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Special: Armed & Dangerous Review (XBox)

"Armed & Dangerous" von den Publishern Activision und Lucas Arts ist ein klassischer Ego-Shooter für Jedermann. Ihr kämpft beispielsweise gegen nicht gerade sehr schlaue Grunzer und starke große Roboter und lasst einfach nur noch die Kugeln fliegen. Die Entwickler der Planet Moon Studios haben sich seit „Giants“ mal wieder heftig ins Zeug gelegt und mit "Armed & Dangerous" ein Spiel herausgebracht, das sich auch durch eine lustige Story und abgedrehte Charaktere auszeichnen kann. Wir haben nun, als kleines Special für euch, auch die XBox-Version ordentlich durchgetestet und verraten euch, ob sie sich mehr lohnt als die auf dem PC - Aber keine Angst, ein Konsolen-Magazin werden wir jetzt nicht ;-).

Die Rebellen kommen
In "Armed & Dangerous" geht es um die sogenannten Löwenherzen, die aus 3 Rebellen bestehen und im Land Milola leben. Ihr spielt Rom, einen dieser 3 Rebellen. Q und Jonesy begleiten euch auf eurer Reise. Anfangs habt ihr den Auftrag einen kleinen stinkenden Kerl namens Rexus zu suchen, da er sich an geheimen Orten sehr gut auskennt und über viele geheime Sachen Bescheid weiß. Unter anderem seid ihr und eure treuen Gefährten auch auf der Suche nach einem bestimmten Buch, dass ihr vor dem bösen König bekommen haben solltet, da ihr mit dessen Hilfe später den fiesen König besiegen sollt. Auf eurer Reise durch die ganze Welt begegnet ihr vielen "bösen" Feinden, die eigentlich manchmal viel dümmer als böse sind. Die Story wird von Mission zu Mission mit Zwischensequenzen weitergeführt und ist mit viel Humor gespickt.

Nicht von schlechten Eltern
In "Armed & Dangerous" gibt es zwar in jedem Level fast identische Missionsziele, was aber überhaupt nicht schlimm ist, da euch bei so einer witzigen Story und so atemberaubenden Gefechten gar nicht langweilig werden kann. Ihr müsst meistens hilflose Bauern aus den Klauen böser Grunzer befreien und sie dann zurück nach Hause bringen oder ihr sitzt in einem Geschütz und müsst Armeen von tausenden Grunzern abwehren, die versuchen, die Stadt oder das Dorf, das ihr bewacht, zu zerstören. Noch eins der beliebten Missionsziele von "Armed & Dangerous“ ist, extra makierte Häuser zu zerstören, um eure Feinde abzulenken oder um den König einfach eins auszuwischen. Um diese Missionen auch zu schaffen, braucht ihr natürlich Waffen und davon gibt es in diesem Spiel jede Menge. Ein sehr schönes Bespiel für die unzähligen und monströsen Waffen ist die Hai-End-Kanone, die, sobald ihr sie abgefeuert habt, einen Hai unter der Erde schwimmen lässt, der sich dann einzeln die Grunzer von unten schnappt. Aber nicht die einzelnen Gewehre oder Kanonen verhelfen euch zum Sieg, sondern auch die gefährlichen Minen oder Bomben. So gibt es zum Beispiel die "Kleinstes Schwarzes Loch Der Welt"-Bombe, die, wenn ihr sie benutzt, ein kleines schwarzes Loch erstellt und alles aufsaugt, was nicht nagelfest ist, so kann es auch schon mal passieren, dass neben euren Gegner selbst Teile der Umgebung wie Bäume miteingesaugt werden. Sogar ihr als Rom und eure Rebellenfreunde haben Probleme dem schwarzen Loch zu entweichen. Das könnt ihr beispielsweise an Jonesy sehen, der sich dann immer auf dem Boden festhalten muss und schon so gut wie mit seinen Beinen im schwarzen Loch hängt.
Wie bereits aus anderen Spielen bekannt, könnt ihr in „Armed & Dangerous“ auch Cheats und weitere Spielmodi im Laufe des Spiels freischalten. Ihr bekommt sie zum Beispiel, indem ihr in den Leveln Gegenstände findet, die aber meistens relativ gut versteckt sind. Dafür winken euch dann auch sehr humorvolle Cheats, wie der „Dickkopfmacher“, der, wie der Name schon verrät, allen fette Köpfe verpasst. An Spielmodi könnt ihr unter anderem weitere Schwierigkeitsgrade freispielen, wobei wir euch hier auch nicht viel mehr verraten wollen.

