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Wir GamesEcke-Redakteure sind ja dafür bekannt, besonders lernfähig zu sein. Somit ist auch Magie absolut kein Problem. Also haben wir einen Redakteur auf die "Battle Mages"-Zauberschule geschickt, mit dem Ziel, dass derjenige die Welt vor bösem Unheil retten kann und auch soll. Buka Entertainement, Targem und Pointsoft (Label: Brigades) versuchen mit ihren Genremix bei Spielern mehrerer Genres zu punkten. So soll "Battle Mages" nicht nur Strategen unter euch, sondern auch Rollenspieler und Freunde deftiger Action ansprechen. Wir hatten nun die Möglichkeit, die Vorab-Version anzuspielen und natürlich liefern wir euch unseren Erfahrungsbericht ab. Ist "Battle Mages" mehr als nur ein mittelmäßiger Genre-Mix?
Die Zauberschule Beginnen wir von vorn, mit der Story. Ihr seid Schüler an der "Battle Mages"-Universität und befindet euch kurz vor dem Abschluss. Vor vielen Jahren betrat ein Zauberer und Diener des dunklen Lords das Land und erschlich sich das Vertrauen der Elfen. So erhielt die Elfenkönigin ein mächtiges Amulett, welches dem Elfenreich Reichtum und Ruhm versprach und auch brachte. Doch das Amulett hatte noch weitere Kräfte: Dunkle Kräfte. So übte es Einfluss auf die Elfen aus und so kam es, dass diese das Menschenreich angriffen. Die Elfen verloren allerdings den Krieg gegen die Menschen. Nur kurze Zeit später wurde die Elfenkönigin ermordet und die Schergen des finsteren Magiers fielen in das Land ein. Da ihr nun einer der Schüler der „Battle Mages“-Akademie seid, ruht die Hoffnung nun auf euch und euren Freunden, aufdass ihr das Finstere besiegen könnt. "Battle Mages" läuft generell etwas anders ab, als die vielen Genre-Kollegen. Ihr seid zwar der Befehlshaber über eure Einheiten, könnt jedoch nicht selbst in die Kampfhandlungen miteingreifen, sondern steht praktisch wie in einem Manager in der dritten Reihe, um eure Einheiten zu befehligen und sie mit mächtigen Zaubersprüchen ordentlich zu unterstützen. Zum Start jeder Mission werden euch einige Truppen zur Verfügung gestellt. Mit denen müsst ihr erst einmal auskommen, bis ihr die nächste Stadt erreicht. Dort dürft ihr, je nachdem, wie viel Gold ihr euer Eigen nennt, neue Truppen anheuern. Da eure Truppen natürlich auch in das Gras beißen können, müsst ihr generell etwas mit den Ausgaben haushalten. Da enstehen Fragen wie: "Spare ich etwas Gold und fülle meine Reihen nun wieder oder soll ich doch noch einen ganz neuen Trupp kaufen?". Alles schwierige Fragen, die letztendlich jeder von euch für sich selbst beantworten muss. Da eure Truppen aber auch aufsteigen können und das auch etwas Gold kostet, ist das Sparen von Gold wenigstens überlegenswert.
Wie ein typisches Rollenspiel? Ihr selbst kämpft, wie schon gesagt, ja nicht wirklich. Als „Geist“ im Hintergrund habt ihr aber die Möglichkeit, mächtige Zaubersprüche auf eure Gegner prasseln zu lassen. Insgesamt stehen euch 45 davon zur Verfügung, wobei diese immer sehr unterschiedlich sind. Sie sind außerdem in 3 Gruppen aufgeteilt: "Chaos"-Sprüche sind für Angriff und Feuerzauber gedacht, "Nature"-Sprüche bedienen Heilungs- und Gift-Bedarf und "Energy"-Sprüche sind logischerweise für die Kraft gedacht. Genau nach diesen Klassen sind auch die verschiedenen Magierklassen aufgeteilt. Für eine der Richtungen müsst ihr euch vor dem Spielstart entscheiden. Für die Kämpfer gibt es dann noch den "Commander", der auf keine Magie spezialisiert ist, sondern mehrere Truppen befehligen kann, die unter ihm auch etwas stärker kämpfen. Natürlich können auch die anderen Magier bessere und mehr Kämpfer befehligen, dafür müssen aber erst die richtigen Skills „gepusht“ werden, was nicht immer sinnvoll ist. Das Ganze läuft theoretisch wie in einem Rollenspiel ab. Je nachdem, wie viele Gegner ihr erledigt habt, gibt es Erfahrungspunkte, die ihr entweder in neue Zauber oder aber in Militärskills stecken könnt. Dies kommt natürlich auch darauf an, welche Klasse ihr gewählt habt. Hin und wieder lassen die Gegner auch Banner fallen, die ihr einer Truppe zuweisen könnt. So erhalten diese dann verschiedene Boni, wie zum Beispiel mehr Kampfkraft oder bessere Verteidigung. Insgesamt warten 16 Missionen darauf, von euch gelöst zu werden. Diese sind noch einmal in 3 Kampangnen unterteilt. Für jede Mission gibt es außerdem verschiedene Lösungswege. Ihr könnt euch also voll auf eure Truppen verlassen, selbst ein bisschen umherzaubern oder aber einen diplomatischen Weg wählen. Je nachdem, wie es euch beliebt. So ensteht eine wunderbare Freiheit, die ihr am Besten auch ausnutzen solltet, denn so manches Mal wartet irgendwo doch noch eine kleine Überraschung, die euch Einiges einbringen kann. Auch die Profis unter euch werden es mit "Battle Mages" nicht ganz einfach haben. So ist der Schwierigkeitsgrad recht hoch ausgefallen. Taktik ist auf jeden Fall gefragt, sonst sind eure Truppen sehr schnell kaputt. A propos, wir sind bei der Steuerung. Diese ist sehr einfach und strategiespieltypisch ausgefallen. Einfach einen Rahmen um die gewählte Einheit ziehen und schon kann es losgehen. Mit einem einfach Rechtsklick geht es dann ab zu einer anderen Position des Spielfeldes, welche ihr übrigens über eine Minimap zusätzlich einfach überblicken könnt. Ein Multiplayer fehlt natürlich auch nicht. Allerdings waren in der uns vorliegenden Version nur 4 Maps enthalten, die das dauerhafte Spielen schnell langweilig machen könnten. Hoffen wir mal, dass die Entwickler noch ein paar Maps springen lassen, ehe das Spiel auf den Markt kommt. Bis zu 4 Spieler können übrigens im LAN oder im Internet gegeneinander antreten.
