|
Stellt euch das mal vor: Ihr sitzt zu Hause vor eurem Computer und lasst nebenher den Fernseher laufen. Plötzlich eine Nachrichten-Sondersendung: "Tschernobyl, zum zweiten Mal explodiert der Reaktor", schallmeit es euch entgegen. Doch niemand weiß genau, was passiert ist. Nur ein paar Wochen später riegelt das Militär den kompletten Bereich ab. Die Menschen sind verunsichert und keiner weiß genau, was überhaupt geschehen ist. Sie nennen diesen Ort von diesem Zeitpunkt an einfach nur noch "Die Zone". Diese breitet sich von Tag zu Tag mehr aus. Bis auf das Militär und Wissenschaftler trauen sich nur sehr wenige, spärlich heldenhafte Leute an und in die Zone heran. Diese Männer, genannt Stalker, stehen auf der anderen, der dunklen Seite des Gesetzes und werden vom Militär gejagt. Genau in dieses Szenario entführen euch die Jungs von GSC GameWorld. Zusammen mit Publisher THQ lassen sie euch die schmutzigen Stiefel eines dieser Stalker anziehen. Dabei wird vor allem auf eine nicht lineare Spielwelt und eine atemberaubende Technik gesetzt. Beginnen werdet ihr als einfacher kleiner Mann. Ausrüstung habt ihr so gut wie gar keine - Nur eine Pistole soll euer Leben schützen. So könnt ihr euch ja auch noch nicht wirklich tief in "Die Zone" hineinbegeben. Das ist wirklich blöd, denn um bei den anderen Stalkern anerkannt zu werden, müsst ihr einige fiese Viecher abschissen, die leider nur tief in der Zone zu finden sind. Somit macht ihr euch daran die ersten leichteren Aufträge zu erledigen. Dabei wird es euch selbst überlassen sein, wieviel und vor allem was ihr machen wollt. Während sich der Eine unter euch vielleicht lieber auf Schatzsuche begibt, ballert der andere schon die ersten Mutanten über den Haufen und bringt die Überreste einem Forscher. Je mehr Aufträge ihr erledigt, umso größer wird nicht nur euer Ansehen, sondern auch euer Konto mit den Erfahrungspunkten. "S.T.A.L.K.E.R.: Oblivion Lost" wird nämlich auf eines der beliebtesten Phänomene der letzten Zeit setzen. So lässt GSC das Ego-Shooter- mit dem RPG-Genre verschmelzen. Die gewonnene Erfahrung werdet ihr dann also in verschiedene Attribute wie zum Beispiel die Treffsicherheit investieren. So baut ihr euch langsam aber sicher einen mächtigen "Helden" auf. Die Hauptgegner bei "S.T.A.L.K.E.R." werden mutierte Wesen sein. Dazu zählen unter anderem die noch etwas ungefährlicheren Riesen-Ratten und die blinden Hunde. Sie verlassen sich vollkommen auf den Geruchssinn und ihr Gehör. Später trefft ihr dann aber auf richtig fiese Burschen. Diese nennen sich Controller und gehören eher zu der scheuen Rasse. Meist leben sie in der Nähe von Mutanten, die sie dann per Gedankenkontrolle übernehmen können. Aber auch schwache Menschen können ihren Gedanken manchmal nicht trotzen und werden so auch zu Gefangenen des Geistes der Controller. Auch andere Stalker können euch in Schießduelle drängen. Sie sind meistens in Clans unterteilt, die untereinander ebenfalls Krieg führen. Trefft ihr also einen Stalker, der nicht zu eurer Partie gehört, ist also immer Vorsicht geboten. Damit ihr euch nicht völlig hilflos einer solchen Übermacht entgegen stellen müsst, gibt es ein reiches Arsenal an Waffen, diese kosten allerdings auch dementsprechend. Habt ihr aber genug Geld gesammelt, sollte ein M-16 oder eine AK-47 schon mal drin sein. Natürlich gibt es auch die beliebten Sniper-Rifles oder kleinere Maschinenpistolen. Es gilt aber nicht nur Waffen zu kaufen. Auch andere Accessoires müssen erworben werden, damit ihr tiefer in "Die Zone" eindringen könnt. Dazu gehören ein Kompass und ein Fernglas, genauso wie ein Messgerät für Strahlung. "Die Zone" ist wahrhaftig riesig, beziehungsweise sie wird es sein. Dort könnte man Tage lang einfach nur umher laufen. Da das aber schnell langweilig werden könnte, haben die Entwickler auch Fahrzeuge eingebaut. Neben dem einfachen Trabbi stehen später auch Militärfahrzeuge, Panzer und sogar Hubschrauber zum (teuren) Kauf bereit. Technisch wird "S.T.A.L.K.E.R." ganz groß auftrumpfen und sich nicht vor Titeln wie "Half Life 2", "Doom 3" oder "Far Cry" verstecken brauchen. Alles was wir bisher sehen konnten, sah mehr als einfach nur schick aus. Sehr hübsche Texturen, geniale Außenareale und gute Animationen machen einen großen Teil des Spiels aus. Die Physik-Engine schaut ebenfalls sehr gut aus. Das konnten wir auf einigen Videos und Präsentationen schon gut erkennen. Diese waren aber immernoch nicht Final, weshalb wir uns auf ein spektakuläres grafisches Feuerwerk freuen können. Interessant wird auch der sogenannte “IronSight”-Modus werden, den einige unter euch bereits aus Spielen wie “Söldner” oder “Operation Flashpoint” kennen werden. Hierbei seht ihr die Welt zwar auch aus dem Ego-Modus, aber aus eine sehr engen Perspektive bezüglich der Waffe. Zum Sound gibt es eigentlich noch nicht viel zu sagen, da nicht viel bekannt ist. Sicher ist nur, dass der Soundtrack von einem Orchester aufgenommen werden wird, welches auch schon für die Vertonung von "Everquest 2" zuständig war. Somit sollte auch hierbei etwas anständiges herauskommen. Insgesamt steht uns also ein Titel mit sehr großem Potenzial ins Haus. Sowohl die technische, als auch die inhaltliche Untermalung stimmen einfach, die Entwickler können bis zum Release eigentlich gar nichts mehr falsch machen.
FEATURES - Geniale Grafik - Ausgeklügelte Physik - Orchester-Soundtrack - Extrem viele spielerische Freiheiten - Interessantes Szenario - Verschmelzung von RPG- und Shooter - Waffen, Fahrzeuge und Accessoires im Überfluss
INFOS Entwickler: GSC GameWorld Publisher: THQ Release: September 2004 Offizielle Website: Stalker-Game.com Genre: Action
AUTOR: Jan F. (Flint) 12.02.2004, 22:52h
|