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Die Sonne geht auf und der Himmel ist blau, doch die Stille wird von den Geräuschen zerrender Schüsse gestört, die in diesem fiktiven und globalen Krieg immer wieder auftreten. Die Entwickler der Bitmap Brothers und Publisher Hip Games/LSP Games haben mit „kill.switch“ nun einen PlayStation 2-Taktikshooter von Namco herausgebracht, welcher sich allerdings durch grundlegende Dinge von anderen Shootern unterscheidet. Wie sich das Ganze dann insgesamt im Gesamtbild schlägt, erfahrt ihr nun bei uns im Review.
Take cover - take aim - take over Der Taktikshooter „kill.switch“ zeichnet sich durch große Gefechte, abwechslungsreiche Szenarien, knallharte Action und eine Vielzahl von Waffen aus. Bei letztgenannten ist wirklich alles außer „Kleinkram“ wie Pistolen dabei: Ganz klassische Maschinengewehre, Granatenwerfer und noch viel mehr. Dabei hat jede Waffe meist 2 Schussmodi und ihr könnt unbegrenzt viele in euer Inventar aufnehmen, was allerdings nicht für die dazugehörige Munition gilt. Interessant ist ein kleiner Zoom-Modus, der bei Bedarf durch die rechte Maustaste ausgelöst wird. Hier bewegt ihr euch zwar sehr langsam, könnt dann aber wie bei „Iron Sight“ fast perfekt zielen. Das Spiel beinhaltet insgesamt 15 verschiedene Szenarien, die sich von den Kriegsschauplätzen und Gegner her unterscheiden, wobei die Story insgesamt sehr lahm ist, aber dennoch kontinuierlich weitergeführt wird. Zuerst werdet ihr als Special Agent ausgebildet, doch nicht etwa, um bestimmte Taktiken anzuwenden, um einen Krieg zu beenden, sondern um einen zu beginnen beziehungsweise zu gewinnen. Zwar stellt die KI in den unteren Schwierigkeitsstufen keine Probleme dar, doch ihr werdet auf jeden Fall beansprucht, falls ihr „kill.switch“ auf höheren Ebenen spielen wollt. Generell besteht das Spiel aus vielen und heftigen Schießereien, die ihr teilweise gar nicht vermeiden könnt. Die Missionsziele variieren zwar wie angesprochen, sollten für die meisten von euch aber kein Problem darstellen, da hier eher auf Altbekanntes gesetzt worden ist: Mal müsst ihr eine Bombe legen, mal müsst ihr einfach nur bestimmte Punkte des jeweiligen Levels erreichen und so weiter.
Die Umstellungen Allerdings wurden bisher seltene Elemente in „kill.switch“ eingebracht, zu denen zum Beispiel auch das „blinde Feuern“, nutzen der Umgebung (zur Deckung oder um Gegner geschickt aufgrund von Gegenständen zu töten) und dergleichen gehört. Bei erstgenanntem Feature ist das Schießen aus der Deckung möglich, was den Entwicklern in diesem Spiel erstaunlich gut gelungen ist und somit viele neue taktische Vorgehensweisen ermöglicht werden. Zwar gibt es an „kill.switch“ weiter nichts Großes zu bemängeln, allerdings werdet ihr auf jeden Fall merken, dass es sich um einen sogenannten „Konsolen-Port“ handelt. Dies macht sich zum Einen durch die bei den „Konsoleros“ beliebte 3rd-Person-Perspektive und zum anderen an der angepassten Steuerung bemerkbar: Es wird schwer für euch sein, euch mit der etwas ungewöhnlichen Steuerung anzufreunden, vor allem, da sie nur teilweise konfigurierbar ist. Es ist bei solchen Genres eben doch ein großer Unterschied zwischen Konsolen- und PC-Spielen. Allerdings solltet ihr diesen Punkt nicht allzu ernst nehmen, denn schließlich gewöhnen sich die Menschen an alles und in Zukunft wird dies bestimmt auch besser gemacht. Etwas Schade sind allerdings auch die konsolentypischen und festgelegten Speicherpunkte. Hier hätte etwas mehr Entwicklungszeit wirklich nicht geschadet.
Ganz typisch und solide Zwar gibt es an Grafik und dergleichen nichts zu bemängeln, doch tragen viele Szenen und Handlungen etwas dazu bei, die Stimmung herunterzuziehen. Einige Effekte sind außerdem etwas flacher als bei Genre-Konkurrenten auf dem PC und erinnern wiederum an diverse Konsolenspiele. Generell ist die technische Seite vor allem aufgrund der Sichtweite und der ziemlich abwechslungsreichen Level recht solide gelungen, doch die eher niedrig auflösenden Texturen und recht hackeligen Animationen zeigen erneut „Krankheiten“ eines solchen Ports. Der Sound ist hingegen rundum gut, wenn nicht sogar sehr gut, gelungen. Vor allem die Soundeffekte können sich hören lassen, denn sie klingen allesamt realitätsgetreu und erzeugen eine gute Atmosphäre, die zusammen mit dem Soundtrack und der Sprachausgabe optimal zum Spielgeschehen passt.
Pro - 15 abwechslungsreiche Level - Viele Waffen mit verschiedenen Schuss-Modi - Seltene Elemente wie “Blindfeuer” sind enthalten - Recht gelungene KI - Hübsch gestaltete Schauplätze - Sehr guter Sound
Contra - Eigentlich nutzlose Story - Schwache und gewöhnungsbedürftige Steuerung - Festgelegte Speicherpunkte - Teils unpassende Kamera - Niedrig auslösende Texturen - Ziemlich schlechte Animationen
Fazit “kill.switch” hat durchaus einige guten Seiten, die das Spiel gemeinsam mit den vielen netten und innovativen Gameplay-Elementen eigentlich in die obere Klasse des Genres heben. Allerdings wird das recht solide-gute Paket durch einige Mängel gestört, die bei der Steuerung anfangen und bei den niedrig auflösenden Texturen aufhören - Eben typische Krankheiten eines Konsolen-Ports.
AUTOR: Thorsten 12.05.2004, 21:08h
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