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Die Games Convention 2004 in Leipzig: Sicherlich DAS Software-Entertainment-Event des Jahres in Europa. 55.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche, 270 Aussteller aus 13 verschiedenen Ländern, ein vergrößertes Business Center, ein ausverkauftes Eröffnungskonzert und eine Vielzahl an Events und Extras machten die Messe dieses Jahr unumstritten noch um einiges besser als die letztere. Zudem besuchten über 100.000 Besucher und Hunderte von Journalisten und „Business-People“ dieses Jahr die Messe, was wieder einmal einer von vielen neuen Rekorden ist. Natürlich waren auch wir wieder mit einem kleinen Team vor Ort und werden euch nun von unseren Erlebnissen und Eindrücken berichten. Wir denken, dass diese Art Reportage/Tagebuchzusammenfassung um einiges spannender ist, als ein trockener Bericht über die GC 2004.
01. - 16. August 2004: Vorbereitungen beim GamesEcke.de PC Online Magazin Anders als im letzten Jahr wollten wir dieses Jahr alles ein wenig organisierter über die Runden bringen. So wurde bereits im Juli die Vorab-Akkreditierung für unsere Presseausweise abgeschickt. Ursprünglich sollten Alex, Carsten, Jan, Julian und Philip mit zur Messe, wegen kürzlich aufgetretenen privaten Problemen konnten Alex und Jan aber letztendlich nicht mit nach Leipzig kommen. So beschränkte sich das Organisationsteam größtenteils auf die drei verbliebenen aus der Redaktion. Dabei war alles gar nicht so einfach: Termine und Meetings mussten ausgemacht werden, die An- und Abreise und eine Unterkunft mussten stehen und generell musste eben auch alles stimmen. Außerdem mussten natürlich auch unsere beiden Seiten auf dem neuesten Stand gehalten werden, was sich ebenfalls als stressig und anstrengend herausstellte, da einige von uns zu dieser Zeit auch noch im Urlaub waren und somit fast nur das Organisationsteam für Neuigkeiten auf GamesEcke und N-Gage-Center sorgte. So mussten wir uns meist abends oder in der knappen übrigen Zeit zusammenfinden, um Entscheidungen zu treffen, die sich auf wirklich alles bezogen. Zunächst einmal wollten wir neben den Meetings die Unterkunft organisieren, was sich als gar nicht so einfach herausstellte, da 2 Wochen vorher anders als im letzten Jahr bereits alle Jugendherbergen und Hotels ausgebucht waren. Auch die Zugfahrt stellte sich als nicht gerade billig raus und die „Super-Sommer-Tolle-Bahn-Billig-Preise“ waren wie schon bei Carstens vorigen Trip nach Freiburg völlig ausgebucht. Nix war es also mit preiswert durch Buchen im Voraus, was uns aber nicht weiter hinderte, da wir die Games Convention ja nicht einfach ausfallen lassen konnten - Vor allem, da bereits an die 20 Termine und Meetings ausgemacht waren. Also fuhren wir zunächst zum Rüsselsheimer Bahnhof, um von dort aus zum Frankfurter Flughafen zu fahren und die Zugtickets zu kaufen, doch Pustekuchen: Durch einen „Hochleitungsschaden“ konnten die Züge leider erst ab dem Bahnhof in der Nachbarstadt abfahren. Also machten wir uns letztendlich völlig genervt nach Raunheim, um von dort aus endlich ohne Komplikationen zum Flughafen und in das dort vorhandene Deutsche Bahn-Reisezentrum zu kommen. Nach kurzer Preisinfo am Schalter hatte Julian die überaus gute Idee, dass wir aufgrund seiner „Familien-Connections“ zur Lufthansa auch billig Fliegen könnten. Philip und Carsten fanden es unheimlich toll, dass ihm das erst zu diesem Zeitpunkt im Reisezentrum der Deutschen Bahn einfiel. Also wurde kurzerhand telefoniert und plötzlich stand auch die Unterkunft für die GC-Tage, wiederum durch einen Freund von Julian. Für Bahnfahren und Zeltplatz hieß es also adé - Und dabei kamen Fliegen und die private Unterkunft auch noch billiger für uns heraus. Genau wie letztes Jahr, schien für uns also doch noch einmal alles gut gegangen zu sein.
