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The Hulk

Schon vor einigen Jahren begeisterten uns die Marvel-Comics des grünen Monsters, vor kurzem erst kam der Film von Universal in deutsche Kinos, welcher dann aber doch nicht den erhofften Erfolg hereinbrachte. Jetzt nahm Publisher Vivendi Universal das Ding in die Hand und kaufte die „Hulk“-Lizenz. Auch hier blickten viele Experten zunächst skeptisch, da die Konsolen-Versionen nicht unbedingt überzeugen konnten. Ob es der gute, alte PC mal wieder geschafft hat, erfahrt ihr im nachfolgenden Test.

Grün...
...ist der „Hulk“. Sein eigentliches Ich, Banner, wird auch im hübsch gemachten Renderintro gezeigt, doch auch hier dauerte es nicht lange, bis er sich „grün ärgerte“. Nach dieser Story- oder besser gesagt Film-Einführung geht es ab ins konsolenangelehnte Menü. Hier kann man zwischen 2 Modi (Herausforderung u. Story) und einigen netten Goodies wie zum Beispiel das Making Of oder dem Filmtrailer wählen.
Im ersten Spielmodus geht es darum, möglichst viele Gegnerangriffe zu überstehen, wenn möglich mit schönen Combos für die es Punkte gibt. Alternativ gibt es bei der Herausforderung auch einen Modus gegen die Zeit, sowie ein „Hulk“-Spiel.
Im Hauptmodus mit Story wird man zunächst mit einer Tutorial-Mission eingeführt, die es Dank der fummeligen Steuerung und der sehr umständlichen Kameraführung in sich hat.
Bestückt mit hübschen Zwischensequenzen und toller, deutscher Sprachausgabe verdrischt der „Hulk“ Massen an Gegnern, die es wegen der dummen KI auch zulassen. Die Missionsziele und somit die Weiterführung der Storyline, bekommt ihr schon beim Ladebildschirm zu sehen.

Weiß...
...ist der Rauch von Gegenständen, denn der „Hulk“ kann so ziemlich alles zerstören. Dies fängt bei langweiligen Kisten an und hört bei riesigen Mauern auf. Positiv ist, dass die Umgebung auch interaktiv zum Kämpfen genutzt werden kann. Neben den normalen Combos können so zum Beispiel auch Rohre oder Gegner aufgenommen werden, die es selbigen zu schaffen machen. Generell kann auch hier alles geschlagen oder geworfen werden, was dem Spieler viele Freiheiten und auch Spaß lässt.

Blau...
...wird man bei den Spielherausforderungen nicht gerade. Neben 3 Schwierigkeitsgraden stehen in jedem Level 3 Continues bereit, die euch an einem bestimmten Checkpoint wiederbeleben. Alternativ gibt es immer Maßen an Heil-, Wut- und Fortsetzungskugeln.
Auch die wenigen im Spiel vorhanden Rätsel sind nicht gerade anspruchsvoll und wohl eher für die jüngere Zielgruppe gedacht. So  muss man zum Beispiel Kisten verschieben oder einen Code in die richtige Reihenfolge bringen. Zu beachten bleibt aber, dass Rätsel nur in den Banner-Missionen auftreten. Die „Hulk“-Level entführen euch meist in Massengemetzel oder fast schon in ein „one on one“-Beat ‚em’ Up.

Grau...
...ist die optische Darstellung des grünen Monsters. Die Grafik ist sehr comicähnlich, mit Cell-Shading-Veteranen wie „XIII“ kann sie aber genauso wenig mithalten wie mit High-End-Grafik-Freunden wie „Unreal 2“. Die Animationen sind zwar erstaunlich gut gelungen und wirken fast schon zu echt, jegliche grafischen Objekte sind allerdings „für die Katz’ „. Alles wirkt eintönig und verschwommen, was die sehr niedrigen Systemanforderungen (700 Mhz) erklärt. Vor allem gibt es während der Level nur wenig Abwechslung. Ganze Abschnitte wiederholen sich vor allem in den „Hulk“-Missionen immer wieder, was den Spielspaß nicht gerade ankurbelt.

Pro
- Zwei Spiele in einem (“Hulk”-Action u. Banner-Schleichen)
- Gute, deutsche Sprachausgabe
- Realistische Animationen
- Tolle Story & Zwischensequenzen
- Viele Goodies
- 2 Spielmodi
- Interaktive Level

Contra
- Hässliche Comic-Grafik
- Leichte, sich wiederholende Rätsel
- Schlechte Kameraführung
- Fummelige Steuerung
- Sehr konsolenangelehntes Menü

Schwarz...
...habe ich auf den ersten Blick für den „Hulk“ gesehen. Zuerst diese monströse Doppel-DVD-Verpackung und dann eine Windows-Dateischutzwarnung auf dem primären Testsystem. Danach kam es auf dem beschriebenen Rechner zum kompletten „Hulk“-Ausfall, denn er wollte die CD einfach nicht lesen.
Auch beim Anspielen hatte ich zunächst keine Hoffnungen auf ein gutes Spiel. Nach einiger Zeit fing der Stealth(Banner)/Action(„Hulk“)-Mix allerdings an zu gefallen. Mittlerweile macht es mir Spaß „sich grün zu ärgern“ und reihenweise Militär umhüllt von einer guten Story zu verhauen.
Was mich allerdings immer noch stört, ist die dumme KI bei den Banner-Missionen und die ewig gleichen Grafiken bei den „Hulk“-Abschnitten.

AUTOR: Carsten 29.07.2003, 21:55h

SCREENSHOTS


WERTUNG & WEITERE INFORMATIONEN

                            

Entwickler

Vertrieb

Sprache

Preis

Medium

USK

Einkaufen

Testsystem

Universal / Radical

Vivendi

Deutsch

45.99€

3 CD’s

12

P4 1,8 , GeForce 3, 768 MB RAM

GRAFIK:

 59%


SOUND:

 82%


GAMEPLAY:

 64%


GESAMT:

 62%

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