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Evany: Schlüssel Zur Freiheit

Laut Publisher The Adventure Company handelt der Nachfolger des erfolgreichen „The Crystal Key“ (weltweit mehr als 430.000 verkaufte Exemplare) namens „Evany: Schlüssel Zur Freiheit“ (Englisch: „The Cristal Key 2“) von einer bösen Macht, die die Seelen der Einwohner des „Evany“-Universums kontrolliert und nach und nach in die Vernichtung treibt. Daran ist ja nichts auszusetzen, doch nachdem ihr ein paar Minuten gespielt habt, fragt ihr euch welche Einwohner gemeint sind, denn das Spiel beginnt offensichtlich schon in einer Geisterstadt, in der kein einziger Mensch zu sein scheint. Dies war für uns jedoch kein Grund, nicht aus dieses Spiel zu testen. Von unseren Erfahrungen und unserem Urteil berichten wir wie immer im nachfolgenden Review.

Point & Click...
Auch kurze Zeit später erwartet euch das gleiche Szenario, wie noch am Anfang dieses Reviews beschrieben: Ein großer Raumhafen und eine dazugehörige Bar und ihr trefft nur eine einzige Person an und das auch nur, weil diese Person für das Spiel wichtig ist. Non-Playing-Character’s (NPC’s) wie etwa bei aktuellen Top-Adventures wie „The Moment Of Silence“ könnt ihr also vergeblich suchen. Dennoch stört dies nicht für den Fortgang der mysteriösen Story, die immer wieder durch kurze Zwischensequenzen und eine recht gelungene Sprachausgabe aufgefrischt wird.
Kommen wir nun zur Steuerung des Adventures, die sich einem sehr veraltetem Point & Click-System bedient. Es kann ja durchaus sein, dass der ein oder andere von euch dieses mittlerweile etwas veraltete und primitive Steuersystem mag, allerdings wäre eine frei bewegliche Steuerung wie in einigen anderen Adventures sicherlich etwas komfortabler und in diesem Falle auch passender. Das ewige „Rumgeklicke“ ist echt ätzend, da ihr (ungelogen) gut fünfmal klicken müsst, um 15 Meter zurückzulegen. Hier haben wir in Vergangenheit bei Point & Click-Adventures wie „Tony Tough“ oder „Black Mirror“ schon viel bessere Varianten und Umsetzungen des Systems gesehen.

Wasserkopf
Nachdem ihr das erste der recht einsteigerfreundlichen Rätsel (Schlüssel vom Boden aufheben und in ein Schlüsselloch stecken) gelöst habt, könnt ihr durch ein Portal, welches zufällig mitten auf der Straße steht, aus der anfangs beschrieben Geisterstadt entfliehen, um in einer Wüste zu landen, in der ein seltsames Osterei aus Metall steht und von ein dicken alten Mann mit seinem Raumschiff betrachtet wird. Wenn ihr mit dem Mann redet, merkt ihr schon gleich, dass er offensichtlich keine Schädelknochen besitzt, denn sein Kopf verformt sich, während er euch etwas erzählt. Zuerst haben wir gedacht, dass es nur ein einmaliger Fehler ist, doch nachdem uns der Mann mit seinem Raumschiff an einen anderen Ort gebracht hat, in dem sage und schreibe ganze vier Personen wohnen, habe wir im Wörterbuch nachgeschaut, ob „Evany“ übersetzt irgendetwas wie „Welt Der Wasserköpfe“ heißt, denn die Menschen (falls es welche sind) besitzen wirklich keine Schädelknochen. Immerhin könnt ihr das Spiel nun als misslungenen Versuch für lippensynchrone Sprachausgabe bezeichnen...

„Ich habe einen Schlüssel und ein Schlüsselloch...“
Die vorgerenderte Optik bei „Evany“ verbirgt Höhen und Tiefen. Wie bei vielen anderen Adventures dieser Art ist die Auflösung festgelegt und die verschiedenen Texturen wirken desöfteren ein wenig „verwaschen“. Allerdings sind die unterschiedlichen Szenarien dafür umso schöner und liebevoller gestaltet und verbergen das ein oder andere Geheimnis dieser mystischen Welt. Ärgerlich ist wie bei jedem anderen Point & Click-Adventure die unfreie Beweglichkeit, sodass ihr nicht jeden sichtbaren Punkt im Spiel betreten könnt.
Die Sprachausgabe ist wie schon erwähnt relativ gut geworden, da auch die deutsche Lokalisation ihren Zweck erfüllt. Auch der Soundtrack unterstützt die Atmosphäre, während es dem Titel ganz klar an passenden Soundeffekten fehlt.

Pro
- Recht ordentliche und mysteriöse Story
- Einsteigerfreundliches Gameplay
- Tolle Atmosphäre
- Abwechslungsreiche Charaktere und Rätsel
- Unterschiedliche und schöne Locations
- Cineastische Zwischensequenzen
- Gelungener Soundtrack

Contra
- Misslungene Point & Click-Steuerung
- Etwas zu leichte Rätsel
- Teils sehr langweilige Spielpassagen
- Etwas veraltetete Grafik mit ziemlich verwaschenen Texturen
- Sterile Locations
- Wenig Einstellungsmöglichkeiten (Technik)
- Keine Innovationen

Fazit
Freunden von Science-Fiction-Adventures unter euch könnte “Evany” sicherlich gefallen, da sich die Story spannend entwickelt und teilweise richtig spaßige Spielpassagen vorkommen. Wenn ihr bisher noch keine Adventures mochtet, wird euch “Evany” allerdings auch nicht dazu bringen, da es leider auch die Nachteile eines “Standard-Adventures” von heute bietet.

AUTOR: Swen 07.10.2004, 22:26h

SCREENSHOTS


WERTUNG & WEITERE INFORMATIONEN

                            

Entwickler

Vertrieb

Sprache

Preis

Medium

USK

Einkaufen

Testsystem

Earthlight

Adventure Company

Deutsch

29,95€

3 CDs

-

P4 2,3
Radeon 9000
512 MB RAM

GRAFIK:

 68%


SOUND:

 75%


GAMEPLAY:

 70%


GESAMT:

 72%

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