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Mit „Galactic Civilizations“ kommt endlich mal wieder ein rundenbasiertes Strategiespiel, welches eigentlich als Remake des gleichnamigen Spiels von 1994 gilt, dass ja bekanntlich mit dem „Game Of The Year Award“ ausgezeichnet worden ist.
"Wir haben Kontakt mit Aliens !" In „Galactic Civilizations“ beginnt man im Jahre 2178, die Geschichte fängt allerdings schon 50 Jahre früher an. Denn das ist der Zeitpunkt indem wir Menschen durch eine arceanische Forschungsdrohne das erste Mal Kontakt mit einer außerirdischen Spezies haben. In diesen 50 Jahren haben die Menschen und die Arceaner eine einfache Form der Kommunikation entwickelt und nun ist man bereit in das Spiel einzusteigen, neue Völker zu entdecken und neue Technologien zu entwickeln, das spannende Wettrennen um Planeten, Ressourcen und Technologien kann beginnen.
Aller Anfang ist schwer In fast jedem derzeitigen Weltraum-Spiel beginnt man auf der guten alten Mutter Erde und kann daher auch keine anderen Rassen auswählen. Diese Rassen kann man jedoch noch editieren und bestimmen ob sie Idioten oder schlaue Köpfe sind, was allerdings nicht viel nutzt, da die Aliens schon auf dem niedrigsten Schwierigkeitsgrad nicht gerade leicht zu besiegen sind. Allerdings kann man unter dutzenden verschiedener Optionen wählen, wie zum Beispiel andere politische Parteien und Extrapunkte für Handel, Militär usw.. Diese Extrapunkte kann man in verschiedene Stufen unterteilen, die die Wirkung der jeweiligen Punkte verstärken, es stehen übrigens 10 Punkte zur Verfügung. Das Wichtigste ist eine hohe Population, die schon bei der Verteilung der Punkte höchste Priorität haben sollte, wenn eure Arbeiter zu viel Spaß haben, werden sie träge und haben keinen Bock auf Arbeit, weswegen nur ein Motto gilt: „Erst die Arbeit und dann das Vergnügen“. Möglich ist es natürlich auch den Kontrahenten auszuspionieren und Kriege mit ihm anzufangen, was anfangs jedoch nicht nicht gerade empfehlenswert ist. Das Tutorial ist leider keine große Hilfe, die man bei "Galactic Civilizations" wirklich bitter nötig hat, es hilft nur minimal. Mein Tipp sind daher Probespiele und selbst erlernen, da auch das Handbuch nicht viel weiterhilft.
Alles wie immer Ihr beginnt mit einem Kolonieschiff, das euch den Weg zu anderen Planeten ebnet. Von der Erde aus schickt man Scouts, die die übrigens frei einstellbare Galaxie erkunden und Kontakt mit anderen, in dieser Galaxie verstreuten, außerirdischen Lebensformen aufnehmen. Bei jedem bewohnbarem Planeten kann man zwischen 2 Optionen wählen, entweder man nimmt das Militärprojekt oder das Sozialprojekt. Durch das Militärprojekt kann man zum Beispiel ein neues Schiff bauen und mit dem Sozialprojekt verbessert sich die Moral der Arbeiter. Fast alle Technologien kann man weiterentwickeln, bei einem abgeschlossenen Upgrade stehen meistens gleich wieder drei neue bereit. Somit entsteht ein riesiger Technologiebaum, der irgendwie kein Ende zu haben scheint.
Zwischen Diplomatie und Krieg Die Diplomatie mit den Außerirdischen ist anfangs wohl förderlich für euren Staat, die richtige Würze bekommt das Spiel allerdings durch Weltraumkämpfe. Angriffspakte mit anderen Völkern kann man sich erkaufen indem man horrende Summe und gegebenenfalls auch Planeten tauscht. Wer eher auf der friedfertigen Seite ist kann dem Rat der "United Planets" beitreten. Dort wird über verschiedene politische Probleme, aber auch über soziale und sportliche Angelegenheiten, abgestimmt
Aus alt werde neu Das schon 1994 erschienene PC-Spiel "Galactic Civilizations" ist nach 9 Jahren wieder neu erschienen. Es ist ein tolles, rundenbasiertes Strategiespiel, das seinen Glanz noch nicht verloren hat. Klar ist, dass es Entwickler Strategy First grafisch aufpeppen musste, was allerdings auch relativ gut gelungen ist. Neben schönen Animationen haben sie sich sehr viel Mühe mit den Videosequenzen gemacht. Sie sind super animiert und grafiktechnisch auf dem neuesten Stand. In-Game-Grafik gibt es nicht viel, hier hätte man ruhig einen neuen Schritt wagen können, denn so wirkt das Spiel ähnlich wie die “Master Of Orion”-Reihe. Der Sound lässt allerdings schwer zu Wünschen übrig. Nervige Musik und langweilige Effekte stehen hier an der Tagesordnung.
Pro - Langzeitmotivation - Große Galaxie - Viele Luftschiffe - Gute KI - Immer wieder neue Herausforderungen
Contra - Manchmal zu gute Gegner - Mäßiger Sound - Grobe Grafik - Kein Multiplayer - Wenige Innovationen
Fazit Schöne Umsetzung des Klassikers von 1994, kann es auch mit anderen rundenbasierten Strategie-Spielen wie "Civilizations" oder „Master Of Orion“ aufnehmen. "Galactic Civilizations" ist für Genrefans ein Muss, Einsteiger sollten sich den Kauf aber gut überlegen
AUTOR: Jan 18.09.2003, 11:42h
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