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Dönermafia

Die Story des Spiels „Dönermafia“, das vom Publisher rondomedia als „Korrekte Wirtschafts-Action mit alles !“ bezeichnet wird, ist schnell erzählt: Als junger Türke erbt ihr in einer namenlosen Stadt die Dönerbude eures Onkels und sollt stets das Einkommen erhöhen und Konkurrenten ausschalten beziehungsweise deren Restaurants oder Imbissbuden übernehmen. Damit haben wir euch nun schon ein wenig voreilig das simple Spielprinzip erklärt, doch wie sich der Titel im Ganzen schlägt, erfahrt ihr nun bei uns im Test.

„Kommt sofort.“
Als Besitzer einer Dönerbude habt ihr die Aufgaben Döner-Rezepte zu erstellen, Verkäufer (legale und illegale) einzustellen und deren Gehälter zu bestimmen. Außerdem müsst ihr für die Dönerbuden mit Hilfe von Zeitungen und Flyern werben und andere Imbissbuden beziehungsweise Restaurants übernehmen, um schließlich Dönerpate und damit Anführer der sogenannten „Dönermafia“ zu werden.
Allerdings ist dies allein sehr langweilig, weshalb die Entwickler von Zone 2 Games noch 3 Minispiele und ein paar weitere Besonderheiten wie eine Hunderennbahn oder den Schwarzmarkt eingebaut. Die 3 Minispiele sind sehr simpel und nach einigen Malen vor allem wegen den Hintergrundsounds, die anfangs ein bisschen witzig sind, aber aufgrund der dauernden Wiederholungen später nervtötend werden, ziemlich ätzend. In einem Minispiel müsst ihr als Beispiel Schwarzware in einem Haus verstecken, bevor die Polizei kommt, was am Anfang allerdings sehr verwirrend ist, da die Schwarzwaren bunte Tonnen sind, die ihr auf graue Kästen auf dem Boden schieben müsst. Im 2. Minispiel müsst ihr eure illegalen Arbeiter vor dem Ordnungsamt verstecken, indem ihr Wegpunkte so legt, dass die etwas hirntoten Arbeiter sich in Schränken verstecken. Komisch ist nur, dass ihr dieses Spiel auch spielen müsst, wenn ihr gar keine illegalen Arbeiter beschäftigt. Im 3. Spiel müsst ihr Pakete für die „Dönermafia“ über eine befahrene Straße bringen, was nach 2 bis 3 Versuchen kein Problem mehr ist und somit stinklangweilig wird, allerdings könnt ihr bei diesem Spiel im Gegensatz zu den anderen beiden Geld bekommen, wenn ihr den Auftrag erfolgreich ausführt.

„Feilschen“ bis zum Umfallen
Ab und zu kommt Bülent der Dealer auf seiner Vespa bei euch vorbeigefahren und bietet Schwarzwaren an, die ihr möglichst schnell und möglichst gewinnbringend auf dem Nahe gelegenen Hinterhof verkaufen solltet. Die Verkaufsdialoge sind zwar etwas lustig, allerdings stört die schreckliche Sprachausgabe dabei sehr. Ihr hört einfach nur ein unverständliches „Gefasel“, dass meistens viel länger ist, als der Untertext, da kann es schon einmal vorkommen, dass jemand 12 Sekunden braucht, um „Danke“ zu sagen.
Die Steuerung ist dabei insgesamt einfach und gut gelöst zugleich gelungen. Im normalen Spiel könnt ihr euch gemütlich in euren Stuhl setzen und alles mit der Maus erledigen. In 2 der 3 Minispiele benötigt ihr auch die Tastatur, aber nicht sehr viel Fingerspitzengefühl.

Das Traumrezept?
Die einfache 2D-Grafik des Titels stört bei dem Spielprinzip überhaupt nicht und ist für ein Spiel, das nur 14,99€ kostet, voll in Ordnung. Die Animationen wirken recht hübsch und auch die Umgebungsgrafik ist relativ detailliert. Zu beachten bleibt allerdings, dass ihr das Spiel generell aus 2 unterschiedlichen Perspektiven (Vogel- und Seitwärts-Perspektive) steuert.
Die Hintergrundmusik im Spiel ändert sich zwar nicht, was aber nicht stört, da sie gut zur generellen Spielatmosphäre passt. Außerdem werden die Minispiele mit Kommentaren der Commedians „Onkel Fisch“ untermalt und dadurch etwas lustiger. Die sonstige Sprachausgabe ist aber wie schon erwähnt keine wirkliche, da sie meist nur aus sinnlosen Wörtern und Zusammenhängen besteht. Hier müsst ihr auf eigene Faust die Untertitel lesen.

Pro
- Witziges Spielprinzip
- Nette Interaktionsmöglichkeiten
- Minigames lockern das Spielgeschehen auf
- Simple Steuerung
- Gelungene und vor allem passende Grafik
- Guter Soundtrack
- Vorbildlicher Preis (14,99€)

Contra
- Keine wirkliche Story
- Auf Dauer langweilige Minigames
- Kleinere Logikfehler
- “Nur” 2D-Grafikgerüst
- Keine wirkliche Sprachausgabe in den Dialogen

Fazit
Wer unter euch lustige und einfache Wirtschaftssimulationen mag, ist mit „Dönermafia“ gut bedient, da es mit einem Preis von 14,99€ nicht sehr teuer ist, niedrige Anforderungen hat und mehr Spaß macht, als zum Beispiel früher „Pizza Syndicate“. Anspruchsvollere Spieler sind wahrscheinlich sehr schnell unterfordert und gelangweilt. Allerdings eignet sich das Spiel vor allem auch für die Wirtschaftssimulations-Einsteiger unter euch.

AUTOR: Swen 01.06.2004, 22:59h

SCREENSHOTS


WERTUNG & WEITERE INFORMATIONEN

                            

Entwickler

Vertrieb

Sprache

Preis

Medium

USK

Einkaufen

Testsystem

Zone 2 Games

rondomedia

Deutsch

14,99€

1 CD

12

P4 2,5
Radeon 9000
512 MB RAM

GRAFIK:

 70%


SOUND:

 68%


GAMEPLAY:

 62%


GESAMT:

 67%

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