|
Nicht lange ist es her, da wurden die „Spellforce“-Fans mit der ersten Erweiterung "The Breath Of Winter" begeistert (GamesEcke-Wertung: 84%) und schon jetzt, wenige Monate später, liegt das nächste Add-On mit dem Namen "Shadow Of The Phoenix" in den Läden, was zwar auch schon in „The Breath Of Winter“ angedeutet und von Developer Phenomic bestätigt wurde, allerdings hat sicherlich niemand erwartet, dass das Spiel dann auch so schnell erscheint. Die Packung des Spiels verspricht eine Geschichte, die die Storys des Hauptspiels und der ersten Add-Ons perfekt zusammen- und bis zum Ende weiterführt. Was euch sonst noch im neuen Add-On von Publisher JoWood und Distributor KochMedia erwartet, erfahrt ihr nun bei uns im Review.
Back to life Die Magier des Zirkels waren ja bisher, abgesehen von ein paar Ausnahmen, totgeglaubt und vergessen, doch in „Spellforce - Shadow Of The Phoenix“ werdet ihr eines Besseren belehrt, denn plötzlich stehen Personen wie Rohen oder Uram, der Rote, auf der Matte, aber dahinter scheint etwas gefährlicheres zu stehen. Die Vorgschichten werden perfekt zu einer Handlung zusammengeführt, die keine Fragen offen lässt und ordentlich Spannung aufbaut, doch um die Handlung zu verstehen, müsst ihr die beiden anderen Teile natürlich durchgespielt haben, was allein schon von der Spielerfahrung und von den benötigten Daten her vorrausgesetzt ist. Während ihr dann im Verlauf der Storyline durch das schöne Land „Xu“ reist, das bisher nur aus Erzählungen bekannt war, trefft ihr übrigens viele alte Bekannte wie zum Beispiel Uram Gurusam, Flink McWinter und noch viele weitere. Zuerst haben wir uns schon aufgeregt, dass wir schon wieder mit einem schwachen Helden anfangen müssen und nicht mit unserem High-Level-Helden spielen können, doch wir wurden positiv überrascht, da es nun möglich ist, eure „alten“ Helden zu importieren oder auch einen vorgefertigten Avatar mit einer hohen Stufe zu benutzen. Bei der Wahl des Avatars ist es übrigens auch von Bedeutung, ob ihr einen Helden aus dem Hauptspiel oder dem ersten Add-On benutzt, da diese entweder Träger des Schattenschwerts oder des Phönixsteins sind, was erfreulicherweise für zwei unterschiedliche Spielabläufe sorgt.
Preis/Leistung: Gut ! „Spellforce - Shadow Of The Phoenix“ bietet für ein Add-On wirklich sehr viel neues, was sich im Unterschied zu „The Breath Of Winter“ nicht nur auf die Story bezieht. Jedes Volk erhält zwei neue Gebäude, die dann jeweils eine besondere Einheit erzeugen, die Belagerungs- und die Schwarmeinheiten. Belagerungseinheiten sind nicht, wie normalerweise, total schwach und schutzlos, sondern können selbst auch ganz gut austeilen. Der Vorteil von Belagerungseinheiten ist, dass diese einen starken Fernangriff gegen Gebäude haben und Türme von außerhalb deren Reichweite angreifen können, was in den Missionen oft dazu eingesetzt wird, den Spieler dazu zu zwingen, dass er ein Monument in Besitz nimt und eine Basis aufbaut. Ein Nachteil der Belagerungseinheiten ist allerdings wieder einmal die teilweise umständliche Steuerung, da ihr sie nicht direkt auf die Türme schicken könnt, sondern sie langsam und vorsichtig vorbewegen müsst, damit sie dann automatisch die Gebäude angreifen. Schwarmeinheiten hingegen sind sehr billige, aber auch vergleichsweise sehr schwache Einheiten. Schwarmeinheiten benötigen zur Produktion nur sehr wenig Nahrung, verbrauchen keine Nahrung (Einheitenlimit) und werden immer in Zehner-Gruppen ausgebildet. Desweiteren bietet das neue Add-On übrigens auch eine sehr gute und spannende Kampagne, die neben dem Hauptquest noch viele Nebenquests und -maps beinhaltet.
Aus Fehlern wird gerlernt - Oder auch nicht ? Mit dem zweiten Add-On ist es ja nun mal zu erwarten, dass die altbekannten Fehler und Probleme beseitigt wurden, doch dies ist leider wieder nur teilweise der Fall. Schwerwiegende Fehlermeldungen wie in den anderen beiden Teilen treten nur noch höchst selten auf, allerdings gibt es noch einige Fehler in Nebenquests, die den Spielspaß schon ganz schön bremsen können. Immerhin ist es JoWood, Phenomic und KochMedia zu Gute zu halten, dass keine Fehler mehr auftreten, die das Weiterkommen verhindern. Technisch gibt es ansonsten keine großartigen Neuerungen. Hier und da wurde die Grafik ein wenig verbessert und natürlich sind auch die ein oder anderen frischen Texturen am Start, aber im großen und ganzen reiht sich auch dieses Add-On auf dem sowieso recht hohen Niveau des Hauptspiels ein, was ebenfalls auf die Sounduntermalung zutrifft.
Pro - Vereinigung der beiden Storys - Spannende neue Kampagne - Neue Einheiten für jedes Volk - Möglichkeit Helden zu importieren - Tolle Nebenquests und -maps - Viele neue Gegner - Gelungene Atmosphäre - Weiterhin saubere Technik
Contra - Fehler in Nebenquests - Set-Gegenstände immernoch nicht optimal umgesetzt - Teilweise nutzlose Monumente (Gegner zu stark) - Steuerung wurde nicht für Armeen optimiert - Teils schlechte KI - Wenig Stoff zum Weiterdenken
Fazit "Shadow Of The Phoenix" ist für Fans von „Spellforce“ ein absolutes Muss, da die Story auf spannende Art beendet wird und perfekt passt. Wer von euch nur das Hauptspiel, nur das erste Add-On oder gar kein Teil der „Spellforce“-Reihe gespielt hat, sich aber für Strategie- und Rollenspiele interessiert, empfehlen wir die drei Spiele auf jeden Fall, da sie abgesehen von teilweise nervigen Fehlern sehr spannend und auch innovativ sind - Außerdem gibt es schon einen Zweierpack mit Hauptspiel und „The Breath Of Winter“ für unverbindliche 34,95€. Leute die bisher nichts mit „Spellforce“ anfangen konnte, werden durch „Shadow Of The Phoenix“ sicherlich aber auch nicht überzeugt, da es den anderen Teilen zu sehr ähnelt und diese auch vorraussetzt.
AUTOR: Swen 14.12.2004, 22:40h
|