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Geht es euch nicht auch langsam auf die Nerven? Egal wann ihr den Fernseher einschaltet, es laufen immer diese ermüdenden Casting-Shows. Selbst auf dem PC wurden schon die verschiedensten Spiele, wie zum Beispiel “Deutschland Sucht Den Superstar” oder “Fame Academy” angekündigt. Doch rondomedia macht jetzt mit “Prügelstar” Schluss damit, denn bei diesem Spiel könnt ihr eure Wut an untalentierten Sängern wirklich ablassen.
Die Casting-Show der etwas anderen Art In diesem Spiel müsst ihr nämlich versuchen, so schnell wie möglich die Interpreten der Lieder von der Bühne zu holen, obgleich mit Pommes rot/weiß, Eiern, Vasen, Tomaten oder sogar Bügeleisen. Ihr könnt im Casting einen der Jurymitglieder übernehmen, um die Möchtegern-Megastars zur Ruhe zu bringen, doch im späteren Spielverlauf könnt ihr dann auch zwischen den Zuschauern wechseln. Aber hier ist Vorsicht geboten, da öfters mal ein Mann im Anzug vorbeikommt, um euch Werfern eine ganz dicke Beule mit Hilfe einer Keule zu machen. Das Spielprinzip ist sehr einfach gehalten: Ihr klickt ein beliebiges Jurymitglied beziehungsweiße einen Zuschauer an, wodurch ein Fadenkreuz auf der Bühne erscheint. Dies hilft euch beim Zielen, denn schließlich sollen die Gegenstände ja auch ihr Ziel treffen. Das Werfen ist aber nicht immer das Leichteste, da die Sänger nicht nur still auf einem Punkt stehen - Ein wenig “Performance” haben sie also doch drauf. Leider ist auch dieser Punkt des Spiels relativ simpel geworden, da sich die Dance-Performance auch wirklich nur in Sachen Schnelligkeit unterscheidet. Es gibt insgesamt 30 Level, die von Stage zu Stage schwieriger werden. Mit 20 Gegenständen könnt ihr die 10 Prügelstars abwerfen. Aber es gibt nicht nur den normalen Arcademodus, sondern auch einen Freestyle-Modus. Bei diesem Modus könnt ihr euren eigenen Sänger zusammenstellen und ihm dann eine beliebige MP3 Datei zuwandern lassen. Dadurch können nach Belieben die verrücktesten “Möchtgern’s” erstellt werden.
Die Prügelstars Die Stars in “Prügelstar” sehen sehr witzig aus. Das “Remake” von Daniel Küblböck ist beispielsweise kaum zu übersehen. Ebenso ausgefallen sind auch die Namen der Karriere-hungrigen Sänger. So erwarten euch beispielsweise Fuffi Pac oder Isolde Schweigen. Die Lieder, die eine große Pallette von Techno, über Rock bis Pop bieten, könnt ihr auch allesamt in eure Anlage einlegen, um euch schon einmal musikalisch auf das Spektakel in “Prügelstar” vorzubereiten. Moderator ist nicht etwa Carsten Spengemann, sondern vom oft gefragten, aber selten erreichten Paul Schwanzberger.
Die Kulissen Über den Grafik und den Sound ist in diesem Spiel eigentlich nicht viel zu sagen. Ersterer Punkt sieht nämlich trotz dem Comic-Look oft langweilig und angestaubt aus. Es ist eine recht langweilige 2D Grafik mit vielleicht dem einem oder anderen Spezialeffekt wie ein Blitz oder weiteres. Auch die Animationen der Stars und die Effekte bei einem Treffer erinnern eher an alte Zeiten. Der Sound ist ja das sogenannte „Singen“ der Stars - und das können sie ja bekanntlich nicht sehr gut. Gut und witzig gelungen sind allerdings die Kommentare des Moderators, sowie der Jury.
Pro - Freestyle-Modus - Gute Spielidee - Witzige Kommentare - Nur knapp 10€
Contra - Schnell langweilig - Kaum Abwechslung - Grafik und Sound sind insgesamt schwach
Fazit “Prügelstar“ ist ein witziges Spiel für zwischendurch - Mehr aber auch nicht. Die Entwickler hätten aber definitv mehr aus der eigentlich guten Spielidee machen können.
AUTOR: Timo 24.11.2003, 22:28h
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