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Nachdem KochMedia (Label: fantastic.tv) eher kläglich mit „Move2Play“ als „Eye Toy“-Klon für den PC scheiterte, versucht sich nun bhv (Label: Rebel Games) in Zusammenarbeit mit Philips und den Entwicklern von Dude Development an der interaktiven Unterhaltungswelt. Bei „Camgoo Campack“ handelt es sich ähnlich wie bei „Move2Play“ auf Wunsch um eine Zusammenstellung aus Webcam und interaktiven Mini-Spielen. „Camgoo Sixplay“ hingegen bietet euch für einen geringeren Preis die ersten sechs erhältlichen Spiele für die Technologie. Wir haben uns vor allem auf letztgenanntes Paket fokussiert und verraten euch nun in einem Special, ob sich eine Anschaffung auch wirklich lohnt und ob der direkte Konkurrent „Move2Play“ geschlagen wurde.
Moderne Unterhaltung Wie bereits angesprochen, könnt ihr auch bei „Camgoo“ ähnlich wie bei „Move2Play“ zwischen einem Paket inklusive und einem selbigen ohne Webcam wählen. Letzteres Angebot („Camgoo Sixplay“) für unverbindliche 29,99€ solltet ihr allerdings nur nutzen, falls ihr eine Webcam mit einer Auflösung von VGA-Qualität besitzt (640x480 Pixel). Erstere und auch die empfohlene Möglichkeit lautet „Camgoo Campack“ und bietet euch für unverbindliche 49,99€ die sechs Spiele (zu denen wir später noch kommen werden) und außerdem eine hochwertige Webcam von Philips. Diese wird über die USB-Technologie mit dem PC verbunden und ist leicht zu installieren und lässt sich ebenfalls simpel in der Nähe des Monitors platzieren. Für Anfänger unter euch ist noch einmal ein knappes Handbuch beigelegt, welches euch die wichtigsten Schritte bei Installation und Montage erklärt. Ähnlich wie die Cam von „Move2Play“ erreicht sie eine Auflösung von maximal 640x480 Pixeln bei bis zu 30 fps (Bildern pro Sekunde). Natürlich könnt ihr sie auch anderwertig nutzen, um zum Beispiel Videochats oder Ähnliches über das Internet durchzuführen. Von außen besteht die Cam größtenteils aus einfachem Plastik, geprägt durch einen standarisierten Grauton.
„Ich bin drin...“ Habt ihr die technischen Grundvoraussetzungen gemeistert, so könnt ihr auch schon loslegen. Im erworbenen Paket erwarten euch wie schon erwähnt sechs Spiele, was genau wie bei „Move2Play“ im Vergleich zu „Eye Toy“ auf der PlayStation 2 sehr mager aussieht. Die Mini-Spiele verteidigen dabei ihren Namen auch mit aller Ehre, denn mehr als ein besagter „Zeitvertreib“ erwartet euch nun wirklich nicht. Titel wie „Beatmaster“, „Cam Kong“ oder auch „Box A Bot“ verraten bereits viel über das Spielprinzip. Mal müsst ihr etwas mit euren Händen oder Füßen zerstören, mal etwas zum richtigen Zeitpunkt oder Rhytmus berühren. Die Spiele von „Camgoo“ beschränken sich dabei wirklich nur auf sparsame und abgeschaute „Eye Toy“-Kost - Etwas wirklich Innovatives ist nicht dabei. Einen entscheidenden Vorteil hat „Camgoo“ aber ganz klar im Bereich Multiplayer: Diesen könnt ihr mit bis zu 16 Spielern mit den verschiedensten Möglichkeiten bestreiten. Auch wenn ihr nur die Mini-Spiele aus dem Singleplayer verwenden könnt, ist Partyspaß garantiert. Die Kameraempfindlichkeit geht in Ordnung. Sicherlich ist ein heller und großer, möglichst wenig möbelierter Raum das Optimum, aber Dank einer automatischen Kalibrierung am Anfang des Spiels und den verschiedensten Optionen könnt ihr fast jederorts ein einigermaßen faires „Camgoo“-Erlebnis feiern. Schade ist, dass die Steuerung ausschließlich per „Hand“ erfolgt. Wenigstens die Einstellungen zu Anfang des Spiels hätten die Entwickler auf Maus oder Tastatur legen können.
Knapp daneben ist auch vorbei Die Verantwortlichen von „Camgoo“ können sich glücklich schätzen, dass es sich hierbei um ein Special und nicht um ein gewöhnliches Review von uns handelt, denn die Technik des Titels ist wirklich alles andere als toll. „Move2Play“ wurde zwar bei weitem übertroffen und „Camgoo“ teilweise auch an „Eye Toy“ heran, aber um euch Spieler zu beeindrucken, wird es wohl kaum ausreichen. Immerhin ist die Grafik fast komplett in 3D und mit einigen netten Gimmicks aufgefrischt. Hauptbild bleibt aber euer eigenes, denn schließlich seid ihr und euer Cambild der Hauptbestandteil des Spiels. Beim Sound sieht es ähnlich aus: Während der Soundtrack eher als „Spielspaßbremse“ angesehen werden kann, überzeugen die Soundeffekte durchaus.
Fazit In der aktuellen Verfassung können wir „Camgoo“ nur an „Eye Toy“-Interessierte unter euch empfehlen, die keine PlayStation 2 besitzen. Der Titel setzt sich klar gegen den direkten Konkurrenten „Move2Play“ durch, ist aber noch lange nicht perfekt und kommt aufgrund des lästigen Umfangs nicht an “Eye Toy” heran. Mangels weiterer Konkurrenz können wir euch das „Camgoo Campack“ aber durchaus empfehlen, denn ein Kauf dieser Möglichkeit lohnt sich auf jeden Fall auch für Leute von euch, die noch keine Webcam besitzen.
AUTOR: Carsten 14.10.2004, 17:24h
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