Tag 1 - Dienstag, 17. August 2004: Die Anreise Packen, letzte Vorbereitungen und noch ein paar Updates für GamesEcke und N-Gage-Center: All dies hat am Tag der Anreise noch einmal mehr Zeit in Anspruch genommen, als ursprünglich geplant. Wir alle arbeiteten mit Hochdruck an unseren Aufgaben und konnten letztendlich trotzdem nur zu gut 90% fertig werden, was mittlerweile aber natürlich alles wieder nachgearbeitet worden ist. Gut am Flughafen angekommen, ging es erst einmal zum Check-In, wo Carsten bei den Sicherheitskontrollen mehrmals nach seiner Deo-Dose im Koffer gefragt worden ist. Anscheinend sind jene von Philip und Julian gar nicht aufgefallen. Aufgrund der frühen Boarding-Zeit konnte leider kein Wiedersehen mit den Urlaubern Thorsten und Martin zu Stande kommen, die fast zur selben Zeit aus Spanien zurückkamen. Immerhin haben wir im Boardingbereich noch einen Freund getroffen, der auch bei der von uns ausgewählten Fluggesellschaft tätig ist. Überraschenderweise mussten wir in den Wartehallen feststellen, dass unser Flug nach Leipzig gut eine Stunde Verspätung hatte. Die typischen „Bahn-Features“ verfolgten uns also auch hier. Die nächste Enttäuschung kam gleich nach der Busfahrt zum Flugzeug, denn wir flogen nicht etwa mit einer kleinen „Boeing 737“-Maschine, sondern mit einem noch kleineren „Lufthansa-Cityliner“ vom Typ „Avro RJ85“. Hier haben Philip und Carsten auch noch einen Platz direkt „unter dem Flügel“ (Ja, so etwas geht bei diesem Flugzeug.) erwischt, wo die Geräuschkulisse eine sehr witzige Rolle spielte. Mal klang es wie auf einer Baustelle, mal wie auf einer Rennbahn und beängstigend war es irgendwie auch, dennoch kamen wir allesamt gut am recht modernen Flughafen Leipzig-Halle an, von wo es auch recht fix zum Bahnhof in Leipzig ging, welcher bekanntermaßen den größten Kopfbahnhof in Deutschland darstellt. Auf der Zugfahrt von dort nach Gohlis, dem Stadtteil, wo wir unsere Unterkunft hatten, wurden wir von einigen Kindern genervt, die irgendwelche Spielchen mit ihrer Mutter machten. In Gohlis angekommen machten wir uns mit Koffern und Taschen auf den Weg zu unserer „Wohnung“, die trotz der teils gewöhnungsbedürftigen Ghetto-Umgebung sehr schön war. Hier haben wir zunächst einmal alles abgelegt und sind dann aber auch sofort zu einer weltweit beliebten FastFood-Kette essen gegangen, bevor wir uns den Vorbereitungen für die Pressekonferenzen am nächsten Tag widmeten. Hierbei kam es immer wieder zu Kommunikationsproblemen im Team und die Motivation wurde zudem durch Materialschäden und Entertainmentwünsche gestört. Allerdings waren wir allesamt froh, den Stress der vielen Planungen los zu sein.
