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Na, das kennen wir doch: Mittlerweile jedes Jahr beschert uns EA Sports neben bekannten Reihen wie „NHL“ oder „FIFA“ nun auch mit einem Spiel aus der ebenfalls hauseigenen „Fussballmanager“-Reihe. Wenn ihr wissen wollt, was es alles Neues gibt und was sich Electronic Arts diesmal alles einfallen lassen hat, dann lest doch einfach unseren Test weiter.
Fußball ist unser Leben und Fußball regiert die Welt Beginnen wir doch mit dem Herzstück eines jeden guten Fussball-Managers: Dem Menü. Auch wenn es für den „FM 2004“ neu designt und verbessert worden ist, wirkt es auf den ersten Blick immernoch unübersichtlich und überfüllt, aber immerhin besser, als bei den Vorfahren. Wie in den Vorgängern habt ihr es als EA „Fussballmananger“-Neuling schwer euch zurechtzufinden, da hilft auch der neu angelegte Büromodus wenig. Zunächst wählt ihr gewohnt euer Team aus den verschiedensten Ligen aus und macht noch ein paar weitere Einstellungen für den Spielverlauf. Dann geht es los und natürlich hat nicht nur das generelle Design einen neuen Facelift bekommen, auch alle anderen Bereiche, wie Stadionumfeld, Taktik & Training, Transfers und so weiter, wurden überarbeitet. Ihr könnt natürlich genau wie in den anderen Manager-Teilen einige Beriche auswählen, um die sich eure freundlichen Kollegen KI-gesteuert kümmern. Sie erledigen ihren Job gut und effektiv, weshalb solche Schritte vor allem für Anfänger unter euch zu empfehlen sind, da ihr euch beispielsweise „nur“ auf das Trainer-Dasein konzentrieren könnt. Dabei ist die taktische Einstellung ist in dem neuen Clou von EA wichtiger denn je, denn mitlerweile kommt es nicht mehr so auf die Spielerstärke an, sondern darauf, dass eure Manschaft taktisch perfekt auf den Gegner eingestellt ist. Die eben genannte Spielstärke leitet sich übrigens aus den verschiedenen Attributen ab. In den früheren „Fussballmanager“-Spielen konntet ihr lediglich die Attribute der Spieler des A- und B-Kaders beeinflussen, jetzt könnt ihr sogar größeren Einfluss auf die Jugendspieler nehmen, was sich vor allem positiv für langfristige Planungen auswirkt.
Wie an der Börse Der in den vorigen Teilen so gut gemachte Modus zum Ausbau von Stadien ist in dem neuen Teil erheblich verschlechtert worden, kleinere Fehler bei der Sitzplatzanzahl und wenig Ausbaumöglichkeiten sind hier an der Tagesordnung. Schade eigentlich, denn gerade auf dieses Feature haben die ersten Bilder richtig Lust gemacht. Auch der Textmodus ist verändert worden, auch wenn die Unterschiede zum Vorgänger nur schwer erkennbar sind. Allerdings sind diese kleinen Veränderungen ebenfalls allesamt positiv gelungen. Außerdem könnt ihr als Trainer während des Spiels mit diversen Sprüchen wie beispielsweise „Schieß“, „Pass“ oder auch „Geh’ rein“ passiv in das Spielgeschehen eingreifen. Eure Anweisungen werden bei einem Team mit guter Moral auch meistens von den Spielern befolgt. Insgesamt sind eigentlich alle Features vorhanden, die es auch beim Konkurrenten „Anstoss 4 Edition 2003/2004“ zu bestaunen gibt. Nationaltrainer, der Gang an die Börse, Management außerhalb des Stadions und noch viel mehr Funktionen warten darauf, euer Management-Talent auszutesten. Revolutionär ist der sogenannte Football Fusion-Modus, bei dem ihr Spielstände von „FIFA 2004“ mit dem „FM 2004“ oder umgekehrt verschmelzen könnt. So ist es zum Beispiel möglich, dass ihr die Spiele eurer Mannschaft des „FM 2004“ in „FIFA 2004“ selbst spielen könnt und somit aktiv am (Nicht-)Erfolg teilhaben könnt. Einerseits ist dieser Schritt spaßige Abwechslung, andererseits aber auch eine schlaue Marketing-Strategie von EA. Außerdem gab es so etwas Ähnliches auch schon bei Ascaron, eine Verbindung zwischen “Anstoss Action” und “Anstoss 3” konnte nämlich auch hergestellt werden, wenn auch lange nicht so komplex.
Da glüht der Rasen Das sind die Worte, mit denen ihr die Grafik des „FM 2004“ beschreiben könnt. EA Sports hat für Diesen nämlich die Grafikengine von „FIFA 2004“ benutzt, um dem Genre etwas Hummel unterm Hintern zu machen. Ein ebenfalls revolutionärer Schritt, denn bisher setzte das Entwicklerteam rund um Gerald Köhler immer auf die Vorjahres-„FIFA“-Engine. Wenn ihr jetzt die Grafik mit den Vorgängern vergleicht, so könntet ihr schon Gänsehaut bekommen, da sie für einen Manager wirklich fantastisch aussieht. Wenn ihr beim „Fussballmanager 2004“ von Sound sprecht, ist das etwas zu hoch gegriffen, denn die lieben Entwickler haben sich wohl folgendes gedacht: „Warum sollen wir so viel Geld ausgeben, wenn sich die Spieler ihre eigenen Lieblingslieder auf den Ordner mit den MP3´s spielen können?“ So sind nur 2 Tracks vorhanden, die aber immerhin für Stimmung sorgen und auch von recht bekannten Bands gesungen werden, was wir bei den „EA (Sports) Trax“ aber eigentlich auch gewohnt sind. Die Soundeffekte hingegen sind nicht von schlechten Eltern und unterstreichen den Realismus des Spiels.
Pro - Football Fusion-Modus - Tolle Grafik (“FIFA 2004”-Engine) - Gute Soundeffekte - Gelungenes Menüdesign - Viele, viele Features - Vorgängerfunktionen wurden an vielen Stellen verbessert - Fast ewiger Spielspaß - Integrierter MP3-Player für eure eigene Musik - Offizielle Lizenzen
Contra - Mittel-schwerer Einstieg - Wenige Soundstücke - Kleinere Bugs, die aber nach und nach mit Patches behoben werden oder bereits gefixt sind
Fazit Electronic Arts hat auch mit dem “Fussball Manager 2004” vollste Arbeit geleistet, es ist ganz klar der beste Teil der Serie und kann sich durch viele Features, sowie die grandiose Grafik auszeichnen. Im Vergleich zu Spielen wie “Anstoss 4 Edition 2003/2004” bleibt es allerdings immernoch Geschmackssache, denn ihr selbst müsst entscheiden, ob ihr eher auf Realismus oder auf Humor steht.
AUTOR: Jan 06.03.2004, 18:27h
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