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Crazy Taxi 3

„Crazy Taxi“ - Der Name dürfte jedem echten Spieler unter euch bekannt sein. Sein Debüt hatte das Arcade-Racing-Spiel auf der erfolglosen Dreamcast, bevor es schließlich auf alle möglichen Konsolen portiert worden ist. Mittlerweile sind die Entwickler von Hitmaker und Sega gemeinsam mit Publisher Empire Interactive bereits beim 3. Teil angelangt, welcher nun auch für den PC konvertiert worden ist. Wir haben uns den Titel genauer angeschaut und verraten euch in unserem Test, ob sich eine Anschaffung wirklich lohnt.

Here we go
Am Spielprinzip hat sich seit der ersten Version bis heute nichts geändert. Ihr wählt einen von 12 Taxifahrern, die allesamt (vom Aussehen her) unterschiedliche Autos bieten und kutschiert mit ihm (mehrere) Fahrgäste in 3 unterschiedlichen amerikanischen Metropolen von A nach B. Dabei gilt: Je schneller und spektakulärer, desto besser, denn nur durch geschickte Manöver, diverse Stunts und gekonnte Abkürzungen könnt ihr am Ende bei der Auswertung auch etwas erreichen. Auch das Motto „Let’s make some crazy money“ solltet ihr immer im Auge behalten, denn letztendlich kommt es nur auf das pure Geld an. Die Stunts wendet ihr außerdem am Besten in großen Combos an, da ihr dadurch immer wieder Extra-Geld kassiert. Jede Stadt hat 4 eigene Fahrer, deren Beschreibungen aber total sinnlos und teilweise aufgrund des fetzigen, aber trotzdem insgesamt gelungen Menüs nicht einmal lesbar sind. Habt ihr euch dann endlich entschieden, so könnt ihr 1 aus den 3 Städten wählen, wobei sich diese am größten von den Tageszeiten und von der Landschaft her unterscheiden. Seid ihr auch damit fertig, so könnt ihr anfangen, die ungeduldigen und unterschiedlich markierten (Je nach Eile) Fahrgäste vom Straßenrand abzuholen und einsteigen zu lassen. Diese sagen euch schließlich ihr Fahrziel und schon erscheint am oberen Bildschirmrand ein Pfeil, der euch den Weg zeigen soll, wobei er dies meist sehr ungenau macht, da er nicht in die Richtung des Zieles, sondern auf die richtigen Straßen zeigt, was vor allem bei den nötigen Abkürzungen für Verwirrung sorgen kann. Interessant ist vor allem, dass sich die Entwickler auch Lizenzen von großen Fast Food- und Modeketten gesichert haben, sodass bei den Fahrzielen nicht sofort Langeweile aufkommt. Außerdem zählt eine Art Countdown herunter, der eigentlich das wichtigste Element im Spiel ist, denn ist dieser noch weit oben, so könnt ihr Zeit-Boni durch Fahr-Ergebnisse wie „Speedy“ (+5 Sekunden) oder „Normal“ (+2 Sekunden) erhalten.

Alles crazy
Für den recht ordentlichen Schwierigkeitsgrad gibt es eine einfache Erklärung: Die schwammige und schlecht konvertierte Arcade-Steuerung. Teilweise reagiert euer Vehikel so spät auf die Befehle, dass ihr das Ganze gleich wieder neu starten könnt, um überhaupt etwas zu erreichen. Auch im Menü wird alles wie bei einer typischen Konvertierung mit der Tastatur gesteuert. Neben recht schwachen Wiederholungen und dem normalen Modus, steht euch hier außerdem auch der neue Crazy X-Modus zur Verfügung. Hier müsst ihr mit einem bestimmten Fahrer verschiedene Aufgaben, wie zum Beispiel Taxi-Football oder Taxi-Schanzenspringen, erledigen, die teilweise aufgrund von Hindernissen, der Zeitbegrenzung und der nervenden Fahrgäste ganz schön schwierig sind. Dabei stehen euch anfangs nur ein paar Aufgaben zur Verfügung. Weitere müsst ihr dann verzweigt freischalten.

„Bin ich hier im falschen Film?“
Während die Städte aufgrund von vielen Autos und Passanten recht lebendig wirken, sieht es beim Rest sehr schlecht aus. Ihr könntet glatt meinen, dass sich seit dem ersten Teil kaum etwas geändert hat. Allein die Einstellungsmöglichkeiten im Optionsmenü riechen nach einer lieblosen Konsolen-Konvertierung, denn ihr könnt gerade mal die Auflösung verändern. So erwarten euch im Spiel neben einigen netten Lichteffekten nur Polygon-arme Landschaften, grauenvolle Animationen der immer unterschiedlichen Fahrgäste, sowie verschwommene Texturen. Zu bemängeln ist vor allem, dass die Entwickler immernoch kein Schadensmodell und auch keinen Multiplayer-Modus in das Spiel eingebaut haben.
Der Sound ist im Gegensatz zur grafischen Untermalung nicht ganz so schlecht. Ein stimmiger und passender Soundtrack begleitet euch über das ganze Spiel, wobei sich die Tracks doch sehr oft wiederholen. Auch die Sprachausgabe ist gut gelungen, leider aber in Englisch, immerhin bleibt dadurch das originalgetreue Taxi-Flair einer großen Metropole erhalten.

Pro
- Spaßiges Spielprinzip
- 3 große und belebte Metropolen mit vielen Abkürzungen
- 12 Fahrer mit (vom Aussehen her) unterschiedlichen Fahrzeugen
- Gute Crazy X-Minispiele
- Stimmiger und passender Soundtrack
- Einige nette Lichteffekte
- Kein Vollpreis (Nur knapp 30€)

Contra
- Schnell langweilig
- Schwammige Steuerung
- Lieblose Konvertierung ohne neue Features
- Keine Grafikeinstellungsmöglichkeiten (Nur Auflösung)
- Schwache Texturen, hölzerne Animationen und wenig Polygone
- Teilweise sehr schwierig
- Kein Schadensmodell oder Multiplayer
- Richtungspfeil meist sehr ungenau

Fazit
Und noch eine lieblose Konvertierung von Konsole auf PC, die eigentlich keiner unter euch haben muss, ausgenommen ihr habt noch nie einen „Crazy Taxi“-Teil gespielt, so lohnt sich eine Anschaffung vielleicht sogar - Der recht billige Preis und das immernoch gute Spielprinzip sprechen auf jeden Fall dafür.

AUTOR: Carsten 29.02.2004, 22:59h

SCREENSHOTS


WERTUNG & WEITERE INFORMATIONEN

                            

Entwickler

Vertrieb

Sprache

Preis

Medium

USK

Einkaufen

Testsystem

Hitmaker / Sega

Empire

Deutsch

29,99€

1 CD

12

P4 1,8
Radeon 9800
768 MB RAM

GRAFIK:

 59%


SOUND:

 70%


GAMEPLAY:

 66%


GESAMT:

 66%

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