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Was hat uns rondomedia denn mit diesem Titel beschert? Ein "Kifferspiel"? Der Name „Hanfbaron“ hört sich zwar komisch an, aber so schlimm ist es nun auch wieder nicht, denn hier geht es eher mehr um die Nutzpflanze Hanf, auch wenn auf dem Packshot euer Hauptcharakter gerade einen ordentlichen „Joint durchzieht“. Doch davon ließen wir uns auch nicht abhalten und prüften das Spiel für euch wie wir so schön sagen auf Herz und Knochen - Unsere Erfahrungen könnt ihr nun im nachfolgenden Review lesen.
Wir Kiffen - Oder auch nicht In „Hanfbaron“ übernehmt ihr die Rolle von Ronny, einem jungen Mann, der schon seit er 14 ist Hanf auf seinem Balkon anbaut. Jetzt will er natürlich auch die Welt mit seinem „Dope“ beglücken, wodurch er in der ganzen Stadt Hanf angebaut hat - Und genau an dieser Stelle kommt ihr in das Spiel, helft ihm beim Pflanzen und Pflücken und werdet vielleicht eben DER „Hanfbaron“. Genau so lautet auch das Spiel. Wenn ihr jetzt allerdings an irgendetwas Verrücktes denkt, seid ihr fehl am Platz, denn "natürlich" wird aus dem gewonnenen Hanf beispielsweise „nur“ Margarine oder auch Biodiesel hergestellt. Trotz dieser "guten" Ausrede könnt ihr es in „Hanfbaron“ nicht vermeiden, von Polizisten, Hunden oder Drogengegnern geschlagen zu werden. Dies jedoch errinnert schon sehr an "Sven Das Schaaf" und so ungefähr könnt ihr euch auch das generelle Spielprinzip von „Hanfbaron“ vorstellen. Anstatt Schäfchen müsst ihr eben Hanf "nehmen". Alles in allem ist das Spiel sowieso eher humorvoll gehalten, es gibt insgesamt 30 Level und jedes Mal, wenn ihr ein Level erfolgreich gemeistert habt, kommen Kommentare wie: "Eine Pupillenverkleinerung kostet Sie 1500€" oder "Ihre Freundin braucht neue Brüste, das kostet 2300€", die ein wenig Abwechslung in das Spiel bringen sollen. Ebenfalls ändern sich die "Kurse" für euren Cannabis: Anfangs ist dieser noch niedrig (Beispiel: 65€ das Kilo), später kann es dann aber auch schon einmal 100€ für besagte Menge kosten. Solche Gameplayelemente machen es natürlich einfacher, als „Hanfbaron“ im Spiel zu bestehen, da der Schwierigkeitsgrad dadurch nicht all zu sehr schwankt.
Kleine lustige Männchen Mehr ist es aber nun wirklich nicht. Die Grafik lässt doch schon sehr zu wünschen übrig, aber wir denken auch, dass wir nicht großartig mehr von einem solchen Budget-Spiel erwarten können. Die Spielwelten sind zwar mit vielen lustigen Details gehalten und ihr könnt am Ostseestrand zum Beispiel auch der Badenixe den Badeanzug herunterziehen, aber schön sieht es leider nun wirklich nicht aus. Der Sound ist nun wirklich auch nicht prickelnd: Wenige Soundeffekte und lahme Musik machen ein solches Spiel nämlich auch nicht besser. Auch die Sprachausgabe hätten die Entwickler besser umsetzen können.
Pro - Witzige Spielidee - Lustige Kommentare - Leichtes Gameplay - Simple Steuerung - Gelungener Schwierigkeitsgrad - Geringer Preis (14,99€)
Contra - Unausgereiftes Spielprinzip - Story? - Rundum miese Grafik - Schlechter Sound - Zu kleine Level - Wenig Abwechslung - Nervige “Gegenspieler”
Fazit “Hanfbaron” hat uns leider nicht wirklich überzeugt. Wenig Ideen, schwache Grafik und der miese Sound dürften die Hauptgründe dafür sein. Allein aus der Spielidee hätten die Jungs von Cerasus viel mehr machen können - Ein “Hanfbaron” im “Mad TV”-Stil beispielsweise wäre bestimmt richtig spaßig geworden. Leider ist dem nicht so, wodurch wir nur auf einen besseren Nachfolger oder auf ein ähnliches Spiel warten können. Ansonsten können wir “Hanfbaron” wirklich nur den Liebhabern solcher Spiele unter euch empfehlen.
AUTOR: Jan 30.09.2004, 23:45h
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