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„Greyhawk: Der Tempel Des Elementaren Bösen“ (Englisch: „Greyhawk: The Temple Of Elemental Evil“) entwickelt von Troika Games ist laut Publisher Atari ein Rollenspiel der Extra-Klasse. Doch kann es wirklich mit den großen Genre-Vertretern wie zum Beispiel „Baldur’s Gate (2)“ mithalten? Potenzial hat das Spiel, nicht zuletzt wegen der schon im Vorfeld gelobten Charaktermodifizierung und den großen Dungeons – Ob es letztendlich etwas geworden ist, solltet ihr am Besten in unserem Test nachlesen.
Ein klassisches „Greyhawk“-Abenteuer Angst und Schrecken machen sich im Land Flanaess im „Greyhawk“-Universum breit, denn wie so oft versuchen einige böse Magier die Herrschaft zu erringen. Fast das ganze Volk wird versklavt, bis sich eure Charakter (bis zu 5) auf den Weg zum Tempel des elementaren Bösen machen, um der ganzen Sache rund um Chaos und dunkler Magie nachzugehen. Ob es euch im klassischen „Dungeons & Dragons“-Stil gelingen wird, bleibt natürlich euch überlassen. Selbstverständlich ist auch, dass euch auf dem Weg zum Tempel die verschiedensten Gefahren und die lauernsten Gegner vor eure Füße laufen werden. Euch erwarten außerdem über 50 Neben-Quests, die ihr nicht lösen müsst, aber eben könnt. Trotzdem werdet ihr dem Spiel spürbar anmerken, dass die Story eher nebensächlich ist und doch alles nur auf dieses eine Hauptquest zielt.
Die Charaktermodifizierung Wie bereits oben genannt, bietet „Der Tempel Des Elementaren Bösen“ unzählige Möglichkeiten, die Charakter eurer Gruppe, welche insgesamt bis zu 5 Charakter umfassen kann, nach euren Wünschen auszurichten. Bevor ihr jedoch damit loslegen könnt, wird von euch verlangt, die Ausrichtung eurer Gruppe zu wählen (Rechtschaffend gut, Rechtschaffend neutral, Rechtschaffend chaotisch und die gleichen Möglichkeiten für neutral und böse), welche das Handeln eurer Gruppe beim Lösen von Quests nachhaltig beeinflusst. Nachdem ihr dies erledigt habt, fangt ihr endlich an eure Charakter zu erstellen. Als aller erstes wählt ihr die Rasse, wo euch Kreaturen von Menschen, über (Halb-)Orks bis hin zu Zwergen erwarten. Danach verteilt ihr bestimmte Punkte auf die wichtigen Attribute wie Stärke, Charisma oder Konstitution, wobei ihr bei diesen Punkten auch auf die leicht verständlichen Abkürzungen, wie zum Beispiel KO = Konstitution, setzen könnt. Nach diesen Einstellungen könnt ihr nun äußerliche Merkmale auswählen, zu denen beispielsweise die Frisur, die Haarfarbe, die Größe und auch das Geschlecht gehören. Jetzt kommen die eher unwichtigen Begebenheiten wie die Gottheit oder die Stimme. Alles in allem hält sich „Der Tempel Des Elementaren Bösen“ auch bei diesem Punkt stark an das „Dungeons & Dragons“-Prinzip.
Breitgefächerte Arsenale Durch eine Art Tutorial werden euch anfänglich die wichtigsten Schritte des Spiels gezeigt. Trotzdem kann das Spiel für die Anfänger unter euch zum Verhängnis werden, da euch anfangs kaum Gegner, aber später echte Brocken erwarten. Die Kämpfe werden rundenbasiert ausgetragen, wodurch ihr vor allem in komplexen Situationen den Überblick bewahren könnt und außerdem stehen euch dadurch einige taktische Möglichkeiten offen. Eure Gruppe hat zahllose Möglichkeiten, sich auszurüsten. Es gibt schon einige Waffengattungen, wie zum Beispiel leichte Nahkampfwaffen, beidhändige Nahkampfwaffen und viel, viel mehr. Es gibt ebenso viele Möglichkeiten eure Gruppe auszurüsten, um sie zu schützen. Leder-, Ketten- und Panzerrüstungen stehen hier an der Tagesordnung. Neben diesen handgreiflichen Möglichkeiten können eure Charaktere natürlich auch die verschiedensten Magien kennenlernen. Insgesamt stehen euch über 100 Zaubersprüche zur Verfügung.
Saubere Hintergründe Die Grafik in „Der Tempel Des Elementaren Bösen“ ist akzeptabel und kann durchaus mit Kollegen wie „Neverwinter Nights“ mithalten. Vor allem die Effekte und die vielen Details sind oftmals ein echter Hinschauer. Alles in allem wirkt sie dann aber doch ein wenig nüchtern, nicht zuletzt, da ihr das Spiel aus der Vogelperspektive mit den Regelwerken des „Dungeons & Dragons“-Prinzip steuert. Der Sound des Spiels wird je nach Umgebung oder Gebäude ausgerichtet. Die Musik, Geräusche oder auch die gelungene Sprachausgabe passen auch meist zur jeweiligen Situation und verhelfen zu einer wunderbaren Atmosphäre. Der Spielspaß wird dadurch aufrecht erhalten.
Pro - Umfangreiche Charakter-Modifizierung - Große Dungeons - Saubere Sprachausgabe - Schöner Hintergrund-Sound - Massig Zaubersprüche - Viele Monster - Teils schöne Grafikeffekte/Grafikdetails
Contra - Steuerung nur aus der Vogel-Perspektive - Lahme Story - Anfänglich schwierig
Fazit “Greyhawk: Der Tempel Des Elementaren Bösen” ist keinesfalls ein Spiel für zwischendurch. Das für Anfänger schwierige “Dungeons & Dragons”-Reglement beschert aber für Könner einige spaßige Hardcore-Spielzeit, untermalt von gelungener Grafik und passendem Sound.
AUTOR: Thorsten 09.12.2003, 22:32h
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