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Publisher Atari präsentiert mit dem von Hasbro lizenzierten „Transformers: Optimus Prime“ ein actionreiches und hervorragendes Spiel mit grafischer Brillanz, das den Spieler lange fesselt und ihm einen Eindruck der Zukunft in 1 Millionen Jahre verschafft - So lautet es zumindest auf vielen Presse- und Produktbeschreibungstexten. Was letztendlich aus der Serie gemacht worden ist, erfahrt ihr nun bei uns im Test, denn wir haben uns dieses PlayStation 2-Spiel als kleines Special näher angesehen.
Weit in der Zukunft Als einer von vielen Autobots, die den Prinzipien des „Optimus Prime“ gehorchen, habt ihr im Generellen die Aufgabe Mini-Cons, welche besondere Fähigkeiten besitzen, aus den Fängen der Decepticons zu befreien. Diese sind auf einer riesigen virtuellen Welt verstreut und warten darauf, von euch gerettet zu werden. Dabei zieht sich dieser gnadenlose Krieg um die Heimat bereits über Millionen von Jahren hinweg. Endbosse stehen euch natürlich auch im Weg, doch mit Hilfe der gefundenen Mini-Cons, die euch Spezial-Attacken ermöglichen, werden die Endbosse kein Problem darstellen. Die vielen storyweiterführenden Missionen beginnen übrigens jedes Mal auf einer Art Raumschiff, wo ihr die Konfiguration eures Roboters personalisieren könnt. Waffen, Funktionen, Schwierigkeitsgrad und viele Dinge mehr werden hier eingestellt.
Alles Bedarf seiner Zeit Die Steuerung von „Transformers“ ist sehr gewöhnungsbedürftig. Euren Bot steuert ihr mit den beiden Analogsticks. Den linken, um nach vorne, links, rechts und hinten zu steuern und den rechten Analogstick, um euren Bot die Blickrichtung zuzuweisen, in welche er laufen soll. So haben es die Entwickler allerdings geschafft, einen relativ schnellen Konsolen-Shooter zu kreieren. Interessant ist auch die Funktion, zwischen First- und Third-Personansicht zu wechseln, da ihr dadurch fast immer den vollen Überblick beibehalten könnt. Anders ist es im transformierten Zustand als Vehikel: Gas gebt ihr mit X und steuern tut ihr mit dem linken Analogstick in die jeweilige Richtung. Als Autobot habt ihr je 4 Waffen zur Auswahl, die ihr auf die R- und L-Buttons legen könnt. Eine weitere Waffenauswahl habt ihr, wenn ihr mehrere Miniicons gesammelt habt. Der Waffenwechsel findet dann im Hauptquartier der Autobots statt.
Einfach nur herrlich Die Grafik ist echt etwas für euer Auge. Die gesamte Umgebung ist animiert, belebt und sieht generell sehr gelungen aus. Überhaupt ist „Transformers“ eines der grafischen Highlights für die PlayStation 2. Während des Spielens fallen euch immer mehr grafische „Schmankerl“ auf, zu denen zum Beispiel die Spiegelungen im Wasser gehören, die sehr real real erscheinen. Auch die Sonne und die zugehörigen Licht- und Schatteneffekte sind faszinierend. Im Spiel kommt ihr außerdem immer wieder in andere Gegenden: Zu Beginn befindet ihr euch zum Beispiel in den Amazonas. Die Sonne strahlt durch Astlücken hindurch bis hin auf den Boden, sodass im Wald viele kleine gut animierte Lichtstrahlen zu sehen sind, welche natürlich auch an euren Autobots reflektiert werden. Nicht nur die Sonne spielt beim Wetter mit, sondern auch Schnee und Regen. Der Blick in die Ferne ist gigantisch. Nicht nur, dass ihr weit schauen könnt - Nein - Ihr könnt auch weit laufen und zwar überall dorthin, was ihr gerade sehen könnt. Die Entwickler haben sich wirklich ins “Zeug” gelegt, um eine naturgetreue und doch futuristische Umgebung zu schaffen. Die Bewegungsabläufe der Roboter sind sehr flüssig animiert, was einen sehr lebendigen Eindruck erweckt. Die Verwandlung von Autobot zum Vehikel ist wunderbar gelungen und erfolgt sehr schnell, sodass ihr keine Zeit verliert, denn in diesem actiongeladenen Spiel geht es wirklich ab ohne Ende. Die Explosionen sind gewaltig: Der Rauch bleibt dann kurzweilig in der Luft.
Garantiert die passende Stimmung Actiongeladene Rock- und Elektro-Musik begleiten euren Autobot durch die Spielszenarien. Kommt ihr beispielsweise in die Nähe von Gegnern, wird die Musik lauter und hektischer, was die Spannung und die Action steigert. Die Musik auf jeden Fall gut zum Spiel, auch wenn sie sicherlich nicht jedermanns Sache ist. Die Sounds der Bewegungen der Bots und der Schusswaffen sind sehr futuristisch. Die Umgebung klingt sehr natürlich und ruhig, was einen “Flare” von ironischer Harmonie wiederspiegelt. Doch geht ein Kampf (Bot gegen Bot) erst einmal los, wird diese harmonische Idylle zu einem Ort der Zerstörung gemacht. Nicht nur die Natur trägt mit ihren sanften Klängen bei, sondern auch eure Feinde: Raumschiffe der Decepticons, welche ihr auch aus weiter Entfernung hört und ihr euch dadurch schon einmal mental auf den Kampf vorbereiten könnt, sind nur ein Beispiel dafür. Mehr wollen wir euch an dieser Stelle aber nicht verraten. Ok, ein kleiner Punkt noch: Die Sprachausgabe ist recht gelungen und komplett in Deutsch.
Pro - Die Grafik und die Kameraführung sind sehr beeindruckend - Ein Spiel gegen Langeweile - Actionreiche Kampfszenen, die euch fesseln werden - Licht- und Schatteneffekte sind ein Muss für gelangweilte Augen - Viele abwechslungsreiche Missionen - Guter Sound - Gelungene Story, die euch durch die Missionen begleitet - Unheimliche Langzeitmotivation
Contra - Gewöhnungsbedürftige Steuerung - Manchmal lange Ladezeiten - Speichern nur über Checkpoints - Kein Multiplayer
Fazit Ein atemberaubendes, actiongeladenes mit sensationeller Grafik und super Sound bestücktes Spiel der Extraklasse, welches euch lange fesseln wird. Wer unter euch seinen Sinnen etwas Gutes tun will, ist einfach gezwungen in diesen Titel einzutauchen.
AUTOR: Azam 29.06.2004, 15:48h
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