Tag 2 - Mittwoch, 18. August 2004: Der Pressetag Völlig fertig aufgrund einer fast schlaflosen Nacht machten wir uns am Mittwoch erstmals zur Neuen Messe Leipzig. Auf dem Weg zur nächstgelegenen Straßenbahn wurde immernoch über die Materialschäden aufgrund von mangelnder Verarbeitung an unserem Schlafequipment gelacht. Letzteres verging uns allerdings am Fahrkartenautomaten, der einfach kein Geld annehmen wollte. Es war das letzte Mal, dass wir solch ein Ticket brauchen würden, denn für die restlichen Tage sponsorte die Messeleitung eine Art Dauerkarte für den MDV (Mitteldeutscher Verkehr). Durch Julians „Goldenes Händchen“ hat es dann aber doch irgendwie geklappt und wir waren endlich unterwegs in Richtung GC 2004. Die Erinnerungen an letztes Jahr waren beschränkt, denn wir stiegen eine Station zu früh aus, die aber zu unserer Verwirrung auch mit „Neue Messe Leipzig“ gekennzeichnet war. Also entschieden wir uns, die restlichen Meter bis zum Pressezentrum zu laufen, wo es sofort zur Akkreditierungsstelle ging, um unsere Presseausweise abzuholen und noch pünktlich zur Eröffnungspressekonferenz zu kommen. Leider wollte auch dies nicht so wirklich klappen, denn die nette Blondine am Schalter hat nicht alle Vorabakkreditierungsformulare von uns gefunden, was natürlich wieder „viel“ Arbeit für sie bedeutete. Irgendwie hat es dann aber doch geklappt und wir machten uns auf die erste von vielen überfüllten Pressekonferenzen, die von Nintendo gehalten wurde. Unter subtropischen Bedingungen wurden Infos gesammelt, Fotos geschossen und wir amüsierten uns vor allem über die Statistiken der drei großen Konsolenhersteller: Angeblich berufen sich bei den Marktanteilen und anderen Sachen alle auf die Zahlen der gfk. Komisch ist dann allerdings, wenn alle Firmen andere Zahlen präsentieren. Mittendrin wurden wir zudem noch von einem großen Fernsehsender interviewed - Das ganze wurde in den Nachrichtensendungen des Konzerns zwischen Mittwoch und Freitag ausgestrahlt. Außerdem gab es zwischen den Pressekonferenzen ab und zu kurze Pausen, in denen ein kostenloses und leckeres Büffet für Journalisten serviert wurde. Nach der bhv-Pressekonferenz nutzten wir die freie Zeit, um uns ein wenig in den Hallen umzuschauen. Dieses Jahr waren neben dem Business- und Pressezentrum übrigens Halle 2-5 und die Glashalle belegt. So schauten wir uns beispielsweise die von Electronic Arts getunten „Need For Speed: Underground 2“-Karossen an und spielten ein paar Runden „Gran Tourismo 4“ am Sony-Stand, wo wir später auch an der Pressekonferenz teilnahmen. Diese zog sich sehr in die Länge, war aber gefüllt mit Highlights. So erhielten wir Freikarten für das Konzert der „Fantastischen 4“, welches am nächsten Tag stattfand und haben uns neben der eigentlichen Pressekonferenz von Prominenten wie Nikki Lauda oder Oliver Pocher unterhalten lassen. Am Abend veranstaltete Sony auch noch eine Art Eröffnungsparty, die wieder einmal mit perfektem Essen und Trinken bestückt war. Mittendrin vergnügten wir uns auch noch auf der Kartbahn, die ebenfalls auf der Games Convention 2004 zu finden war. Außerdem haben wir zwischendurch auch unsere Füße im „Messeteich“ erfrischt. Abends fanden wir vor allem den Straßenbahn-Kontrolleur witzig, der verdammt viel Respekt vor uns zeigte, da wir noch unsere Presseausweise umhängen hatten. Zurück in der Wohnung ging es ran an die Notizen für diese Reportage und an Vorbereitungen für die ersten Termine und Meetings am nächsten Tag. Letzte Fragen für Interviews wurden aufgeschrieben und gegebenfalls ins Englische übersetzt und außerdem haben wir uns alle noch einmal ein wenig detaillierter über die bevorstehenden Spiele informiert.
