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Endlich ist sie da, die lang erwartete Umsetzung von „Battlefield 1942“ in das „Star Wars“-Universum: Manege auf für „Star Wars: Battlefront“. Lucas Arts, Activision und die zuständigen Entwickler der Pandemic Studios versprachen originalgetreue Filmschlachten wie die Schlacht auf Genosis wwischen den Armeen der Republik und der „Konförderation Unabhängiger Systeme“ kurz „KUS“ oder die Schlacht auf Hoth zwischen dem Imperium und den Rebellen. Hier können wir euch schon im Voraus sagen, dass die beiden „Gemetzel“ eindrucksvoll in das Spiel integriert worden sind. Wie sich der Titel aber im Ganzen schlägt, erfahrt ihr nun in unserem Review.
Die Vielfalt macht es Die beste Eigenschaft von „Battlefront“ ist zweifellos die Vielfalt, zu der wir auch gleich kommen, da der Titel keine wirkliche Story besitzt. Insgesamt gibt es mit Republik, KUS, Imperium und Rebellen vier spielbare Fraktionen, bei denen ihr Spieler dann noch aus jeweils fünf Klassen, wie zum Beispiel Infanteristen, Scharfschützen, Piloten oder (nur bei KUS) sogar den Gefürchteten Droidikas wählen könnt. Zu den verschiedenen Einheiten kommen auch noch insgesamt mehr als 15 Fahrzeuge dazu, die vom mächtigen AT-AT über den Tie Bomber bis hin zum flinken Speederbike reichen, auf denen meistens mehrere Positionen besetzt werden können. Auf den insgesamt 16 Maps, von denen manche den Filmszenen nachempfunden sind, gibt es auch stationäre Geschütztürme, die aber manchmal erst von einem Piloten aufgebaut werden müssen. Gut umgesetzt wurden auch Völker wie Ewoks, Gungans oder Tusken, die ihr zwar nicht selbst spielen könnt, euch allerdings zur Seite stehen (die Gungans den Rebellen auf Naboo und die Ewoks den Rebellen auf Endor) oder gegen jede Fraktion kämpfen (Tusken auf Tatooine). Ein weiterer Punkt sind die Jedi-Helden der einzelnen Fraktionen (zum Beispiel Luke Skywalker bei den Rebellen), die auf manchen Maps mitkämpfen (zum Beispiel Mace Windu auf Geonosis).
Strategie ist die halbe Miete Was an „Star Wars: Battlefront“ ebenfalls gefällt, ist, dass es kein simpler Multiplayer-Shooter, wie zum Beispiel „Joint Operations: Typhoon Rising“ ist, sondern auch Taktik erfordert. Zu Beginn eines Kampfes haben beide Fraktionen 250 Punkte, die unterschiedlich schnell abnehmen, je nachdem, wie viele Kontrollpunkte ihr jeweils besitzt. Das Team, das zuerst null Punkte hat verliert logischerweise. Gewinnen könnt ihr auch, indem ihr alle Kontrollpunkte einnehmt und diese mindestens 20 Sekunden haltet. Die Kontrollpunkte sind gleichzeitig auch die Einstiegspunkte für die Spieler und können natürlich auch vom Gegner erobert werden. Um einen Kontrollpunkt vom Gegner zu erobern, müsst ihr einfach eine Zeit lang in seiner Nähe stehen, bis jener besagtem Gegner abgenommen wurde. Nachdem der Kontrollpunkt neutral geworden ist, könnt ihr ihn selbst erobern, vorausgesetzt es ist kein Gegner in der Nähe. Je mehr Einheiten vom eigenen Team am Kontrollpunkt stehen, desto schneller wird er dem gegnerischen Team abgenommen beziehungsweise erobert. Die Wahl der Klasse ist auch enorm wichtig, da ein Infanterist beispielsweise gut gegen andere Infanteristen ist, allerdings gegen Fahrzeuge kaum eine Chance hat. In einer solchen Situation ist dann die Einheit mit dem Raketenwerfer unverzichtbar, welche allerdings vom Infanteristen gegen andere Infanterie beschützt werden muss. Sind alle Gegner und Fahrzeuge besiegt, brauchen Infanteristen und Raketentruppe Munition und Heilung. In dieser Situation kommt dann der Pilot ins Spiel, der den anderen Munition und MediPacks gibt. „Star Wars: Battlefront“ steht den aktuellen Taktik-Shootern also in fast nichts nach und orientiert sich vom Gameplay her wie schon erwähnt an „Battlefield“.
