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So etwas haben wir ja schon lange nicht mehr gesehen: In "The I Of The Dragon" von den Entwicklern von Primal Software und den Publisher Zuxxez und KochMedia (Label: DeepSilver) geht es um Drachen, Dämonen und Zaubersprüche, welche ein zugegeben ungewöhnliches Szenario darstellen. In alter "Black & White "-Manier baut ihr in diesem Genre-Mix Städte und vieles mehr. Wie sich das Spiel allerdings genau und in den restlichen Punkten schlägt, erfahrt ihr bei uns im Review.
Skarborr, der böse Dämonenherrscher Nimoa ist das „The I Of The Dragon“-Land, das von sogenannten „Unterweltlern“ überfallen wird. Alle diese Monster stehen unter dem Komando ihres Herrschers Skaborr, einem von grundauf bösen Dämonenwesen. Allein seine schlimmsten Gegner, die Himmelsdrachen, können ihn aufhalten. In früheren Zeiten hatte sich schon einmal solch ein Unheil zugetragen: Der Drachengott Ungh-Agor und die Menschen versuchten jedoch, dieses von ihrem Land abzuwenden. In einer erbitterten Schlacht erhabte sich schließlich Skarborr aus seinem sicheren Versteck, um einen entgültigen Sieg davonzutragen, doch nicht einmal Skarborr und seine ganze Armee konnten es schaffen, Ungh-Agor und seine Verbündeten, nämlich die Menschen, zu schlagen. Nach diesen Ereignissen kehrte lange Zeit Frieden in das Land Nimoa, doch die Menschen veloren allmählich den Glauben. Niemand hätte erwartet, dass ein kleiner Keim des Bösen überlebt hatte. Die Himmelsdrachen verliesen Nimoa, jedoch ließen sie ein Ei zurück, wohlwissend, dass das Böse zurückkommen würde. So kam das Böse wieder, die Ungh-Agroiden, eine Gruppe von Zauberern, die den Glauben immernoch nicht verloren hatten und kämpfen nun an der Seite eures Drachen, um die Welt zu beschützen. Nun seid ihr also an der Reihe: Anfangs könnt ihr zwischen 3 Drachen mit unterschiedlichen Fähigkeiten wählen, dem Feuerdrachen Annoth, dem Frostdrachen Barroth und dem Nekromant-Morrogh und schon beginnt das Abenteuer
Fressen und gefressen werden In "The I Of The Dragon" geht es haupsächlich darum, die "Tore", durch die die Monster kommen, zu zerstören und neue Städte aufzubauen, sodass ihr schlieslich bereit seid, gegen Skarborr anzutreten. Die Welt Nimoa besteht aus 11 Ländern, zwischen denen ihr, sofern ihr schon die gegebenen Aufträge erledigt habt, wählen könnt. Dabei wird die Story nach und nach weitererzählt, wobei sie im Laufe des Spiels immer mehr an Rang verliert, was natürlich ein wenig Schade ist. Jeder Drache hat natürlich wie eben schon kurz angesprochen seine eigenen speziellen Fähigkeiten. Neben den Zaubersrüchen könnt ihr auch seine normalen "Lungenattacken" benutzen. Diese werden übrigens über kurz oder lang wieder aufgeladen. Doch damit dies auch geschiet, müsst ihr immer wieder ein Auge auf den Zustand eures Drachen werfen, er muss sich nämlich genauso ausruhen oder ernähren wie jedes andere Lebewesen auch. Wenn ihr euren Drachen hungern lasst, kann es leicht passieren, dass die Attacken schlechter werden oder er sie nicht schnell genug ausführen kann, doch um sich zu verbessern muss er rollenspieltypisch erst einmal ein wenig kämpfen, denn wie so oft bekommt ihr für jedes getötete Monster Erfahrungspunkte. Dabei lernt euer Drache neue Magie kennen oder verbessert sich im physischen. Allerdings würden wir euch empfehlen, erst das wirklich gut gemachte Tutorial zu spielen, denn dieses hilft euch auch bei Steuernung und Menüübersicht weiter. Die Kontrolle über die Drachen zu halten ist nämlich gar nicht einmal so einfach und vermittelt sicherlich auch ein gewisses „Flugsimulator-Feeling“.
Ist das echt? Die Grafik hebt sich von vielen anderen Spielen ab, denn die verschiedenen Drachen sind beispielsweise sehr detailgetreu und heben sich selbst deutlich voneinander ab. Auch mit den anderen und teilweise sogar recht schlauen Monstern wie zum Beispiel Zyklopen, Schamanen oder Trixxter haben sich die Entwickler sicherlich viel Mühe gegeben. Wenn an der Grafik etwas zu bemängeln ist, dann ist es das generelle Leveldesign, welches ziemlich oft etwas eintönig und einfallslos wirkt. Die Level sind zwar sehr weitläufig und im Iinneren auch sehr schön, doch wenn ihr dann einmal in das äußere Gebiet hervordringt, findet ihr einige Schnitzer oder besser gesagt Design-Mängel vor. Allerdings werden diese kleineren Fehler durch die wiederum guten Animationen und die wunderbaren Effekte mit Licht (Auch Tag und Nacht), Schatten, Explosion etc. quasi wieder „weg gemacht“. Der Sound ist kurz und schmerzlos sehr gut gelungen. Euch erwarten passende Effekte und ein sanfter und zugleich actionreicher Fantasy-Soundtrack. Allerdings fehlt an gewissen Stellen das gewisse „Etwas“, welches höhere Wertungen verbietet. Vielleicht liegt es an der Sprachausgabe, die anderen Entwicklern auch schon besser gelungen ist.
Pro - Gute, aber leider kaum nützliche Story - Weitläufige Level mit schöne Grafikeffekten - Detailgetreue und recht schlaue Drachen und Monster - Netter Genre-Mix - Schöne Animationen - Ordentliches Handbuch - Bilanguale Version (Deutsch und Englisch) - Leichte und zugleich komplexe Steuerung - Sauberer Sound mit besonders gutem Soundtrack
Contra - Teilweise etwas eintönig - Eher schwache Sprachausgabe - Kleinere Grafikschnitzer
Fazit “The I Of The Dragon” ist ein interessanter und zugegeben ungewöhnlicher Genre-Mix, der aber viel Spielspaß bereitet. Wir wurden positiv überrascht und können den Titel allen Fantasy-Fans unter euch und solchen, die es werden wollen, wirklich empfehlen. Alle wichtigen Bereiche schneiden solide-sehr gut ab, wodurch euch ein rundum gelungenes Spiel erwartet.
AUTOR: Jan 10.05.2004, 22:38h
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