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Red Faction II

Die Mauer muss weg! - Ist es jetzt mit der Geomod Engine endlich realistisch möglich?
Eine neuartige, auf dem Mars entwickelte Nano-Technologie wurde gestohlen und zur Erde gebracht, nur um sie dann von einem hochbegabten Sprengstoffexperten namens Alias erneut für das Commonwealth klauen zu lassen. Der Kanzler des Commonwealth, Sopot, verwendete diese dazu, um superstarke Elitesoldaten zu züchten. Dazu wertete er viele Eigenschaften seiner Soldaten auf: Stärke, Intelligenz und Schnelligkeit. Alias gehörte auch dazu. Doch dann merkte er erst, wie stark seine Soldaten doch waren, er begann sie zu fürchten. Nach und nach ließ er seine einsten Nationalhelden systematisch als Verräter umbringen. Doch Alias und ein paar andere überlebten. Sie schlossen sich der Red Faction, einer Wiederstandsinitiative, an.
In Red Faction II spielt ihr Alias, stetig dem einen Ziel entgegenstrebend: Sopot den garaus zu machen.

Dumme Massen
In guter Serious Sam Manier bewegt man sich meistens zu Fuß gegen heranströmende Gegnermassen ballernd durch die Levels, wobei man von einem Team von mitkämpfern, die von der KI gesteuert werden, unterstützt werden. Wo wir auch schon bei dem ersten Kritikpunkt angelangt wären. Die KI verhält sich keineswegs zeitgemäß und genau so unrealistisch. Nicht mal auf der höchsten Schwierigkeitsstufe kriegen es die Gegner hin, euch auf sehr nahe Distanz auch nur zu verwunden, geschweige denn, euch zu töten. Genau so ist es, wenn die Gegner versuchen in Deckung zu gehen, was allerhöchstens für eine halbe Sekunde tun, nur um euch danach wieder direkt vor die Flinte zu laufen. Dieser Kritikpunkt fällt aber nicht weiter auf, weil man ständig damit beschäftigt ist, neue heranströmende Gegnermassen abzuschlachten.

Realistischer durch Geomod? - Nicht im Geringsten!
Die von den Entwicklern hochgelobte Geomod Engine macht das Spiel nicht realistischer - ganz im Gegenteil! Oft passiert es, dass man den unteren Teil einer Mauer zerstört, der Obere aber regungslos in der Luft bleibt. Auch die Grafik ist nicht mehr zeitgemäß, Texturen sind monoton, langweilig und detailarm, wodurch die Objekte verwaschen wirken, was sich vor allem deutlich mit schlechteren Auflösungen zeigt. Außerdem sind Objekte lieblos gemacht, bestehen nur aus wenigen Polygonen und die Charakter Animationen wirken teilweise marionettenhaft. Oft sieht die Grafik sehr danach aus als wäre sie mit der Cell Shading Technologie gemacht worden, was vor allem bei den Zwischensequenzen, die die Story vorantreiben stark auffällt.

Nicht ohne Spielspaß!
Red Faction II ist aber trotzdem im großen und ganzen kein schlechtes Spiel, es macht viel Spaß, sich mit dem Raketenwerfer durch die Wände zu Arbeiten (was manchmal ziemlich spektakulär aussieht) und dabei auch noch die Gegnermassen niederzumähen oder mal im Helikopter, U-Boot oder Kampfanzug auf Gegnerjagd zu gehen. Auch die Story ist interessant und durch die gute Sprachausgabe (obwohl oft sehr unsynchron) interessant mitzuerleben. Was aber eher als guter Scherz zu verstehen ist, sind die auf der Packung versprochenen unterschiedlichen Enden, die alle die selbe Videosequenz haben und sich nur durch den Erzählertext unterscheiden. Schade ist auch, dass man den Spannenden Botmatch Modus mit seinen vielen verschiedenen Varianten nicht auch mit anderen Spielern per Netzwerk oder Internet spielen kann. Durch individuell einstellbare Bots kann auch dieser Modus für viele Stunden Spielspaß sorgen.
Das das Spiel eine Konsolenumsetzung ist, merkt man an dem sehr unkomfortablen Menü, der sinnlosen Speicherfunktion (es wird automatisch bei Levelabschnitten gespeichert, der Fortschritt geht allerdings bei beenden des Spiels verloren, was heißt das man das Level wieder von Anfang an spielen kann) und an den gelegentlichen Performance-Problemen.

Pro
- Sound und Sprachausgabe
- Story
- Teilweise schöne Explosionseffekte
- Viele Waffen, viele Gegner
- Botmatch Modus mit individuell einstellbaren Bots
- Abwechslungsreiche Missionen
- Zwischensequenzen, die die Story vorantreiben
- Preis (19.99€)

Contra
- Miese Grafik
- Konsolenangelehnte Speicherfuktion
- Konsolenangelehntes Menü
- Dumme KI
- Spiel ist nicht an den ersten Teil angelehnt
- Geomod Engine wieder nur zu selten genutzt
- Kein Multiplayer Modus

Fazit
Red Faction II ist kein Toptitel, dies stand aber schon vorher fest. Und wenn man sich erstmal an die bedürftige Grafik gewöhnt hat, dann kann das Spiel auch richtig Spaß machen! Ok, viele Abschnitte im Spiel könnte man als modernes "Space Invaders" bezeichnen, weil es im großen und ganzen dem selben Konzept folgt (Gegner kommen, werden abgefertigt, neue Gegner kommen...). Auch der "Regime" Modus im Botmatch hat mir viel Spaß gemacht(er erinnert ein wenig an den "The Man with the Golden Gun" Modus aus dem N64 Spiel Goldeneye^^). Wer den Vorgänger mochte, dem wird dieses Spiel wohl auch gefallen.

Kommentar von Carsten
Mir hat Red Faction 2 gut gefallen. Vor allem die abwechslungsreichen Level, in denen man mal im Helikopter, mal im Battlemech oder einfach zu Fuß mit purer Waffengewalt durch die linearen und eintönigen Gebäude und Landschaften eilte, haben mir persönlich trotz allem viel Spaß gemacht. Grafik ist eben nicht alles - Auch eine gute Story kann ein Spiel ausmachen.
Enttäuscht wurde ich allerdings durch den fehlenden Multiplayer Modus, denn dieser war für mich DAS Highlight des Vorgängers.
Alles in allem ist Red Faction 2 ein preiswerter Aufguß zum ebenfalls nicht überragendem ersten Teil.


AUTOR: Alex 15.06.2003, 20:17 Uhr

SCREENSHOTS



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

WERTUNG & WEITERE INFORMATIONEN

                            

Entwickler

Vertrieb

Sprache

Preis

Medium

USK

Einkaufen

Testsystem

Outrage Games & Volition

THQ

Deutsch

19.99€

2 CD’s

16

P4 1,8 , GeForce 3, 768 MB RAM

GRAFIK:

 66%


SOUND:

 80%


GAMEPLAY:

 73%


GESAMT:

 76%

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