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Mit "Flat Out" wurde wieder einmal ein Spiel entwickelt, dass sich nicht nur um Rennen, sondern auch um Tuning dreht. Doch das ist noch lange nicht alles: Es glänzt auch mit einem speziellen Schadensmodell. Dabei fahren keine Menschen, sondern Dummys in euren Boliden, wodurch die Möglichkeit entsteht, spektakuläre Unfälle darzustellen. Die Entwickler von Bugbear Entertainment haben sich also nach der offiziellen Produktbeschreibung wieder mächtig ins Zeug gelegt und scheinbar wieder ein Spiel mit jede Menge Spaß herausgebracht. Ob dem wirklich so ist, erfahrt ihr nun bei uns im Test.
Massenkarambolagen ? Hier nichts Neues... Am Anfang des Spiels habt ihr wie immer die Möglichkeit, eines von insgesamt 16 Autos auszuwählen. Zwar ist die Auswahl am Anfang noch beschränkt, aber ausreichend - Wollt ihr mehr, so müsst ihr euch die Boliden logischerweise durch Erfolge freischalten. Anfangs bekommt ihr noch ein wenig Startgeld, um eurem Auto noch ein paar Extras zu verpassen und dann geht es auch schon los. Die ersten Rennen sind noch relativ leicht. sodass ihr genug Geld sammeln könnt. Die Menge der Belohnungen bestimmt die Position am Ende des Rennens. Der Erste bekommt natürlich das Meiste und so weiter. Durch spektakuläre Massenkarambolagen oder bestimmte ungefahrene Objekte könnt ihr zudem auch noch Bonusgeld bekommen. Das Aussehen von eurem Auto könnt ihr dabei leider nicht verändern, hier zählen eher die inneren Werte: Motor, Auspuff, Getriebe et cetera können erweitert beziehungsweise verbessert werden - Hier gibt es zig verschiedene Möglichkeiten. Geld zu sparen bringt euch also nicht viel, da ihr sowieso immer zuerst das schlechtere Teil kaufen müsst, bevor ihr das bessere kaufen könnt. Was uns sehr überrascht hat, ist, dass es sogar Nitro gibt. Zwar gibt es nur eine Art von Nitro, die aber auch vollkommen ausreichend ist, da es auf den Strecken sowieso keine langen Passagen gibt, wo ihr es richtig ausnutzen könnt. Das beste an der Sache ist, dass euer Nitro nur aufgeladen werden kann, indem ihr eure Gegner „anrempelt“. Je nach Härte eines Crash erhaltet ihr dann Nitro.
Dummy, der Freund und Helfer Kommen wir nun zu einem wirklich interessanten Feature von „Flat Out“: Dem Schadensmodell. Hier haben sich die Entwickler von Bugbear Entertainment wirklich sehr viel Mühe gegeben, denn es ist sehr detailliert. Neben der physikalisch korrekten Simulation könnt ihr euer Auto wortwörtlich in mehrere Tausend Stücke zerteilen und zudem auch noch über 3000 Objekte auf jeder Strecke umfahren oder stoßen. Wäre bei einem richtig harten Unfall ein Mensch im Auto gewesen, so wäre dies womöglich das Ende. Genau aus diesem und womöglich auch aus Jugendschutzgründen haben die Entwickler als Fahrer Crashtest-Dummies, statt Menschen an den Start gehen lassen. Dadurch entsteht vor allem bei den Minispielen ein durchaus witziges Flair, wenn es auch noch darum geht, euren Dummy so weit beziehungsweise so hoch wie möglich durch die Gegend zu schleudern. Das alles passiert zudem in Zeitlupe und nach ein paar Sekunden sitzt er auch schon wieder im Auto und ihr könnt weiter fahren. Dies ist auch zwingend nötig, da ihr bei größeren Karambolagen trotz Geldboni immer wieder viel Zeit und dadurch durchaus auch Platzierungen verlieren könnt, die letztendlich doch wichtiger sind. Das Spiel "Flat Out" dreht sich also hauptächlich um das Tunen und Rennen fahren mit spektakulären Massenkarambolagen. Gewinnt ihr ein Rennen, bekommt ihr Geld, um euren Wagen entsprechend „aufzumotzen“. Wenn euer Bolide dann bessere Teile hat, könnt ihr dann immer anspruchsvollere Rennen gewinnen - Auch bei „Flat Out“ erwartet euch also der „ewige Rhythmus“ eines klassischen Rennspiels, was sich vielleicht sehr einseitig anhört, da es aber sehr viele Strecken und Tuningteile gibt, die den Spielspaß auf jeden Fall erhalten, solltet ihr euch hier nicht allzuviele Sorgen machen. So gibt es insgesamt 16 vollständig aufrüstbare und zerstörbare Fahrzeugmodelle, 36 Strecken, die zudem in fünf abwechslungsreiche Szenarien unterteilt sind und sogar noch eine Vielzahl an durchaus innovativen Minispielen.
Mit Vollgas an den Kontrahenten vorbei Die Grafik von „Flat Out“ hat uns bereits auf den ersten Screenshots positiv überrascht. Zum einen hätten wir hier das bereits beschriebene, grandiose Schadensmodell und zum anderen die ebenfalls schon erwähnten abwechslungsreichen Szenarien. So finden die Rennen nicht selten auch in verschneiten Gegenden oder wüsten Wäldern statt. Nett ist dabei vor allem auch die riesige Anzahl an Objekten, die zudem auch noch alle zerstört, gerammt oder verschoben werden können. Auch das Geschwindigkeitsgefühl ist im großen und ganzen wirklich gelungen. Zum Sound gibt es eigentlich nicht sehr viel zu sagen. Ein recht rockiger Soundtrack begleitet euch ebenso wie die vielen recht unspektakulären Soundeffekte über das gesamte Spiel hinweg.
Pro - Gelungene KI - Simple Steuerung - Grandioses Schadensmodell - Unterhaltsame Minispiele - Gute Physik - 36 abwechslungsreiche Strecken, die in fünf Szenarien unterteilt sind - Saubere Grafik - Solider Sound
Contra - Wenig Umfang - Auf Dauer fehlende Abwechslung - Verbesserbarer Multiplayer - Teils zu simple Gameplayelemente
Fazit Abschließend können wir das Spiel für alle Racing-, Crash- und Tuningfans unter euch empfehlen. Uns hat „Flat Out“ viel Spaß bereitet, auch wenn es auf Dauer ein wenig einseitig wird. Nach ein paar Spielstunden fehlt es dem Titel ganz einfach an Abwechslung und letztendlich auch an Spielumfang. Diese und die weiteren Kritikpunkte haben „Flat Out“ letztendlich eine höhere Wertung vermiest.
AUTOR: Martin 26.01.2005, 17:39h
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