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Knights Of Honor

Das neue Spiel "Knights Of Honor" von Sunflowers, Black Sea Studios und Electronic Arts ist ein Strategiekost der neuesten Generation - Mit Hilfe von Eroberung, Diplomatie und gekonntem Wirtschaftsmanagement sollt ihr hierbei nach und nach das mittelalterliche Europa erobern. Ob es sich allerdings gegen aktuelle Konkurenten aus dem Genre behaupten kann, erfahrt ihr nun bei uns im folgenden Test.

Euer Auftrag: Die Herrschaft Europas
"Knights Of Honor" ist ohne großartige Storyline zunächst einmal in zwei verschiedenen Bereiche unterteilt: Einer davon ist der Taktik- beziehungsweise Entwicklungsbereich. Dieser ist wohl auch der wichtigere der beiden Bereiche, da ihr hier eure Gebäude entwickelt, eure Armeen aufbaut und auch eure Gegner angreift. Der andere ist der Strategieteil: Hier kämpft ihr gegen eben diese Armeen, zu denen ihr vorher in dem eher rundenbasierten Spiel marschiert seid. Eure Aufgabe ist es, das ganze mittelalterliche Europa mit dem Stamm eurer Wahl zu erobern. Um den Sieg in diesem Krieg zu erlangen, ist die Wirtschaft ebenso wichtig, wie die militärische Macht. Die verschiedenen Gebiete werden dabei immer mit deren Hauptstädten gezeigt. In diesen könnt ihr einige der über vierzig Bauelemente einbinden, um eure Städte eben noch mächtiger werden zu lassen. Das bei „Knights Of Honor“ angewendete Wirtschaftsmodell basiert auf Gold, Glauben, Menschen und Büchern. Um ein angesehener und mächtiger Herrscher zu werden, braucht ihr logischerweise ein gesundes Kapital an allen von diese Ressourcen.
Erfreulicherweise werden Anfänger unter euch hier nicht im Stich gelassen. Ein langwieriges Tutorial, sowie das gut aufgebaute Handbuch führen euch vorbildlich in alle Finessen und Begebenheiten des Titels ein.

Gewöhnungsbedürftige Führung
Eurem direkten Befehl unterstehen dabei bis zu neun Ritter. Diesen können zudem folgende Aufgaben zugewisen werden: Kleriker, Kaufmann, Grundherr, Baumeister und, die beiden wichtigsten, Feldmarschall und Spion. Die ersten vier dienen vor allem eurem Ansehen und eurem Geld, deswegen möchten wir an dieser Stelle auch nicht besonders darauf eingehen. Der Feldmarschall und der Spion jedoch sind materiell wichtig und unverzichtbar für jeden (kommenden) Herrscher unter euch. Der Feldmarschall dient der Befehligung eurer Truppen - Einer kann jeweils eine Batallion eurer gesamten Armee befehligen. Der Spion hingegen infiltriert den Gegner: Er gibt sich als einer der verschiedenen Ritter aus und bringt Unruhen in des Gegners Reihen. So kann er zum Beispiel einen Volksaufstand hervorrufen oder eben auch Gold stehlen. Logischerweise kann er aber auch gefangen genommen werden - Ihr solltet also immer gut auf ihn aufpassen.

Auf in die Schlacht
Wenn ein Gefecht unumgänglich wird, müsst ihr natürlich auch zum elementaren Teil des Spiels kommen. Ihr könnt diese Gefechte vom Computer generieren lassen oder sie in Echtzeit selbst führen. In diesen Kämpfen spielen viele Faktoren eine Rolle, wie zum Beispiel die Moral eurer Truppe, die Nahrungsmittel, die euch noch zur Verfügung stehen, vorherige lange Märsche und natürlich auch die Über-/Untermacht eurer Armee. Es hat sich bei uns dabei als äußerst hilfreich herrausgestellt, den gegnerischen Marschall zu töten: Dadurch habt ihr nämlich gleich gewonnen und müsst nicht sinnlos Gegner töten und so eure Armada verkleinern. Leider sind die Schlachten im Spiel bei weitem zu kurz und im Echtzeitmodus auch noch zu hektisch geraten - Einen Vergleich mit Titeln wie „Rome: Total War“ solltet ihr hier nicht einmal wagen. Dies trifft natürlich auch den Multiplayer, wo ihr mit gerade mal zwei Spieler gegeneinander antreten könnt. Zudem steht hier nur der Schlachten- und nicht auch der Strategiemodus zur Verfügung.

Sinnvoller „Schmuck“ ?
„Knights Of Honor“ ist trotz des 2D-Gerüsts hübsch in Szene gesetzt. Die Hintergründe sind liebevoll gezeichnet, die Spielfiguren hübsch animiert und die Umgebung ist mit vielen Details umsehen. Auch das Renderintro ist wirklich gut gelungen, auch wenn gerade solche Zwischensequenzen im weiteren Spielverlauf fehlen.
Auf der „Knights Of Honor“-CD sind zudem reichliche Bonusmatereialien zu finden. Neben Wallpapern gibt es eine große Bandbreite an Fotos des Entwicklerteams, sowie unveröffentlichte deutsche und auch englische Synchronisationsfehler der sowieso gelungenen Sprachausgabe, die durchaus einige „Schmunzler“ hervorrufen können. Dazu liegen alle Soundfiles als MP3s vor, sodass ihr die Stücke auch außerhalb des Spiels hören könnt.

Pro
- Nette Spielidee
- Spaßige "Kampagnen"
- Gelungenes Tutorial und Handbuch
- Saubere KI
- Schöne Effekte
- Gute Sounds
- Reichliche Boni

Contra
- Fehlende Storyline
- Schlechter Multiplayer
- Teils unausgereifte Gameplayelemente
- Zu schnell langweilig
- Teils fehlende Übersicht

Fazit
Alles in allem zählt „Knights Of Honor“ zu den besseren Strategiespielen. Der schwache Multiplayermodus, die vielen versäumten beziehungsweise misslungenen Gameplayelemente und die wirklich nicht sehr langzeitmotivierende Abwechslung im Spiel ziehen dieses Fazit jedoch weit herunter.

AUTOR: Jan 04.01.2005, 16:26h

SCREENSHOTS


WERTUNG & WEITERE INFORMATIONEN

                            

Entwickler

Vertrieb

Sprache

Preis

Medium

USK

Einkaufen

Testsystem

Black Sea Studios

Sunflowers / EA

Deutsch

49,99€

1 CD

12

P4 3,0
Radeon 9600
512 MB RAM

GRAFIK:

 70%


SOUND:

 81%


GAMEPLAY:

 76%


GESAMT:

 76%

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