Luftangriff
Ein sehr schönes Feature von "Armed & Dangerous" ist das Jetpack. Mit dem Jetpack seid ihr flink unterwegs und könnt eure Gegner auf dem Boden leicht besiegen. Aber auch Kämpfe gegen Gegner, die auch ein Jetpack haben, sind sehr eindrucksvoll, da ihr im Fliegen auch gleichzeitig die anderen abschießen könnt und durch diese zusätzliche Steuerungsbindung natürlich alles noch viel hektischer wirkt. Was böse werden kann, ist, wenn ihr selbst kein Jetpack habt und dann aus der Luft angegriffen werdet oder wenn ihr kein Sniper-Gewehr habt und es überall nur von bösen Gegnern mit dieser Wumme riecht. Zwar sind die Grunzer, die ihr eigentlich dauerhaft bekämpft, nicht die Schlausten und gefährlichsten, doch an den schweren Maschinen-oder Granatenwerfergeschützen doch eine sehr hohe Belastung da diese Geräte doch einen erheblichen Schaden anrichten. Sobald ihr allerdings zu nah an ihnen dran seid, verlassen sie ihre Geschütze und versuchen es wieder auf die normale Weise, was ihnen nicht wirklich weiterhilft, da die KI insgesamt ein wenig misslungen ist, was aber gar nicht weiter auffällt, da die Kämpfe meistens sowieso auf Massenschlachten hinauslaufen.
Was auch noch sehr wichtig für den Spielverlauf ist, sind die verschiedenen Kneipen, die so gut wie in jedem Level enthalten sind. In den Kneipen können eure Rebellenfreunde neu auftanken, das heißt sie haben wieder volle Energie und ausreichend Munition. Außerdem könnt ihr in diesen Kneipen auch eure Waffen gegen andere austauschen. Dazu könnt ihr euch dort auch noch verschiedene Bomben kaufen, falls ihr sie nicht gerade schon habt. Was noch ein kleines Hilfsmittel für euch ist, sind die Pulverfässer. Wenn ihr auf sie schießt, explodieren sie logischerweise und reißen so manches Haus mit oder ohne Grunzer mit sich.

Wie eine Achterbahnfahrt
"Armed & Dangerous" glänzt mit einer Spitzen-Grafik, die durch besondere Features wie realistischen Sachschaden von Häusern und sonstigen Gegenständen oder sehr scharfe Texturen dargestellt wird. Sehr schön anzusehen sind beispielsweise die einzelnen Charaktere und auch ihre Animationen. Auch die Weitsicht ist überragend. Lediglich die Auflösung ist im Gegensatz zur PC-Version schwach, Konsolenspieler unter euch dürften dies aber gewohnt sein. Die einzelnen Videosequenzen, die nach jedem geschafften Level kommen und die Story weiterführen, finden wir jedoch genau wie die karge Landschaft verbesserungwürdig.
Das Spiel ist komplett auf Deutsch und wurde an einigen Stellen zensiert, sodass es mit der USK 16-Einstufung in den deutschen Handel kommt.
Leider gibt es keine wirkliche Hintergrundmusik im Spiel, was aber eigentlich auch nicht weiter stört, denn bei solch einem typischen Ego-Shooter reichen die recht gelungenen Soundeffekte und die ebenfalls gute Sprachausgabe und die leichten, bei Kämpfen stärker werdenden Klänge, reichen allemal aus.
Auch die Steuerung ist recht solide gelungen und entspricht dem XBox-Ego-Shooter-Standard. Weiterer Vorteil gegenüber der PC-Version ist die XBox-Live-Unterstützung.

Pro
- Alles in allem schöne Grafik
- Lustige Story
- Viel zum Freispielen
- Großes Waffenarsenal
- Gute Lokalisation
- Saubere Sounds
- XBox-Live-Unterstützung

Contra
- Kaum Abwechslung
- Schwache KI
- Karge Landschaften

Fazit
“Armed & Dangerous” ist auch auf XBox ein gelungener Ego-Shooter mit sauberer Technik und einer lustigen Story. Allerdings können wir das Spiel auch wirklich nur Fans von purer Action empfehlen, Taktiker unter euch sollten lieber zu anderen Alternativen greifen. Gegenüber der PC-Version hat diese außerdem leicht den Kürzeren gezogen.

AUTOR: Martin 08.03.2004, 20:05h

SCREENSHOTS


WERTUNG & WEITERE INFORMATIONEN

                            

Entwickler

Vertrieb

Sprache

Preis

Medium

USK

Einkaufen

Testsystem

Planet Moon Studios

Activision

Deutsch

59,99€

1 XBOX-
DVD

16

XBox

GRAFIK:

 81%


SOUND:

 78%


GAMEPLAY:

 78%


GESAMT:

 79%

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