Tag 3 - Donnerstag, 19. August 2004: Pressekonferenzen Teil 2 und offizielle Eröffnung für alle Erstmals ausgeschlafen machten wir uns auf den Weg zum Pressezentrum der Games Convention, was wir uns zu diesem Zeitpunkt schon mehr oder weniger „angewöhnt“ haben. Dort angekommen machte sich die Anspannung vor den ersten Meetings und Terminen bei uns bemerkbar. Allerdings wurde das ganze durch die FIFA-Pressekonferenz aufgefrischt, auf der unter anderem 100 Jahre FIFA und der „FIFA Interactive World Cup 2004“ Themen waren. Kurz danach nutzen wir auch nochmals ausgiebig ein paar Stände vor Eröffnung für die Besucher aus. So wurden noch einmal Rennen in „Forza Motorsport“ und Spiele in „FIFA Football 2005“ am XBox-Stand veranstaltet. Carsten hat an diesem Tag so gut wie alles gegen die Kollegen gewonnen. Augenblicke danach war es aber auch schon so weit: Das erste Meeting für ein Interview bei der Games Convention 2004 stand an. Zuxxez hieß die Firma, „Earth 2160“ das Spiel und James Seaman der Verantwortliche PR-Manager. Also machten sich Julian und Carsten mit Interviewmaterial und Notizblock zum „Spaceship“ in der Glashalle, dem vereinbarten Treffpunkt. Dort wurde uns allerdings erzählt, dass wir James in der Halle am Stand vorfinden würden. Also machten wir uns zum Stand, wo uns allerdings schon schnell die Lust verging, denn bei einer derartigen Lautstärke und bei Frauen, die sich neben uns ausgezogen haben, grenzte die Interviewführung schon an den Rand unserer Kapazitäten. Dennoch haben wir das ganze irgendwie über die Runden gebracht und wie sich später herausstellte, war dies nicht das einzige Meeting, welches wir in Englisch und am Besucherstand ausführen mussten. Dennoch war die Stimmung gut, da es gleich danach zu den restlichen Pressekonferenzen für die GC 2004 ging. Diese waren an diesem noch nicht einmal so unmenschlich überfüllt wie am Tag zuvor, sodass auch ab und an ein kleiner „Plausch“ zwischen uns und Kollegen stattfinden konnte. Gegen Mittag teilten wir uns dann auf: Julian besuchte einige exklusive Entwicklerpräsentationen zu Spielen wie „Splinter Cell 3: Chaos Theory“ oder „Die Siedler 5: Das Erbe Der Könige“, während sich Philip und Carsten auf dem Weg zum Außenzelt von Nokia machten, welches sich später als eigenes „Nokia Business Center“ herausstellte. Bei allen von uns gab es lustige Gespräche mit wichtigen Personen und wir konnten viele Fragen stellen und teils exklusives Material herausarbeiten, welches wir nun nach und nach bei GamesEcke und N-Gage-Center veröffentlichen werden. Erst nach Bestellung des Essens im eigentlich Business Center, wo wir wieder gemeinsam waren, ist uns aufgefallen, dass die Nahrung im Presseclub doch eigentlich viel billiger ist, was uns in diesem Moment aber auch egal war. Den Rest des Tages nutzten wir neben weiteren Terminen zum Erkunden des Business Centers und der Besucherhallen, wo uns immer wieder erstaunt auffiel, wie gierig doch manche „Spieler“ sein können. Sicherlich würde sich so mancher für einen billigen Keyholder in eine Schlägerei begeben. Damit macht das GamesEcke-Netzwerk nun auch Schluss, denn parallel zu dieser Reportage und unseren Berichterstattungen haben wir ein Gewinnspiel gestartet, bei dem es die verschiedensten Merchandising-Artikel der unterschiedlichsten Publisher zu gewinnen gibt. Mit dieser tollen Überleitung geht es nun aber weiter zu unseren Erlebnissen an diesem Tag. Nach dem Messebetrieb wurden die Sachen abgelegt und es ging erneut zu einer weltweit bekannten FastFood-Kette, um unseren Magen ein wenig für das anstehende „Fanta 4“-Konzert aufzufüllen. Auf dem Weg zu letztgenannten Event musste Philip natürlich noch auffallen, dass er seine Freikarte vergessen hat. Also ging es für uns noch einmal zurück zur Wohnung, bevor wir uns im Getümmel des Konzerts wiederfanden, wo anfangs nette DJ’s auflegten. Generell war die Stimmung wieder grandios, was uns auch weitere Kollegen in kurzen Gesprächen bestätigten. Lediglich die Wartezeiten auf die Straßenbahn danach würden uns davon abhalten, noch einmal auf solch ein superbes Live-Konzert zu gehen. Wieder „zu Hause“ machten sich Julian und Philip langsam und müde in ihr „Bett“, während Carsten zum Glück noch in die Vorbereitungen für den nächsten Tag vertieft war - Einer musste es ja machen...
