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In „Game Tycoon“ seit ihr am Anfang eine kleine Entwicklerfirma und bastelt eure eigenen Spiele, samt Engine. Wenn diese fertig sind, müsst ihr nur noch einen geeigneten Publisher finden und schon kann euer Spiel ins Presswerk und weltweit verkauft werden. Das hört sich jetzt zwar simpel an, aber der Schein trügt. In „Game Tycoon“ müsst ihr jedes Detail beachten. Bevor ihr die Engine entwickeln oder eine bereits Fertige kaufen könnt, müsst ihr euch erst einmal von der örtlichen Bank etwas Geld pumpen, mit dem ihr die Entwickler, Komponisten und Grafiker bezahlt, die ihr euch vorher aus der Job-Liste raussucht. Nachdem ihr eine fertig gestellte Engine habt, könnt ihr euch dann am eigenen Rechner im Spiel das Game zusammenstellen. Am Anfang das Genre und am Ende für welche Plattformen, in welchen Sprachen, und zum Beispiel auch welche Soundarten unterstützt werden. Die Story und genauere Details sind leider nicht einstellbar, dafür könnt ihr euch aber in einem Auktionsraum Filmlizensen ersteigern. So langsam ist es dann auch an der Zeit sich einen Publishingvertrag zu ergattern. Eine weitere Schwierigkeit ist hierbei, dass alle diese Verträge ein festgelegtes Datum beinhalten, an dem das Spiel in den Läden zum Verkauf stehen muss. Wenn ihr euch dann ebenfalls genug Grafiker und Komponisten gesucht hat und das Spiel fertig entwickelt ist, geht man zum Presswerk und lässt eine beliebige Zahl produzieren. Hierbei könnt ihr euch auch die Verpackung des Spiels und Werbegeschenke aussuchen. Wenn das Spiel dann endlich im Handel erhältlich ist, könnt ihr durch gezielte Werbung noch den Verkauf ankurbeln. Sei es mit einfachen Plakaten oder durch ganze Trailer, die im Fernsehen ausgestrahlt werden, alles treibt die Verkaufszahlen in die Höhe. Am Ende, wenn alles erledigt ist, könnt ihr dann an der TopTen-Liste und an den Bewertungen diverser Spielezeitschriften erkennen, wie euer Spiel bei der Masse und vor allem bei der Presse ankommt. Und wenn dann schon das erste Geld auf euer Konto überwiesen wird, könnt ihr gleich weiter mit der Fortsetzung oder einem komplett neuem Titelmachen!
Grafik und Sound Das gesamte Spiel besteht aus einer netten 2D Grafik, die aber immernoch sehr verbuggt ist, aber dazu werdet ihr später im Artikel noch mehr erfahren. Jede in dem Spiel vorkommende Person hat auch etwas zusagen, sei es die Kioskmann, der euch einfach freundlich die Zeitung reicht oder der Auktionsleiter, der vor lauter Geboten gar nicht mehr aufhört zusprechen. Soundtechnisch wird bei “Game Tycoon” wirklich einiges geboten.
Die dunkle Seite von “Game Tycoon“ Das Spiel ist einfach voller Bugs. Man könnte glauben, dass man eine Betaversion vorliegen hat, wenn man es so spielt. Es ist wirklich unglaublich, das ihr einfach kein Spiel neu laden könnt, wenn ihr schon Eines gestartet habt, da sich sonst der geladene Spielstand mit dem laufendem Spielstand vermischt. Anderes Beispiel: Ihr habt grade eine Engine fertiggestellt, aber ihr könnt diese dann einfach nicht in das passende Feld ziehen um daraus ein Spiel zumachen. Bei so vielen, spielspaßvernichteneden Sachen ist es eigentlich nur nebensächlich, dass der Charakter ab und an einfach durch die Luft geht oder durch Wände rennt, weil der Weg so kürzer ist.
Pro - Tolle, innovative Spielidee - Kein Vollpreis (Nur 34,99€) - Viel Sprachausgabe
Contra - Spielspaßvernichtende Bugs - Simple 2D Grafik - Relativ schwer und stressig
Fazit „Game Tycoon“ basiert auf einer wundervollen Spielidee, welche es so noch nicht gegeben hat, aber in der Weise wie „Enjoy“ diese umgesetzt hat, ist das Spiel fast schon unausstehlich geworden. Wegen der innovativen Spielidee bleibt es aber ein befriedigendes Spiel. Sobald erste anständige Patches erscheinen, die wirklich etwas verändern könntet ihr dann auch mal zugreifen.
AUTOR: Philip 19.09.2003, 16:08h
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