Kein Internet? Kein Problem! Obwohl „Battlefront“ eigentlich Multiplayerspiel ist, macht es durchaus auch offline Spaß. In den zwei vorhandenen Kampagnen „Klonkrieg“ und „Galaktischer Bürgerkrieg“ spielt ihr hauptsächlich die Geschehnisse der Filme nach, was ihr durchaus auch öfter als einmal tun könnt, ohne das es langweilig wird. Zwischen den einzelnen Missionen einer Kampagne werden übrigens sehenswerte Filmausschnitte gezeigt, welche zwar auf Englisch sind, aber trotzdem sehr gut zur jeweiligen Situation passen. Seid ihr mit den Kampagen fertig, spielt ihr einfach im „Galaxis Eroberung’s Modus“ weiter. Hier wählt ihr einfach eine Fraktion und erobert die Galaxie, wobei ihr auf jeder Welt einen Bonus, wie zum Beispiel Unterstützung durch einen Jedi, wählen könnt.
„Das ist ja wie im Film...“ Die Grafik von „Star Wars: Battlefront“ ist voll und ganz zufriedenstellend und bei maximalen Grafikeinstellungen sieht das Spiel sogar manchmal aus, wie eine Szene aus „Episode Eins“ oder „Episode Zwei“. Allerdings fängt das Spiel dann auf nicht ganz so guten Systemen an zu ruckeln, doch sollte dies der Fall sein, stört es euch sicherlich auch nicht die Grafikeinstellungen etwas herunterzuschrauben, da das Spiel auch dann immer noch gut aussieht. Besitzer einer ATI-Grafikkarte unter euch sollten sich vor dem Kauf des Spiels allerdings im Internet informieren, da bei manchen ATI-Karten Grafikfehler auf Maps, in denen Wasser vorkommt, auftreten können. Ein Patch der Entwickler würde das Problem ebenfalls lösen. Der Sound klingt Dank offizieller Lizenzen ebenfalls originalgetreu. Neben dem orchestralischen Soundtrack der „Star Wars“-Serie wurde bei der Entwicklung ebenfalls auf authentische Soundeffekte geachtet, während es der deutschen Sprachausgabe aber ein wenig an „Würze“ fehlt.
Pro - Viele Einheiten und Fahrzeuge - 16 abwechslungsreiche Maps mit zum Teil bekannten Schauplätzen - Bis zu 50 Spieler auf einem Server - Wunderbar integrierte Original-Filmsequenzen (auf Englisch) - Gelungene Grafik mit netten Details - Guter und lizensierter Sound - Bezaubernde Atmosphäre - Saubere Steuerung
Contra - Feste Storyline fehlt - Kaum Innovationen - Teils mangelnde Abwechslung - Wenige Einstellungsmöglichkeiten - Verbesserungswürdige KI - Eher langweilige Sprachausgabe - Einige (Grafik-)Bugs
Fazit „Star Wars: Battlefront“ ist für Fans von „Star Wars“ und „Battlefield 1942“ unter euch ein absolutes Muss, da beides quasi perfekt kombiniert wurde. Online und auf LAN-Partys ist das Spiel sehr spaßig und actionreich und selbst für Leute von euch, die immernoch keine (schnelle) Internetanbindung besitzen, lohnt sich der Kauf, da der Titel eine große Vielfalt bietet. Aufgrund der wenigen genannten Kritikpunkte hat es aber leider nicht ganz für einen GamesEcke-TopGame-Award gereicht.
AUTOR: Swen 01.10.2004, 21:00h
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