Tag 4 - Freitag, 20. August 2004: Der Tag der Emotionen Müde wie noch nie machten wir uns an Tag Nummer 4 zur GC. Auf dem Weg ging es zunächst wieder zum Bäcker unseres Vertrauens, wo wir an diesem Tage erstmals „Belegte Brötchen“ entdeckten und natürlich sofort zugriffen. Das Wetter meinte es übrigens einfach nicht gut mit uns, denn im krassen Gegensatz zum Pressetag regnete es in Strömen. Das hinderte uns aber auch nicht weiter, denn nach einem kurzen „Check-In“ im Pressezentrum führten wir unser mittlerweile alltägliches „FIFA Football 2005“- und „Forza Motorsport“-Redaktionsduell vor Eröffnung für Besucher am XBox-Stand aus. Das Spiel entschied Carsten und das Rennen Philip für sich. Letztgenannter machte sich hier wie nie zuvor durch seinen „Montoya-Fahrstil“ einen Namen. Gleich darauf ging es zu einem Meeting mit Florent Castelnerac, dem Chefentwickler von „Trackmania“ und dem Nachfolger „Trackmania: Sunrise“, um den es hier hauptsächlich ging. Hier wurden wir ein weiteres Mal von James Seaman von Zuxxez überrascht, der einfach mal dazwischenplatze und noch einmal jeden von uns mit schicken T-Shirts von „Earth 2160“ bediente. Nun ging es ein weiteres Mal in das Business Center, um dort bei gediegenem Ambiente am „Hamburg @ Work“-Stand ein paar Fischbrötchen zu verzehren und sich kurz darauf auch schon zum N-Gage-Presselunch zu machen. Hierbei kam für uns allerdings nichts interessantes heraus, da die dort preisgegebenen Informationen bei weitem nicht mit unserem Exklusivmaterial mithalten konnten, welches wir uns am Tag zuvor bei Nokia im Business-Center ergatterten. Die folgenden Termine handelten wir wiederum aufgeteilt: Während sich Philip und Julian weitere UbiSoft-Spiele im Business-Center präsentieren ließen, suchte Carsten verzweifelt nach Julia Gribonosova von Buka Entertainment, die ihm alle kommenden Spiele des Publishers vorstellen wollte. Letztendlich lief aber noch alles gut und Carsten konnte Julia an einem völlig anderem als dem vereinbarten Treffpunkt finden. Wieder zusammengefunden ging es ein erstes Mal an die von der Messe gestellten PC’s mit Internetanbindung, die allerdings restlos von den „Kameradenschweinen“ von GameVision.de belegt waren. Es schien wie eine Plage, denn gut fünf der sechs PC’s waren unter deren Kontrolle und sie weigerten sich auch noch vor uns und anderen Kollegen, den Platz zu verlassen. Nach einer guten Stunde Wartezeit war es dann aber endlich so weit: Wir konnten die User von N-Gage-Center erstmals mit topaktuellen Berichten von Nokias Auftritt auf der Games Convention versorgen. News wurden geschrieben, Screenshots und Videos hochgeladen, es wurde telefoniert und einige Artikel wurden vorbereitet - Das Ganze bis Feierabend, wo es zunächst zu einer beliebten Pizzakette ging. Dort konnten wir das Leben in vollsten Zügen genießen. Lediglich kleinere Schönheitsfehler störten unser Paradies: So musste Carsten mit zwei Gabeln essen und von allen Seiten des vollen Restaurants bekamen unsere Presseausweise erstaunte Blicke zugeworfen. Auf dem Heimweg ist uns aufgefallen, dass es die Bahn wirklich nicht gut mit uns meint, denn gerade unsere musste ausfallen, sodass wir ein weiteres Mal auf die Straßenbahn umsteigen mussten. „Zu Hause“ testeten wir erstmals das an diesem Tage erhaltene Fußplege-Set, welches einem „Journalisten-Survival-Kit“ beigelegt war. Außerdem wurde wie gewohnt eine Runde Karten gespielt und es wurden wieder Vorbereitungen für die Interviews und Meetings am nächsten Tag gemacht. Das ganze wurde durch einen „Mafioso-Redestil“ von Julian und Carsten aufgefrischt, der Philip anscheinend ziemlich auf die Nerven ging, was die anderen beiden aber nicht weiter störte.
