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„Go, go, go !“, heißt es oft bei dem neuen Taktik- und Team-Ego-Shooter namens "Full Spectrum Warrior" von den Pandemic Studios und Publisher THQ. In diesem, bereits seit längerer Zeit auf X-Box erhältlichen und neuen, gleichermaßen aufregenden Spielkonzept wird euch richtig klar, welchen Anstrengungen amerikanische beziehungsweise alle Soldaten unterlegen sind. "Full Spectrum Warrior" ist kein Standard-Taktikshooter, denn dieser basiert auf einem extra für die U.S. Army entwickeltem Trainingssimulator, was wir auch in Eigenrecherche überprüft haben. Soweit die Fakten und die Begeisterung der X-Box-Version. Wie sich die PC-Version letztendlich schlägt, erfahrt ihr nun bei uns im Review.
Wie im realen Leben Ihr schlüpft von Anfang an in euren Einsatztrupp, der aus neun qualifizierten Soldaten besteht. Der Einsatztrupp besteht aus meist zwei Gruppen: Team Alpha und Team Bravo. In jedem dieser Teams befinden sich insgesamt vier Mann. Zusätzlich gehört zu dem Alpha-Team noch der Befehlshaber, dessen Rolle ihr meist übernehmt. Um in dem Spiel einen ziemlich guten Schnitt zu landen, dürft ihr euch allerdings nicht wie in einem klassischen Ego-Shooter verhalten, auch wenn es auf den ersten Blick so aussieht - Ihr müsst euch in die Lage eines echten Kommadeurs versetzen und stark darauf achten, dass niemand eurer Mannschaftsmitglieder verletzt, geschweige denn getötet wird, da darauf hin der soforte Abbruch der Mission bevorsteht. Ihr müsst also versuchen, euch taktisch durch die großen und oft schweren Missionen zu kämpfen. Ihr könnt zum Beispiel nicht einfach mit einem eurer Teams vor einen Gegner treten und wie wild auf ihn schießen, denn tut dieser dann einen Schuss ist meist einer eurer Teamkameraden am Ende und da es auch nicht wie in vielen anderen dieser Spielprinzipien einen Sanitäter gibt, fällt dieser Schuss zu euren Missgunsten und kann euch die ganze Mission vermiesen.
Auf die Plätze - Fertig - Los ! Um an einer Anzahl an Gegnern vorbeizukommen, müsst ihr sie also meist überlisten. Ihr müsst euch hinter vielen Mauern, Autos oder Ähnlichem verschanzen, um sie aufzuhalten und nicht entdeckt zu werden. Als Beispiel hierfür könnt ihr mit dem einem Team einen Dauerbeschuss auf eine Person halten und sie mit eurem zweiten Team von hinten attackieren und auslöschen. Oft klingen die Missionsziele dabei einfach, um nicht zu sagen kinderleicht: So sollt ihr beispielsweise einen Platz markieren, auf dem ein Luftangriff stattfinden soll. Doch leichter gesagt als getan, denn allein das Vordringen bis zu so einem solchen Platz nimmt schon oft eine Stunde Spieldauer in Zeit. Oft kommen auch noch Nebenmissionen vor: So müsst ihr zum Beispiel einen verletzten Soldaten aus einem laufendem Kriegsgeschehen retten und ihn dann einem anderem Team übergeben. Dabei müsst ihr auch bedenken, dass der Mann eurer Truppe, der den Verletzten trägt langsamer ist, als die anderen und nicht viel Kondition erbringen kann und somit auch schnell ermüdet. Das Handling ist dabei nicht sehr schwer, da ihr oft mit einzelenen Tasten die wichtigsten Befehle ausführen könnt - Dazu gehören solche wie ducken, Soldat wechseln oder auch Team wechseln. Wenn ihr euch damit erst einmal zurechtgefunden habt, könnt ihr auch gleich richtig loslegen. Ihr müsst immer versuchen, eure Teams in gute Positionen zu bringen, in denen sie kaum von feindlichen Schüssen bedroht sind. Desweiteren müsst ihr euch oft den Rücken frei halten - Hierbei müsst ihr dann in einen anderen Modus gehen, der es euch erlaubt mit dem gewünschten Soldat einen Zielkreis anzugeben, auf den er dann schießt, das heißt ihr werdet nie selbst an der Waffe sitzen, sondern könnt euren Truppen Befehle geben, die sie dann ausführen. Zu solchen Dingen gehören zum Beispiel auch das Anfordern eines Luftangriffs, welchen ihr aber natürlich lieber aus weiter Ferne genießen solltet.