„Es fehlt noch etwas, aber ansonsten: Meisterklasse.“ Grafisch ist der Titel ebenfalls in der gehobenen Klasse. Dank einer leistungsstarken Engine ist gute Grafik schon vorprogrammiert, besonders überzeugen können jedoch die vielen kleinen Details und die extrem lebendige Spielwelt: Tiere laufen in freier Wildbahn entlang und greifen nicht selten auch euch oder eure Gegner an, wenn ihr ihnen zu Nahe kommt. Die Bürger einer Stadt gehen ihrem täglichen Treiben und Pflichten nach und stören sich an eurem Aufenthalt kaum. Genial gelungen sind auch die Wassereffekte: So sehen Flüsse sehr gut aus und spiegeln einfach genial. Auf den Flüssen und in den Flüssen herscht ebenfalls reges Treiben. Wie es sich für eine 3D-Engine gehört, lässt sich auch stufenlos ins Geschehen hinein zoomen. Mit Hilfe des Mausrades lässt sich zusätzlich auch um 360° schwenken. Leider sehen eure Einheiten genauso wie die verschiedenen Städte und Räuberlager alle etwas gleich aus. Hier hätte etwas mehr Abwechslung sicher nicht geschadet. Vielleicht glänzen die Städte so nicht durch Abwechslungsreichtum, dafür sehen Landschaften und Monster umso besser aus. Die Orcs erinnern vielleicht auch etwas an "Warcraft 3". Der Sound ist einfach nur spitzenmäßig. Besonders der Soundtrack hat es uns angetan. Eine Mischung aus klassischem Rock und irischer Folkmusik dröhnt aus euren Boxen und bewegt dazu, doch erst einmal diesem Teil des Spiels eure Aufmerksamkeit zu schenken. Dazu kommt noch eine tolle Synchronisation der Charaktere, die sehr umfangreich ausgefallen ist. So wird jeder Satz im Spiel gesprochen und muss damit nicht zwingenderweise gelesen werden. Wie es in der späteren deutschen Version aussieht, können wir allerdings noch nicht sagen, denn die von uns angespielte Preview-Version ist leider (noch) in Englisch. Wenn Buka Entertainement und Pointsoft (Label: Brigades) hier keine Fehler machen, steht einer sehr guten Soundwertung später aber nichts im Wege. Beim Sound wurden generell wenig Fehler gemacht, denn es sind fast schon zu viele Details enthalten. So hört ihr zum Beispiel das Klirren der Schwerter oder das Zischen eines magischen Feuerpfeils. Wenn ihr an eure Truppen heranzoomt, hört ihr sogar deren Schritte, die sich in schweren Rüstungen auch richtig genial anhören.
Features - Interessanter Genre-Mix (Rollenspiel, Strategie und Action) - Gut erzählte Story, die aber keinen Hauptpreis verdient - Viele taktische Möglichkeiten - 3 Gruppen (Chaos, Natur und Energie) - Massig interessante Gameplay-Elemente, wovon aber viele schon bekannt sind - Angehobener Schwierigkeitsgrad - Multiplayer für bis zu 4 Spieler im LAN und Internet - Detaillierte Grafik mit nur kleinen Schwächen - Orchestraler Sound(-Track)
FAZIT Gleich vorne weg: "Battle Mages" hat uns einfach nur umgehauen. Es macht einen riesigen Spaß und es fesselte uns schon bei dem Anblick des Menüs. Besonders gelungen finden wir den Soundtrack und den Sound im Allgemeinen. Aber auch Grafik und die Erzählweise der Story sind sehr gut ausgefallen und lassen kaum Platz für Bemängelungen. Zwar ist die Story nicht besonders orginell, passt aber irgendwie zum Flair, weshalb wir das auch nicht als schlimm empfinden. Schon bald wir "Battle Mages" im Laden stehen und wir können schon jetzt eine Kaufempfehlung aussprechen. Wir werden euch bald darüber informieren, wie sich die finale Version, vielleicht sogar im Vergleich zu „Spellforce“ oder „Knight Shift“, schlägt.
AUTOR: Jan F. (Flint) 27.04.2004, 20:51h
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