Tag 5 - Samstag, 21. August 2004: Besucher „en masse“ Ein wenig zu spät machten wir uns an diesem Samstag auf zur Neuen Messe Leipzig. Grobe Erinnerungen an letztes Jahr überschatteten die Freude, denn an diesem Tage würden die Hallen höchstwahrscheinlich wieder überfüllt sein. Da aus dem geplanten „Need For Speed: Underground 2“-Morgen nichts wurde, da die getunten Karossen aufgrund der frühen Glasshallenöffnung bereits belegt waren, nutzten wir die Zeit bis zur offiziellen Eröffnung wieder einmal für ein paar schnelle Runden „FIFA Football 2005“ und „Forza Motorsport“. In der Tat kam es im Laufe des Tages soweit, dass das freie Bewegen in den Hallen nahezu unmöglich war. Zum Glück haben uns die Firmen an diesem Tag von Terminen an irgendwelchen Ständen bewahrt, sodass wir alles bei gediegenem Ambiente im Business Center erledigen konnten. Allerdings liefen nicht alle Meetings reibungslos, da wir die Verantwortlichen von Schanz Interactive bezüglich den neuen Titeln „Diabolique“ und „Aurora Watching“ beispielsweise gar nicht vorgefunden haben und telefonisch auch nicht erreichen konnten. Dafür liefen die anderen umso besser, da wir hier und da auch noch einmal auf eine Präsentation eingeladen worden sind, was zwar mehr Arbeit für uns bedeutet, letztendlich aber besser für euch und natürlich auch für uns ist. Hin und wieder wagten wir uns auch einen Blick in die Hallen zu werfen, aber es war wirklich unmöglich und genau an diesem Tage waren wir richtig froh darüber, dass es das Business- und das Pressezentrum gibt. Dafür fanden wir es umso schlimmer, dass die Messeleitung fast den ganzen Tag den eigentlichen Pressedurchgang für die beiden Zentren auch für Besucher öffnete, da es ansonsten womöglich zur „Verstopfung“ käme. Erwähnenswert an diesem Tage fanden wir vor allem auch die Business Center-Rezeption von Konami, einem japanischen Publisher, der sich immer mehr am PC-Markt engagiert. So wurde uns dort gepredigt, dass jene Firma einen weiteren Stand im Pressezentrum hat, was wir für unmöglich hielten. Angeblich würde dort ein PR-Manager auf nicht vorher vereinbarte Journalisten wie uns warten. Leider gab es dieses „Paradies“ nicht und unsere Vermutungen bestätigten sich. Interessant fanden wir vor allem auch die Reaktionen der Verantwortlichen im Pressezentrum, die relativ verärgert antworteten: „Konami, Nintendo. Ich glaub’s ja nicht. Verdonnern einfach irgendwelche Journalisten zu imaginären Ständen hier im Pressezentrum“. Nach dem ganzen Rummel machten wir uns gegen Abend extra für euch noch einmal an die PC’s, wofür wir an diesem Tage nicht ganz so lange warten mussten. In den Hallen tummelten sich derweil immernoch tausende von Spielern, da sie am Samstag traditionell bis 21:00h geöffnet waren. Nach dem Essen war es erstaunlich kalt in Leipzig. Aufgefallen sind uns auch ganze Reihen von Junkies, die womöglich unterwegs zu irgendeinem Konzert waren. Bereits in der Wohnung war dann die Freude groß: Ein letztes Mal Vorbereitungen für den nächsten Tag machen und das Schlimmste hatten wir bereits hinter uns.
