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Radsport Manager 2004-2005

Die Entwickler von Cyanide und der für die deutschsprachigen Länder zuständige Publisher dtp beschehren uns auch dieses Jahr wieder den neuen „Radsport Manager“ mit dem Untertitel „2004-2005“. Mehr Lizenzen, mehr Möglichkeiten und generell mehr Spielspaß wurden uns bereits im Vorfeld versprochen, doch ob ihr von diesem Titel wirklich mehr erwarten könnt, als von dem überraschend soliden Vorgänger, erfahrt ihr nun im folgenden Test, denn wir haben uns auch dieses Spiel genauer angesehen.

(Fast) alles beim Alten
Generell ist der „Radsport Manager 2004-2005“ wie sein Vorgänger aufgebaut. Neben dem Multiplayer, der über LAN oder Internet ausgeführt werden kann, stehen euch im Singleplayer wieder der Karrieremodus und die Einzelherausforderungen zur Verfügung. Insgesamt 45 Rundfahrten und 60 Eintagesveranstaltungen warten auf euch und eure Fahrer - Weit mehr als noch im „Radsport Manager 2003-2004“. Entscheidet ihr euch wie empfohlen zunächst für den Karrieremodus, übernehmt ihr die Kontrolle über eines der 40 Top-Teams des internationalen Radsports und führt eure ehrgeizigen Talente über kleine Rennen an die Weltspitze. Ähnlich wie bei den Fußball-Managern kümmert ihr euch um den Einkauf der Ausrüstung, um die Planung und die Strategie für die Rennen, um den Transfermarkt oder auch um das Training. Eure Fahrer verfügen hierbei auch wieder um Fähigkeiten, deren System bei diesem Teil der „Radsport Manager“-Reihe ein weiteres Mal verbessert worden ist. Desweiteren müsst ihr wie im echten Leben immer mehr Dinge wie zum Beispiel Kosten oder Wetter beachten, was den Titel um einiges realistischer macht. Eine Vielzahl an zu erledigenden Aufgaben frischt euer Managerleben auf dem Weg zum großen Ruhm dabei immer wieder auf.

Ulle gegen Lance
Im Menü hat sich nichts grundlegegendes geändert: Ihr könnt eure Fahrer lediglich ins Trainingslager schicken. Außerdem hat sich das Design ein wenig verändert. So erwarten euch keine kantigen Menüs mehr - Alles ist optisch ansprechender geworden.
Nun aber zum eigentlichen „InGame“-Spiel: Da wir ja auch schon den vorherigen Teil gespielt haben, ist uns als erstes aufgefallen, dass die verschiedenen Fahrer besser ausbalanciert worden sind. Das zeigt sich daran, dass es im Gegensatz zu früher möglich ist, mit einer Ausreißergruppe zu gewinnen. In vorherigen Teil war es nahezu unmöglich, mit einer Gruppe von Ausreißern zu gewinnen, da das Feld gegen Ende des Rennens fast immer wieder zusammengefunden hat. Im „Radsport Manager 2004-2005“ hängt es wie im echten Radsport davon ab, welche Fahrer in welchem Terrain die besten Möglichkeiten haben. Dazu kommt noch die Tatsache, ob das Hauptfeld den eventuell nötigen Druck macht. Im Spiel heißt es nicht nur „Ullrich gegen Armstrong“, da es auch Leute wie Beloki, Majo, Hamilton & Co. gibt, die wie im echten Leben ordentlichen mitmischen. In flachem Terrain kommt es oft zu Massensprints, wo eigentlich nur Sprintstars wie Zabel, Cooke und Mc Ewen gewinnen können. Schade ist, dass es die meisten dieser Namen gar nicht in mitgeliefertem Zustand gibt, da trotz offizieller AIGCP-Lizenz die Topfahrer und -teams fehlen. T-Mobile oder U.S. Postal werdet ihr also nur mit inoffiziellen Fanpatches vorfinden können. Ansonsten müsst ihr euch mit Eric Zubel und U.S. Pystol zufrieden geben.

(Un-)Interessantes
Bei der Grafik haben die Entwickler von Cyanide beim „Radsport Manager 2004-2005“ im Vergleich zum Vorgänger eigentlich kaum etwas verändert. Die Landschaft ist etwas "bunter" geworden, jedoch gibt es keine wirklich innovativen Grafikneuerungen und es wirkt immernoch so unabwechslungsreich wie beim Prequel. Die Radprofis sehen zwar gut aus, jedoch haben wir bei den ganzen Versprechungen etwas mehr erwartet. Da helfen auch die eingebauten Monumente und Wettereffekte nicht weiter.
Zum Sound gibt es wenig zu sagen. Die Musik ist wie beim „Radsport Manager 2003-2004“ ein wenig nervig. Allerdings könnt ihr auch wieder eure eigenen MP3’s einfügen. Soundeffekte gibt es unserer Meinung nach insgesamt zu wenig, sodass euch auch diese auf Dauer stören werden. Immerhin verfügt das Spiel nun endlich über einen Rennkommentator, der sich allerdings auch zu oft wiederholt und auch keine bekannte Berühmtheit ist. Vielleicht können die Entwickler auch diesen Punkt beim nächsten „Radsport Manager“ verbessern.

Pro
- Mehr Rennen, Eintagesveranstaltungen und Teams
- Hübsches Menü
- Optimiertes Gameplay
- Herausfordernde KI
- Mehr Komplexität und dennoch vereinfachtes Spiel
- Spannende Etappen
- Nette Grafikgimmicks (Wetter, Monumente et cetera)
- Integrierter Rennkommentar
- Eigener MP3-Player
- Spaßiger und stabiler Multiplayer

Contra
- Kaum Innovationen
- Fast nutzlose AIGCP-Lizenz
- Abwechslung fehlt auf Dauer
- Grafisch insgesamt schwach
- Wiederholende Kommentare und Effekte

Fazit
Wir können den “Radsport Manager 2004-2005” wieder allen von euch empfehlen, die den Vorgänger oder das Genre mögen/mochten. Technisch ist der Titel zwar immernoch nicht top und die AIGCP-Lizenz erfüllt ihren Zweck auch nicht ganz, aber es gibt zumindest (fast) keine Logik- oder Grafikfehler mehr. Spielspaß wird euch der Titel somit mit Sicherheit beschehren.

AUTOR: Jan 25.08.2004, 23:55h

SCREENSHOTS


WERTUNG & WEITERE INFORMATIONEN

                            

Entwickler

Vertrieb

Sprache

Preis

Medium

USK

Einkaufen

Testsystem

Cyanide

dtp

Deutsch

35,99€

1 CD

6

P4 3,0
GeForce FX
512 MB RAM

GRAFIK:

 77%


SOUND:

 76%


GAMEPLAY:

 83%


GESAMT:

 79%

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