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Pax Romana

In “Pax Romana“ ist es eure Aufgabe die römischen Legionen gegen verschiedene Feinde, wie Griechenland oder Karthago, in den Krieg zu führen. Um dabei einen möglichst großen Erfolg zu Haben, müsst ihr den Feind so clever und geschickt wie möglich mit verschiedene Taktiken und Aufstellungen angreifen. Ihr habt auch die Wahl zwischen 2 verschiedenen Singleplayer-Modi, entweder dem strategischem Modus, in dem ihr die volle Kontrolle über Rom und dessen Legionen habt oder dem politischem Modus, in dem ihr nur eingeschränkt handeln könnt, da hier die Demokratie im Fordergrund steht. Wie sich das Ganze im Alltag schlägt und ob Publisher Dreamcatcher den Thron-Krieg gegen andere Software-Konkurrenten mit „Pax Romana“ gewonnen hat, erfahrt ihr bei uns im Review.

Aller Anfang ist „sehr“ schwer
Die wirtschaftlichen und kriegerischen Ereignisse zwischen dem punischen und dem Bürgerkrieg aus der Sicht von Rom, das ist „Pax Romana“. In den schon erwähnten 2 Singleplay-Modi könnt ihr euch durch die Entwicklung Roms kämpfen, mit dem großen Ziel diese Stadt zu einer florierenden Weltmacht auszubreiten. Charaktere wie Julius Cäsar oder Pompeuis verhelfen dabei für den restlichen Realismus und mit dem Auftrag in der Hand begebt ihr euch in die wirtschaftliche oder kriegerische Schlacht. Da “Pax Romana“ aber ein sehr komplexes und umfangreiches Spiel ist, wird euch, bevor ihr mit der Kampagne loslegt, ein Tutorial zur Verfügung gestellt. Dieses ist wie das Spiel selbst sehr ausführlich. Es ist in 8 Sparten unterteilt: Steuerung, Einheiten, Kämpfe, Wirtschaft, Diplomatie, Administration, Wahlen, Forum und Senat. Jetzt müsstet ihr eigentlich erwarten, dass ihr das Spiel danach verstanden habt, doch leider ist das Tutorial sehr verwirrend und ungenau, sodass es nur ein zusätzlicher Aufwand ist. Zudem ist es ziemlich langwierig ein solch langes Tutorial zu spielen, weil es auch leider nichts zur Story beiträgt, was wesentlich interessanter wäre.
Einige der zahlreichen Missionen sind mit einem historischen Hintergrund belegt, sodass ihr nicht nur eine aus der Luft gegriffene Story spielen müsst. Vor allem die bekannten Kriege können bis auf das kleinste Detail nachgespielt werden.

Allmacht oder Aufstieg
Nachdem ihr euch durch das lange Tutorial gebissen habt und euch das Spiel auch nur ein bisschen näher gekommen ist, habt ihr im Singleplayer die Möglichkeit euch zwischen 2 Spielarten zu Entscheiden. Entweder könnt ihr euch in den strategischen oder in den politischen Modus begeben. Beim Erstgenannten habt ihr die Macht über ganz Rom, dessen Einheiten und ihr müsst euch nicht durch das Volk stärken lassen, das in dieser Spielart kaum eine Rolle spielt. So ist dies der einfachere Modus von beiden und eignet sich daher für Einsteiger am Besten, gerade auch wegen dem wenig guten Tutorial. Im Politischen Modus habt ihr nicht die gleichen Freiheiten wie im Strategischen. Hier müsst ihr mit dem Volk arbeiten, indem ihr es für euch gewinnt, sodass ihr bei den Wahlen möglichst gut abschneidet. Dies ist der wesentlich schwerere Modus, da ihr neben den Feldzügen und Eroberungen auch auf das Volk achten müsst, damit es euch weiterhin als Führungspersönlichkeit haben möchte.

Mord, Macht und Intrigen
Um eine Führungspersönlichkeit in einer der 6 verschiedenen Parteien zu Werden oder eine zu Blieben, ist es euch freigestellt auch mit illegalen Mitteln zu Agieren. So könnt ihr zum Bespiel hinterlistige Intrigen starten, um andere Persönlichkeiten auszuschalten, die einem intern in Rom den Ruf oder die Macht kosten könnten. Dies geht bis hin zum Mord, was wirklich ein interessanter Aspekt ist, weil ihr nie wissen könnt, ob alles Auffliegt und sich in die verkehrte Richtung wendet.

Die Technik
Leider sind die Grafik und eigentlich auch das restliche technische Gerüst nicht so gut gelungen, was dem Spiel einen ganz schönen Abbruch tut, denn sowohl die knallbunte Weltkarte, als auch die Grafik in Gefechten ist eher mangelhaft. Die Karte ist unübersichtlich und die Kampfszenen sind unrealistisch, was bei solch einem Strategiespiel doch einiges ausmacht.
Der Sound ist genau wie die Grafik unter dem heutigen Durchschnitt. Ihr werden nur selten Musik hören und wenn sie kommt ist es keine, die die Atmosphäre bedeutend unterstreicht, aber die Soundeffekte sind zumindest “hörbar“.
Was bei Sound und Grafik fehlt, kann durch das Gameplay auch leider nicht ausgeglichen werden, obwohl ihr vor den Schlachten ein Menü mit vielen taktischen Optionen geliefert bekommt, das widerum recht übersichtlich und ansehnlich ist.

Pro
- Sehr umfangreich
- Realistischer und historischer Hintergrund
- 2 verschiedene Spielmodi
- Unterschiedliche Parteien mit vielen Politikern

Contra
- Kaum Sound und wenn, dann mittelmäßig
- Unschöne Grafik
- Teils verwirrendes Gameplay
- Langwieriges Tutorial
- Keine Zwischensequenzen
- Nervige Zeit-Limits

Fazit
Obwohl “Pax Romana“ ein sehr umfangreiches Spiel ist, welches vor allem mit historisch korrekten Hintergrund glänzen kann, wird es durch schlechte Bedienung und unansehnliche Technik in die Schranken gewiesen. Es wäre vielleicht auch besser, wenn es ein besser verständliches Tutorial gäbe. So ist es leider nur ein Spiel, dass nur unter dem Durchschnitt herüberkommt und wir es dadurch nur bedingt weiterempfehlen können.

AUTOR: Felix 16.01.2004, 16:55h

SCREENSHOTS


WERTUNG & WEITERE INFORMATIONEN

                            

Entwickler

Vertrieb

Sprache

Preis

Medium

USK

Einkaufen

Testsystem

Galilea

DreamCatcher

Deutsch

39.95€

1 CD

6

P3 700MHz
GeForce FX
256 MB RAM

GRAFIK:

 49%


SOUND:

 57%


GAMEPLAY:

 62%


GESAMT:

 58%

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