Tag 6 - Sonntag, 22. August 2004: Die Ereignisse überschlagen sich Am letzten Tag unseres Aufenthalts in Leipzig plagte uns immernoch die Müdigkeit. Allerdings war dieses Problem nur noch halb so schlimm, da die nächste Nacht wieder im eigenen, kuschligen Bett verbracht werden würde. Unser Weg zur Messe verlief natürlich nicht ohne Komplikationen - Wie sollte es auch anders sein. So hatte der Bäcker unseres Vertrauens zu, was wir aufgrund des Wochentages auch nachvollziehen konnten. Am Rande der Verzweiflung entdeckten wir in der Nähe der Straßenbahnstation allerdings noch einen anderenen Bäcker, der zwar nicht an die Qualität des vorigen heranreichte, aber dennoch besser als überhaupt nichts war. Auf der Fahrt fiel uns auch die derweilige „Bild“-Titelseite ins Auge, in der von den „Amok-Wespen“ die Rede war, was wir ein wenig übertrieben fanden, aber das ist eben der Schreibstil dieser Zeitung. Neben den klassischen „Spielchen“ am XBox-Stand machten wir uns an diesem Morgen auch erstmals an „Halo 2“. Interessanter Titel, auf jeden Fall. Nur Schade, dass er vermutlich nicht auf PC erscheinen wird. Kurz nach Eröffnung für die Besucher ging es dann zu unserem Termin bei Vivendi Universal Games/Blizzard - Sicherlich hatten die beiden Firmen mit „World Of Warcraft“ eines der Highlights der GC 2004 im Portfolio. Nach ausgiebigen Anspielen und einer netten Präsentation direkt von einem Blizzard-Mitarbeiter hatten wir genügend (exklusives) Material für unser kommendes Preview gesammelt und machten uns auf dem Weg in das Business Center, wo weitere Termine anstanden. Dazwischen haben wir weiterhin fleißig Preise für unser GC-Gewinnspiel gesammelt und waren auch wieder am PC, um euch mit den neuesten Infos zu versorgen. Allerdings fanden wir kein geeignetes Videoschneideprogramm vor, sodass wir euch einige der gefilmten Trailer erst im Nachhinein anbieten konnten. Das war es dann auch schon: Knapp 50 Termine und zig zufällige Präsentationen und Anspielsituationen waren endlich geschafft. Dies wurde in der Straßenbahn umso mehr realisiert und mit Getränken angestoßen. Allerdings wurde das nette Scheinbild von einigen „Freaks“ gestört, die sich doch tatsächlich in unserer Gegenwart über die mögliche „unendliche Beschleunigung einer Straßenbahn“ unterhielten. Weiterhin wurden die Ereignisse von einigen Platzproblemen unsererseits überschattet, denn wir hätten nie gedacht, dass wir so viele Pressemappen und Goodies bekämen, dass unsere Köffer quasi überfüllt zum Check-In am Flughaffen gehen würden. Wir hätten auch nie gedacht, dass unser Zug zum Flughafen ausfallen würde, aber die Aufregung hielt sich in Grenzen, denn schließlich hatten wir es mit der Bahn zu tun, bei der wir schon viel schlimmere Erlebnisse „feierten“. Immerhin wurde uns dieses Mal als kostenloser „Ersatz“ für das Zugticket eine Taxifahrt zum Flughafen arrangiert. Ansonsten verlief der Rest im großen und ganzen ohne Komplikationen. Sicherlich plagte uns die Müdigkeit, aber es war ja nicht mehr lange bis zu Hause. Allerdings wurden wir ein weiteres Mal von der Lufthansa enttäuscht - Dieses Mal sogar nicht wegen dem Flugzeug, mit dem wir uns zu dieser Zeit schon angefreundet haben, denn das Personal hat es doch während des Fluges tatsächlich nicht geschafft, alle Gäste mit „Nahrung“ zu bedienen. „Wahnsinn“, dachten wir uns, aber das ganze wurde nochmals getoppt, denn bei der Kofferherausgabe konnten wir zunächst ewig auf jenen von Julian warten, bis sich herausstellte, dass dieser auf einem ganz anderen Band mit Herkunft Helsinki herauskam. Nun ja, ein gelungener Abschluss also. Und seit diesem Zeitpunkt stecken wir extra viel Arbeit in das GamesEcke-Netzwerk, um euch weiterhin mit aktuellen News und Testberichten und natürlich auch mit dieser Reportage und massig Berichterstattung und Vorschauen von der GC 2004 zu versorgen.
5 „prominente“ Stimmen zur Games Convention „I like this exhibition. We haven’t an own area, but I hope we will match this for next year.”, Julia Gribonosova, PR- und Marketing Manager bei Buka Entertainment. „Games Convention is quite cool.“, Michal Sokolski, Art Director bei City Interactive. “I like Games Convention. It is also very interesting, how the German market grows.”, Abbass Hussain, PR- und Marketing Assistant Manager bei Square Enix. „Es ist cool, aber viel zu laut hier. Mir scheint, als würden die einzelnen Personen eine Art Wettbewerb um den lautesten Stand austragen.”, Christian Uchner, Marketing Analyst bei Modulum. „Es ist echt schlimm, was hier abgeht. Ihr tut mir Leid, wenn ihr auch Termine an den Ständen hattet. Hier im Business Center ist es doch viel besser.“, Martin Jässing, Geschäftsführer bei Master Creating.
