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Kicker Manager 2004

„Kicker Manager 2004“ aus dem Hause Proline beziehungsweise KochMedia (Label: DeepSilver) ist der indirekte Konkurrent des aktuellen Ablegers der „Fussball Manager“-Reihe von Electronic Arts. Es gibt zwar ein paar kleine Unterschiede zwischen den beiden Spielen, aber das Grundprinzip bleibt erhalten: Werdet Manager einer Mannschaft und bringt diese so groß, wie es nur geht heraus. Natürlich könnt ihr auch Nationalmannschaften managen. Hier in diesem Review erfahrt ihr aber, welches von den beiden Spielen mittlerweile „die Nase vorne“ hat, denn wir haben uns nun auch den „Kicker Manager 2004“ genauer angesehen.

Aller Anfang ist schwer
Ihr seid ein neuer Manager und bekommt auch gleich das Angebot eine Fußballmannschaft zu managen beziehungsweise zu leiten. Natürlich könnt ihr nicht „Nein“ sagen und so werdet ihr Manager einer Fußballmannschaft. Wenn ihr im „Real-Modus“ anfangt, ist es klar, dass ihr nur Verträge von „schlechten“ Mannschaften bekommt, aber das macht ja nichts, denn jeder hat bekanntlich einmal klein angefangen. Jetzt ist es eure Aufgabe, etwas aus der Mannschaft zu machen. Ob ihr es schafft, hängt nur von euch ab.
Der eigentliche Job eines Managers findet in seinem Büro statt und dies ist auch beim „Kicker Manager 2004“ nicht anders. Von eurem Büro aus steuert ihr das Team, das Training, den Kader, die Jugend, den Transfermarkt, das Stadion, das Umfeld, die Finanzen, die Vermarktung, die Statistiken, die Kontakte, eure Karriere und natürlich auch die Nationalmannschaften - Zu diesen 13 Optionen gibt es nochmals bis zu 8 Untermenüs. Zum Beispiel gibt es folgende Untermenüs zum Team: Aufstellung, nächster Gegner, Spielweise, Taktische Vorgaben, Aufgaben zuweisen, Standardsituationen, Medizinischer Bereich und Prämien und Strafen. Neu bei „Kicker Manager 2004“ ist, dass ihr alleine oder mit der ganzen Mannschaft an die Börse gehen könnt. Jedoch fängt sich das Spiel ein dickes Minus im Bereich Spielernamen und im 3D Spiel selbst ein, denn kein Spielername ist lizenziert, das heißt, dass es die hier gezeigten Spielernamen überhaupt nicht gibt. Dies bereitet euch wie schon bei der „Anstoss“-Serie große Probleme bei der Spielersuche auf dem Transfermarkt.

Bis an die Spitze
Das 3D Spiel ist folgendermaßen aufgebaut: Es gibt nur zwei verschiedene Trikotfarben (rot und blau). Abhängig von Heim- oder Auswärtsspiel seid ihr dann eben rot oder blau. Eine Komplettansicht des Spiels gibt es nur, wenn eine der beiden Mannschaften eine Tormöglichkeit hat. Wenn dies nicht der Fall ist, seht ihr nur einen schwarzen Bildschirm. Außerdem gibt es etwa 5 verschiedene Tormöglichkeiten und es wird auch immer selbiges abgespielt. Wenn jemand nicht so viel Zeit hat, dann könnt ihr euch auch den Textmodus vornehmen, wo das Spiel wie der Name schon sagt nur schriftlich abläuft.
In „Kicker Manager 2004“ könnt ihr natürlich auch Assistenten einstellen: Co-Trainer, 1. Spezialtrainer, 2. Spezialtrainer, 3. Spezialtrainer, Amateurtrainer, Jugendtrainer, Masseur, Psychologe, Chefarzt, 1. Spezialarzt, 2. Spezialarzt, Chef-Scout, 2. Scout, Geschäftsführer, PR-Manager, Anlageberater, Stadionmanager, Fanbetreuer, Marketingmanager und einen Cateringmanager. Die Spielstärke der Spieler liegt normalerweise zwischen 0 und 16. Bei besonders herausragenden Spielern sogar etwas über 16, wobei ein Spieler mit Spielstärke 16 schon als Jahrhundertspieler bezeichnet werden kann. Ein Feldspieler kann bis zu 20 Fähigkeiten ausbauen, ein Torwart nur 7. Aber auch ihr, der Manager, könnt 7 Fähigkeiten von 1 bis 15 erlernen. Ein Manager hat aber auch 3 Managerwerte, zu denen Vorstandsvertrauen, Fanbeliebtheit und das Ansehen der Presse gehören. Diese werden mit punkten bewertet, die im Spielverlauf zwischen 0 und 100 schwanken. Die Verhandlungen laufen ähnlich wie beim „Fussball Manager 2004“, der Rest erinnert wie erwähnt eher an die „Anstoss“-Reihe von Ascaron.

Optisch schön dargestellt
An der Grafik von „Kicker Manager 2004“ können wir wenig kritisieren, denn sie ist eigentlich sehr schön. Das Büro des Managers ist grafisch nicht schlecht und auch das Stadion ist sehr schön eingerichtet. Sogar das 3D-Spiel ist mit einer guten Grafik versehen, wobei dennoch alles viel umständlicher herüber kommt als beispielsweise beim „Fussball Manager 2004“. Die Entwickler von Proline haben den aktuellen „Kicker Manager“ ja auch nicht mit der leistungsstarken „FIFA“-Engine wie beim „Fussball Manager 2004“ von Electronic Arts bestückt.
Der Sound ist auch nicht schlecht, denn es sind ziemlich echt wirkende Geräusche und Effekte in das Spiel integriert worden.

Pro
- 52 Länder mit 75 Ligen
- Klassische und solide umgesetzte Feauteres
- Massig Trainingsmöglichkeiten
- Vielzahl an Hilfen und Assistenten
- Gelungenes Menüdesign und anschauliche 3D-Grafik
- Immernoch süchtig machendes Spielprinzip
- Guter Support
- Erwähnenswerter Editor
- Sauberes Handbuch

Contra
- Wenig Innovationen und Features im Vergleich zu den Konkurrenten
- Keine Lizenzen
- Teils unausgereift
- Einige Logikfehler
- Verbesserungsfähiger Multiplayer

Fazit
„Kicker Manager 2004“ kommt unserer Meinung nach nicht ganz an den aktuellen „Anstoss“- beziehungsweise „Fussball Manager“-Ableger heran. Trotzdem können wir es jedem „Managerfan“ unter euch empfehlen, da es trotz wenig Innovationen auch einige Stärken hat. Wenn die Entwickler die Kritikpunkte bis zum nächsten Jahr ausmerzen und das Spiel an einigen Ecken verbessern können, kann es das Spiel auch mit den Genre-Königen aufnehmen.

AUTOR: Thomas 09.08.2004, 16:14h

SCREENSHOTS


WERTUNG & WEITERE INFORMATIONEN

                            

Entwickler

Vertrieb

Sprache

Preis

Medium

USK

Einkaufen

Testsystem

Proline

KochMedia

Deutsch

39,99€

1 CD

-

P4 2,6
GeForce 4 ti
512 MB RAM

GRAFIK:

 86%


SOUND:

 79%


GAMEPLAY:

 81%


GESAMT:

 82%

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