NEWS



ARTIKEL



DOWNLOADS



COMMUNITY



GAMESECKE



PARTNERSITES


 

 

 

 

Need For Speed: Underground

„Need For Speed: Underground“: Nicht nur den Rennspiel-Fans unter euch dürfte dieser Titel mittlerweile genauestens bekannt sein. Massig Tuning-Möglichkeiten, gute Grafik und die beliebtesten Karossen der Szene mit offizieller Lizenz sorgten bereits im Vorfeld für positive Kritik bei der Fachpresse und auch wir konnten uns auf der Games Convention 2003 vom neuen Werk von EA Black Box überraschen lassen. Ob die eben genannten Entwickler die Zeit bis zum Release letztendlich nutzen konnten, um die wenigen Kritikpunkte der damaligen Version noch auszumerzen, erfahrt ihr bei uns, denn das Spiel war bei GamesEcke im Testlabor.

Got a „Need For Speed“?
Wie schon angedeutet und im Spiel-Intro verdeutlicht, ist es in “Need For Speed: Underground” das primäre Ziel, euer Vehikel bis zum geht nicht mehr zu tunen, um somit an die Spitze der Untergrund-Szene zu Gelangen. Im Singleplayer-Modus geht es dabei um 111 und mehr Aufgaben, die ihr nach und nach meistern müsst, um bei den Rankings ganz oben zu stehen. Dabei gibt es neben klassischen Rundkursen die verschiedensten Arten von Rennen. So erwarten euch beispielsweise Sprint- oder Zeitrennen, in denen es von A nach B geht. Und dann gibt es da noch die für „Need For Speed: Underground“ berühmten Drag-Rennen, bei denen ihr eine ruhige Hand für gutes Timing und die Schaltvorgänge benötigt. Nicht zu vergessen sind auch die Drift-Rennen, bei denen es einzig und allein um spektakuläres Fahren und die dadurch erhaltenen Stil-Punkte geht. Das Ganze wird dann durch diverse Extra-Aufträge, Zwischensequenzen und teilweise einzigartige Boni aufgelockert und ist sehr langwierig, aber motivierend.

Japaner im Aufschwung
Dabei setzten die Entwickler nicht wie in anderen „Need For Speed“-Teilen auf Edel-Automobile wie Porsche, Ferrari oder McLaren: In „Need For Speed: Underground“ erwarten euch „nur“ die 20 beliebtesten Tuning-Autos (meist japanischer Herkunft) der modernen Generation, die wieder einmal allesamt lizensiert sind. So kann es Rennen zwischen einem Peugeot 206, einem Nissan ZX350, einem VW Golf GTI und einem Honda S2000 geben. Unfair? Nicht im Geringsten, denn durch bestimmte Teile kann auch ein Underdog gegen die Könige der Szene gewinnen. Und Ausrüstmöglichkeiten gibt es in „Need For Speed: Underground“ wahrlich nicht wenige. Nach erfüllten Aufgaben winken euch nämlich meist neue Stoßstangen, Spoiler, Lampen, Lackierungen und auch die unterschiedlichsten technischen Verbesserungen, wie zum Beispiel Motorupgrades, Nitro-Booster oder Gewichtreduktionskits, entgegen, die ihr gegen Bares euer Eigen nennen könnt, was kein Problem darstellen sollte, da Geld in „Need For Speed: Underground“ keine wirklich wichtige Rolle spielt. Bei Erfolgen bekommt ihr Es eben, je nachdem, in welchem Schwierigkeitsgrad mehr oder weniger.
Die KI eurer Gegner ist gut und verhält sich schlau, ist aber aufgrund kleinerer Fehler nicht bahnbrechend. Trotzdem solltet ihr die Kollegen vor allem gegen Ende des Spiels respektieren, da der Schwierigkeitsgrad kontinuierlich ansteigt und an dieser Stelle des Spiels fast schon nur noch auf leicht zu meistern ist.