Persönliches Fazit von Julian Ich war dieses Jahr das erste Mal dabei und muss sagen, dass die Games Convention in großen und ganzen wirklich eine tolle und große Messe ist. Als Pressevertreter geht es einem da natürlich gleich doppelt so gut, denn die Besucher hatten es teilweise wirklich nicht einfach. Ich bin auch dafür, nächstes Jahr mehr Ausstellungsfläche freizugeben und dabei die Lautstärke der einzelnen Stände zu begrenzen. Ansonsten würde ich diese Messe wohl nicht an Tagen wie Samstag besuchen, da es sich einfach nicht lohnt, denn wer will schon in überfüllten Hallen teilweise Stunden warten, um ein Spiel anzocken zu können?
Persönliches Fazit von Philip Insgesamt gesehen war auch die diesjährige Games Convention wieder ein voller Erfolg. Mehr Aussteller, mehr Fläche et cetera - Die GC 2003 wurden eben nochmals getoppt. Neben allem positiven, was es derzeit über die GC zu hören gibt, muss ich aber leider die Promoter an den einzelnen Ständen etwas bemängeln. Um es ganz klar zusagen (natürlich auch mit Ausnahmen) waren die Promoter an vielen Ständen einfach eine Katastrophe. Keine Ahnung von Spielen, die sie eigentlich anpreisen sollten und auch anscheinend keine vorhandene Motivation, sich mit den Massen an Besuchern zu beschäftigen stellten die größten Probleme auf der GC 2004 dar. Der Gipfel an ‚Inkompetenz’ war ein Promoter, der für eine der führenden Konsolen der Welt (deren kennzeichnende Farbe grün ist, um nichts näheres zu verraten), zuständig war. Der nette Mann hatte die Aufgabe, den ab 16 Jahren freigegebenen Raum für Minderjährige nicht zugägnlich zu machen, aber wusste tatsächlich nicht, was die grünen, blauen und roten Bändchen der Besucher zu bedeuten haben. Ich denke an diesem Beispiel könnt ihr sehr deutlich erkennen, dass die Aussteller in dieser Hinsicht noch einges zu tun haben. Ich hoffe vor allem auch, dass die Projektleitung das nächste Jahr alle Hallen für die Spielemesse freigibt und eventuell die Preise pro Quadratmeter senkt, sodass wir eine insgesamt größere Veranstaltung hätten, in der sich die Besucher aber wenigstens noch bewegen könnten.
Persönliches Fazit von Carsten Die Games Convention beeindruckt mich immer wieder. Im Vorhinein hatte ich aufgrund des ganzen Stress und der vielen und mühsamen Arbeit überhaupt keine Lust mehr nach Leipzig zu fahren, aber die vielen Events, Partys, Leute und Stände beeindrucken mich immer wieder. Nur deswegen nehme ich auch die viele Arbeit und den enormen Aufwand in Kauf, den ich mit der GC verbinde. Es tut ab und an einfach auch gut, solch eine riesige Messe „live“ mitzuerleben und ich bin stolz, dass bis jetzt doch alles so gut geklappt hat. Jetzt müsste die Messe nur noch nach Frankfurt verschoben werden...
Schlusswort Das war es also mit der Games Convention 2004 und auch mit unserer Reportage. Und, seid ihr auch unserer Meinung und findet, dass so etwas viel spannender und interessanter ist, als ein öder Messebericht? Die knapp 4.500 Wörter haben uns zwar bei weitem mehr Arbeit gekostet, aber die war es nach uns auf jeden Fall wert. Besser als unser Bericht von der Games Convention 2003 war es doch allemal oder? Außerdem habt ihr nun wie gewünscht auch endlich Einblicke in das verrückte Team des GamesEcke.de PC Online Magazins bekommen. Für alle von euch, die immernoch etwas zu meckern haben, gibt es noch das Forum - Oder ihr kontaktiert uns ganz einfach mit Feedback via E-Mail. Also dann, bis zum nächsten Mal: 18. - 21. August, Leipzig wir kommen...
AUTOR: Carsten 30.08.2004, 22:44h
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