Spulen, Spulen und nochmals Spulen Ohne Speichern geht bei „Full Spectrum Warrior“ nichts, jedoch ist bei diesem Spiel auch diese Funktion sehr interessant gestaltet. Ihr könnt zwar im leichten Schwierigkeitsgrad noch wie gewohnt an bestimmten Checkpoints abspeichern, doch das neue Speichersystem erlaubt euch ebenfalls, eure Mission in einem Video anzusehen und vor eurem Fehlschlagen der Mission wieder einzugreifen und euren missionszerstörenden Fehler zu beheben. Das Video könnt ihr unter anderem auch mit der doppelten Geschwindigkeit vorspulen, doch da ihr warscheinlich nicht immer am Ende einer Mission scheitert, die eigentlich immer über eine Stunde laufen, ist dies gar nicht einmal zwingend notwendig. Dazu haben sich die Entwickler der Pandemic Studios eine weitere Lösung einfallen lassen: Ihr könnt die Videos nämlich auch in verschidenen Abschnitten abspielen lassen, um leichter in euren gewünschten Augenblick zu spulen.
„War da etwas ?“ So etwas denkt ihr euch sicherlich oft beim Spielen von „Full Spectrum Warrior“, denn der Sound des Titels ist sozusagen „haarscharf“. Ihr hört das Knarren vom Laufen bis zum Zünden einer Granate. Mit diesen aufwendigen Soundeffekten wirkt das Spiel noch realistischer, was natürlich auch beweist beiträgt, dass dieses Spiel vorerst nur als Trainingssimulator für die U.S. Army gedacht war. Die Personen des Spiels reden auf Englisch, was sich allerdings nicht weiter negativ auf das Spiel auswirkt, denn es sind Amerikanische Soldaten und es wird euch alles mit Hilfe von Untertiteln klar gemacht. Unserer Meinung nach stützt dies eher weiter die tolle Atmosphäre des Spiels: So erhaltet ihr auch hier ein weiteres Mal den Eindruck, als würdet ihr euch direkt im Kriegsgeschehen befinden.. Dazu könnt ihr die Schüsse der Waffen und Vehikel fast alle einzeln hören und andere Kriegsgeräusche tauchen ebenfalls während des Geschehens auf. Die Grafik des Spiels ist auch überragend: Während des Spiels laufen zum Beispiel streunernde Hunde an euch vorbei und die Umgebung ist wüst und sehr wahrheitsgetreu gestaltet. Die vielen eindrucksvollen Videosequenzen bringen euch die Situation der einzelnen Soldaten näher. So stellt sich euer Team beispielsweise in der ersten von vielen Zwischensequenzen vor und verrät einiges über sich und das klassische Agieren im Krieg. Die Waffen, wie auch Autos, Panzer oder Explosionen sind sehr authentisch bearbeitet und sehen klar und deutlich gesagt eindrucksvoll aus.
Pro - Perfektes Zusammenspiel aus Taktik-, Action- und Strategie-Spiel - Hoher Realismus - Vollkommen gelungenes Gameplay - Gute Steuerung - Tolle KI - Realistische Atmosphäre - Sauber erstellte, abwechslungsreiche und lange Missionen - Innovatives Speichersystem - Grafik- und Soundkulisse sind mehr als gelungen und vermitteln einem ein „Live-Einblick“ in den Krieg - Cineastische Zwischensequenzen - Kooperativer Multiplayer möglich
Contra - Schwache und eher unwichtige Story - Oft merkwürdige Kamerapositionen, aus denen nichts zu erkennen ist - Multiplayer mit kleineren Schwächen
Fazit Unserer Meinung nach ist "Full Spectrum Warrior" ein toller Taktik-Shooter mit Elementen aus den verschiedensten Genres. Desweiteren steht die PC-Version selbiger auf der X-Box in keinem Punkt nach. Mit diesem vor erst als Armee-Trainingssimulator gedachtem Spiel haben die Jungs von den Pandemic Studios nicht wie so oft ein Kriegsspiel geschaffen, bei dem es nur um das „Ballern“ geht, denn hier müsst ihr auch die richtige Taktik und Strategie einsetzen, um zum Erfolg zu kommen. Das Spielprinzip wurde nahezu perfekt umgesetzt und wir denken, dass es derzeit keine bessere Alternative für einen atmosphärischen und äußerst realistischen Kriegstitel gibt.
AUTOR: Timo 28.11.2004, 23:11h
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