Verschollene Features
Perfekt ist „Need For Speed: Underground“ leider nicht, hier hat EA Black Box viel Potenzial verschenkt. Wichtigster Punkt bei diesem Thema ist das versprochene, aber nicht in der endgültigen Version vorhandene Schadensmodell. Hier und da sind zwar Splitter an den Scheiben, aber selbst eine Massenkarambolage wirkt sich nicht auf das Fahrverhalten oder gar die Karosserie aus. Lediglich bei den Drag-Rennen könnt ihr einen Total- oder Motorschaden erleiden, der sich aber visuell genauso wenig sichtbar macht, wie in den anderen Modi.
Den nächsten „Mecker-Punkt“ werdet ihr erst nach einem abgeschlossenen Rennen zu spüren bekommen, denn wer unter euch Highlights oder Replays von spektakulären Szenen oder gar dem ganzen Rennen sucht, wird mit „Need For Speed: Underground“ maßlos enttäuscht, denn außer Statistiken steht euch nicht mehr zur Verfügung.
Der Größte dieser Kritikpunkte macht sich aber erst nach einiger Zeit bemerkbar, nämlich dann, wenn ihr euch an den Multiplayer wagt. Im Online-Modus klappt alles EA-typisch einwandfrei, wollt ihr das Ganze allerdings auf einer LAN-Party oder im internen Netzwerk spielen, so erwartet euch eine böse Überraschung, denn „Need For Speed: Underground“ bringt keinen eigenen LAN-Modus mit. Trotzdem könnt ihr mittlerweile Dank der fleißigen Fans und diversen Tools auch im lokalen Netzwerk mit euren Freunden spielen.

Mitternacht und regnerische Fahrbahn
Neben den fantastisch detaillierten Wagenmodellen (aber nicht unbedingt die Autos im Verkehr) gibt es in „Need For Speed: Underground“ noch weit mehr zu bestaunen. Die Rennen werden quer durch 1 Stadt ausgetragen, in der es bis zum Ende hin nicht an Abwechslung mangelt. Die Straße ist immer wieder belebt, beleuchtet und nass: Die perfekte Mischung, um die tollsten Effekte auf den Bildschirm zu zaubern, dies haben sich bestimmt auch die Entwickler gedacht. Und in der Tat kommt auch die Umgebung im Spiel fantastisch herüber, was allerdings auch gewisse Rechenpower vorraussetzt. Habt ihr die allerdings zur Verfügung, so erwarten euch die spektakulärsten Licht-, Spiegel- und Partikeleffekte, die ihr je in einem Rennspiel bei Nacht gesehen habt. „Midnight Club 2“ hat hier nicht einmal die geringste Chance. Positiv aufgefallen ist uns, dass das grandiose Geschwindigkeitsgefühl auch auf schwächeren Rechnern noch gut herüberkommt - Tunnelblick inklusive.
Auch der Sound ist EA-typisch auf hohem Standard. Die EA Trax versorgen euch mit genügend professioneller Abwechslung von Akteuren wie Rob Zombie, Eastside Boyz oder Petey Pablo und die Soundeffekte sind ebenfalls gewohnt gut.
Und die Steuerung verläuft makellos und wie bei jedem anderen „Need For Speed“. Einziger Unterschied sind die Extra-Belegungsmöglichkeiten für Nitro und Drift.

Pro
- Massig Tuning-Möglichkeiten
- Grandioses Geschwindigkeitsgefühl
- Einfache Steuerung
- 111 und mehr fordernde Aufgaben im Singleplayer-Modus
- Unterschiedliche Renn-Modi
- 20 lizensierte Fahrzeuge
- Gewohnt gute(r) Soundtrack/Soundeffekte
- Sehr hübsche Grafik mit tollen Licht-, Spiegel- und Partikeleffekten
- Detaillierte Fahrzeugmodelle

Contra
- Teils umständliche Menüführung
- Kein Schadensmodell
- Replays könnt ihr vergebens suchen
- Alle Strecken in nur 1 Stadt
- LAN-Modus nur als Fan-Tool herunterladbar, nicht original mitgeliefert
- Unausgewogene Geld-Ausgaben/-Einnahmen

Fazit
Nachdem es in den letzten „Need For Speed“-Teilen an Innovation und teilweise auch an Spielspaß mangelte, macht dies „Need For Speed: Underground“ alles wieder weg. Ein astreines, wenn nicht DAS Rennspiel des Jahres 2003. Wenn ihr allerdings anhand der Contra-Punkte überlegt, was noch alles möglich gewesen wäre, dann...

AUTOR: Carsten 17.01.2004, 21:35h

SCREENSHOTS


WERTUNG & WEITERE INFORMATIONEN

                            

Entwickler

Vertrieb

Sprache

Preis

Medium

USK

Einkaufen

Testsystem

EA Black Box

EA Games

Deutsch

49.99€

2 CD’s

-

P4 1,8
Radeon 9800
768 MB RAM

GRAFIK:

 91%


SOUND:

 87%


GAMEPLAY:

 84%


GESAMT:

 85%

 Design and the GamesEcke.de PC Online Magazin are copyright © 2003, 2004 by Carsten Karasch. All rights reserved. GamesEcke.de Version 2.25 Kontakt/Mail: support@gamesecke.de