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Novasphere 13

Die Story des neuen Rollenspiels „Novasphere 13" (ehemals: „Space Hack“) von Developer Rebelmind und Publisher bhv (Label: Rebel Games) ist schnell erklärt: Ein riesiges Biosphärenschiff, das als Gefängnis durch den Weltrraum fliegt, wird von Aliens geentert und stürzt auf einem unbekannten Planeten ab. Im Spiel kämpft ihr euch mit Spielheld Steel Wolf durch die einzelnen Biosphären des Schiffes und tötet dabei haufenweise Aliens, die sich in insgesamt 90 Arten und drei Rassen unterteilen. Das Spiel ist vom Spielprinzip her fast identisch zu „Diablo (2)", was an sich ja eigentlich nicht so schlimm ist, sofern die Verantwortlichen auch genügend eigene Ideen einbracht haben. Ob dies wirklich geschehen ist, erfahrt ihr nun bei uns im folgenden Review.

Biosphäre C - 15:00 Uhr - Das Spielprinzip: Wie immer
Wie schon gesagt ähnelt „Novasphere 13" sehr dem allseits bekannten und beliebten „Diablo", was die Entwickler ja wie schon erwähnt durch genügend Innovationen ausgleichen könnte, doch anscheinend haben sich die Jungs von Rebelmind gedacht, dass es ausreicht, einfach nur das altbewährte Spielprinzip zu übernehmen und somit den Fehler zu begehen, den auch schon viele vor ihnen gemacht haben. Abgesehen davon, dass es nichts zusätzliches gegenüber "Diablo" gibt, wurden bei „Novasphere 13" sogar noch einige Eigenschaften abgemagert oder weggelassen. Bei der Heldenauswahl beginnt es damit, dass es gar keine gibt. Bei zwei Entwicklungssträngen (Attribute und Fähigkeiten) gibt es nämlich einfach nur die Erhöhung der Attribute - Sämtliche mögliche Zusatzfähigkeiten wurden einfach weggelassen.
Am Spielgeschehen ändert sich im Verlauf der nicht gerade abwechslungsreichen Story auch nicht viel: Ihr rennt immer nur durch die einzelnen Biosphären, die sich zudem kaum verändern und vernichtet Alienhorden oder ihr verbringt Stunden damit die Alien-Eier aufzuschlitzen, die sich in dem ganzen Raumschiff verbreiten und im Spiel Schatztruhen darstellen. Wie auch bei "Diablo" liegen dabei sogenannte Items auf dem Boden herum, die ihr euch durch Drücken der „Alt“-Taste anzeigen lassen könnt. Allerdings erkennt ihr dabei nicht, ob ein Gegenstand gut, schlecht oder magisch ist. Auch hier hat „Novasphere 13“ im Vergleich zu „Diablo“ und anderen Rollenspielen also einige Nachteile.

Echte Weltraum-Atmosphäre?
„Novasphere 13" ist sehr unbalanciert, was ihr schon gleich am Anfang des Spiels merkt und was leider auch nicht im Verlauf aufhört. Schon kurz nach Spielbeginn findet ihr High-Level-Waffen, die ihr aber erst nach circa 20 weiteren Levelaufstiegen benutzen könnt, was euch sehr verwundert und gleichzeitig ärgert. Desweiteren ändert sich der Schwierigkeitsgrad im Spiel permanent. Zuerst ist er viel zu hoch, dann wieder zu niedrig und so weiter, was euch ebenfalls nerven wird, da ihr entweder unter- oder überfordert werden seid.
Abgesehen von der Story und den kleinen Ungereimtheiten kommt beim Spielen des Titels erfreulicherweise eine gute Endzeitstimmung auf, was durch dunkle Tunnel, verlassene Hallen und vor allem die schlichte, aber doch passende Musik erzeugt wird. Hätten die Entwickler die Möglichkeiten voll ausgenutzt, hätte „Novasphere 13“ sogar fast an die tolle Abenteuer-Atmosphäre von „Diablo" herankommen können.

Alt oder neu?
Die Grafik von „Novasphere 13" ist im Laufe der 45 Level, die sich in sechs verschiedene Szenarien/Welten unterteilen, sehr wechselhaft. Meist sieht sie passend sehr modern und futuristisch aus, sie kann aber auch, wie zum Beispiel die Items im Inventar, sehr veraltet und billig ausschauen. Ein klarer Bonus der sonst recht düsteren 3D-Grafik ist die Eigenschaft, dass ihr die Spielansicht in einem Winkel von 360° um den Helden drehen und somit manchmal störende Hindernisse wie Hügel oder Bäume umgehen könnt. Einen weiteren Pluspunkt gibt es von uns für die tollen Animationen und Effekte. Eindeutig negativ fallen dann wie gesagt die lieblosen Items auf, die aussehen, als ob sie in fünf Minuten mit „Paint" gemalt worden sind. Bei den Landschaften wurden die Möglichkeiten der Grafik hingegen nicht voll ausgenutzt, da diese sich doch trotz verschiedener Szenarien immer sehr ähneln und aussehen, wie eine Zwitterlandschaft aus Raumschiff und Biosphäre, allerdings nicht eindeutig als eines der beiden zu erkennen sind.
Der Soundtrack und auch die Soundeffekte von „Novasphere 13“ unterstreichen die Absicht auf ein klassisches Science-Fiction-Spiel, fallen aber auch nicht weiter auf. Die Sprachausgabe des komplett lokalisierten Titels bietet keine Höhepunkte, geht aber alles in allem in Ordnung.

Pro
- Gelungene Endzeit-Atmosphäre
- Gute Idee
- Ordentliche Spieldauer
- Verschiedenste Gegner und Items
- Leicht erlernbares Gameplay
- Tolle Animationen und Effekte
- Passender Sound
- Erfreulich niedrige Hardwareanforderungen

Contra
- Eintöniger Spielverlauf
- Keine Heldenauswahl
- Billige Charakterentwicklung
- Schlechtes Balancing
- Langweilige Items
- Kaum Innovationen
- Geringer Wiederspielwert
- Technisch teilweise zurückgeblieben

Fazit
„Diablo“-Veteranen unter euch werden mit „Novasphere 13" nicht viel anfangen können, da es einfach zu sehr im Schatten dieses legendären Spieles steht und eigentlich nur ein magerer Abklatsch ist. Wer von euch „Diablo“ gespielt hat und mehr in dieser Richtung spielen will, der sollte sein Glück vielleicht erst einmal mit dem sehr ähnlichen „Restricted Area“ oder „Sacred“ versuchen. Seid ihr Hack & Slay- beziehungsweise Science-Fiction-süchtig, dann ist das allerdings Spiel durchaus sein Geld wert.

AUTOR: Swen 23.11.2004, 20:21h

SCREENSHOTS


WERTUNG & WEITERE INFORMATIONEN

                            

Entwickler

Vertrieb

Sprache

Preis

Medium

USK

Einkaufen

Testsystem

Rebelmind

bhv

Deutsch

39,99€

1 CD

12

P4 2,3
Radeon 9000
512 MB RAM

GRAFIK:

 74%


SOUND:

 73%


GAMEPLAY:

 78%


GESAMT:

 74%

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