Schade ist, dass es (abgesehen von einigen spektakulären Bössen) kaum unterschiedliche Gegner gibt.
Noch mehr Upgrades Alle Level sind in grellen Neontönen gehalten und obwohl es kaum unterschiedliche Texturen gibt, sind die Level sehr abwechslungsreich gestaltet. So kommt ihr mal an einem Internet Hub vorbei, welcher wie die Skyline einer großen Stadt gestaltet ist, mal müsst ihr vor einer Formatierung flüchten, die alles aus dem Speicher räumt. Soundtechnisch ist “Tron 2.0” zwar nicht von schlechten Eltern, es unterstützt sogar alle aktuellen Technicken und klingt dabei noch überraschend gut, doch spielerisch nutzt der Sound gar nichts. Ihr könnt zum Beispiel nicht einmal die Schritte der Gegner oder von euch selbst kann man hören. Überflüssig sind die zum Glück selten vorkommenden Hüpf-Einlagen, bei denen man Jump 'n' Run mäßig über Abgründen und Plattformen springen muss, was ja, wie allgemein bekannt, in der Ego-Perspektive nicht immer so leicht ausfällt. Interessant sind auch die sogenannten Light-Cycle Rennen bei denen man mit motorradähnlichen Gefährten über eine große Karte fährt, wobei jeder Teilnehmer einen "Energiekondensstreifen" hinter sich herzieht. Das Ziel des Spiels: Gegnerische Light-Cycles in seinen eigenen Energiekondensstreifen zu drängen und sie damit ausscheiden zu lassen. Auch Rollenspielelemente sind im Spiel enthalten, so gibt es ein ausgeklügeltes Level-System, das mit Versionsnummern arbeitet. Jet startet mit der Versionsnummer 1.0.0, durch das Aufsammeln von "Update-Notizen" steigert sich seine Versionsnummer langsam und mit jeder vollen Versionszahldarf er seine Attribute wie zum Beispiel Lebenspunkte oder Energie ausbauen.
Spaß unter Freunden Im Multiplayermodus macht “Tron 2.0” auch einen tierischen Spaß, neben zwei Diskus-Wettkampfvarianten gibt es auch noch ein Light-Cycle rennen, bei dem bis zu 16 Spieler gleichzeitig fahren dürfen. Der Light-Cycle Modus ist DER Lan-Party Spaß, man kann alle Modi aber aber auch im Internet Spielen.
Pro - Gutes Update-System - Tolle Light-Cycle-Rennen, vor allem im Multiplayer - Atmosphärisches Level-/Spieldesign - Der etwas andere Ego-Shooter
Contra - Einige nervende Jump 'n' Run-Abschnitte - Wenige Gegner, die sich auch kaum voneinander unterscheiden - Teilweise extrem grelle Texturen - Manchmal unnötig schwer
Fazit “Tron 2.0” ist zwar ein wenig gewöhnungsbedürftig, doch wer über Computer Nerd Witze lachen kann oder wer das Innenleben eines Computers einfach mal anders erleben will, der ist mit “Tron 2.0” bestens bedient. Nervig sind nur die kleinen Hüpfeinlagen, die ab und zu vorkommen und die Light-Cycle Rennen im Singleplayermodus, die sich aber nach dem Patch abbrechen lassen.
AUTOR: Alex 19.09.2003, 12:30h
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