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Das Mysterium Von Zelenghorm

Das klassische Point & Click-Adventure namens „Das Mysterium Von Zelenghorm“ ist schon seit einiger Zeit im Handel erhältlich, trotzdem hat es nun auch unsere Redaktion und anschließend den Testrechner erreicht. Im Spiel von Moloto, Distributor NBG und Publisher Schanz Interactive dreht sich alles um das Land des blauen Mondes, genauer gesagt um einen Kontinent in einer fremden Welt, angesiedelt im späteren Mittelalter. In diesem ersten Teil des Spiels erfahrt ihr alles zur Episode 1, geplant sind aber bis zu 3 weitere Spiele mit nochmals 4 Episoden pro Spiel. Ob es allerdings wirklich umgesetzt wird, bleibt fraglich, denn der „Ideen-Mann“ ist leider verunglückt und auch der Erfolg der Serie spielt hier eine wichtige Rolle.

Träume werden wahr
Eingeführt werdet ihr durch ein Intro, welches einen Traum der Hauptperson Arrikk Vaheirr zeigt. Noch in diesem Film wird klargestellt, dass es gar kein Traum, sondern die Realität war. Es geht um das Schiff „Zelenghorm“, welches direkt und unfreiwillig vor seinem Haus gestrandet ist. Ängstliche Gerüchte verbreiten sich, denn plötzlich nahm auch der seit vielen Jahren ausgestellte Leuchtturm wieder den Betrieb auf. Arrikk’s Volk, die Deyrekks, haben Angst, dass sich wieder etwas jenseits des Horizonts, der den Kontinent umringt, nähert.
Eure Aufgabe in dieser ersten Episode ist es, diesem „Mysterium“ nachzugehen und einen Weg auf das Schiff zu finden. Am Besten ist es, wenn ihr euch kurz danach auch das Handbuch durchlest, wo nochmals einige Zusatzinformationen bereitstehen.

Etwas für das Köpfchen
Bestimmte Aktionen, wie zum Beispiel die Aufnahme von Gegenständen oder das Betrachten eines bestimmten Bildausschnittes, werden durch einen veränderten Mauszeiger möglich gemacht.
Selbstverständlich gibt es in „Zelenghorm“, wie in jedem anderen Adventure, auch Rätsel. Diese sind oft sehr typisch und leicht, Einige besitzen allerdings ausgefallene „Runaway“-Manier. So müsst ihr beispielsweise einige Gegenstände „zusammenmixen“, damit die richtige Lösung herauskommt. Es gibt aber noch zu viele Sachen, die ihr einfach nicht benötigt, was dann doch wieder auf Nachfolger hoffen lässt.
Insgesamt gibt es zwei unterschiedliche Spielmodi In-Game: Zum Einen wäre hier der normale „Lauf-Modus“, bei dem ihr euer Inventar verwaltet, euch bewegtet und neue Gegenstände aufnehmt. Zum Anderen gibt es hier den „Kampf-Modus“, bei dem ihr das tut, was der Name schon verrät. Dabei führt euer Charakter die Aktionen durch, die ihr ihm mit der Maus „vorzeichnet“. Bewegt ihr eure Maus beispielsweise ruckartig nach vorne, so wird Arrikk einen Stecher ausführen.

Mehr Realismus durch echte Menschen?
Die Entwickler haben bei „Das Mysterium Von Zelenghorm“ stark auf den Realismus gesetzt. So werden euch 148 echte Schauspieler im Spiel begegnen, leider sind diese aber eher unbekannt. Hinzu kommt, dass es Moloto nicht immer geschafft hat, die „echten Personen“ optimal in das Spiel einzubinden. Es sieht zum Beispiel sehr gewöhnungsbedürftig aus, wenn sich eine Person fröhlich bewegt, alles Andere aber still steht.
Gespielt wird das Point & Click-Adventure in der „Myst“-typischen 360°-Ansicht seitens der Ego-Perspektive. Die oben erwähnten Grafiken sind genretypisch vorgerendert, wodurch einerseits fotorealistische Umgebungen entstehen, andererseits aber ein sehr atmosphärarmes Spielgefühl.
Die Bewegung von Ort zu Ort erfolgt durch kurze Videosequenzen, die allerdings genau wie Intro und Zwischensequenzen in schlechter Auflösung und somit sehr pixelig ablaufen.
Die Sprachausgabe (Englisch) hingegen ist sehr gut gelungen. Die Untertitel lassen sich in Spanisch, Schwedisch, Französisch und natürlich auch Deutsch einblenden.
Auch der Soundtrack kann sich während der Sequenzen hören lassen, er erinnert sogar ein wenig an „Herr Der Ringe“. Im Spiel selbst allerdings herrscht totenstille, außer ihr redet mit einer von vielen Personen.
Schade ist auch, dass euch keinerlei Einstellungsmöglichkeiten geboten werden, nicht einmal die Gamma-Stärke kann hier verändert werden.

Pro
- Gute Sprachausgabe
- 148 echte Schauspieler
- Ansprechende Fantasy-Story
- Fotorealistische Render-Grafiken
- Abwechslungsreiche Rätsel

Contra
- Schlechtauflösende Grafik/Videos
- Keinerlei Optimierungsmöglichkeiten
- Kurze Spieldauer
- Fehlende Atmosphäre

Fazit
„Das Mysterium Von Zelenghorm“ ist nach der „Myst“-Reihe wohl das beste Point & Click-Adventure, dass es im Moment zu kaufen gibt. Allerdings hat das Spiel auch einige Schwächen, die aber bei den hoffentlich kommenden Nachfolgern verbessert werden.

AUTOR: Carsten 18.10.2003, 22:58h

SCREENSHOTS


WERTUNG & WEITERE INFORMATIONEN

                            

Entwickler

Vertrieb

Sprache

Preis

Medium

USK

Einkaufen

Testsystem

Moloto

Schanz

Englisch

34.99€

3 CD’s

12

P4 1,8
768 MB RAM
Radeon 9800

GRAFIK:

 70%


SOUND:

 67%


GAMEPLAY:

 77%


GESAMT:

 71%

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