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Crazy School

Jeder von euch kennt doch das Gefühl in der Schule zu sitzen, sich von Lehrern und Mitschülern so ziemlich alles gefallen lassen zu müssen - Egal ob ihr noch zu Schule geht oder sie bereits hinter euch habt. Jeder unter euch hätte bei der einen oder anderen Gelegenheit doch schon mal gerne die ganze Schule verwüstet, doch angesichts der Konsequenzen spielen die meisten Schüler ihre Gedanken nur im Kopf durch. Jetzt erscheint bei dtp das Spiel "Crazy School:  Schulverweis", das sich um genau das angesprochene Thema dreht: Chaos in der Schule verursachen.

Hurra, Hurra, die Schule brennt
"Crazy School" ist quasi der Nachfolger von "Gefeuert: Dein letzter Tag", es spielt sich aber beinahe identisch. In einer Isometrischen 2D-Grafik seht ihr eure Spielfigur und bewegt sie mit den Pfeiltasten auf der Tastatur durch die verschiedenen Klassenräume. Dabei müsst ihr soviel Zerstören, wie nur irgendwie möglich: Hefte zerreißen, Spinde durchwühlen, Pläne verändern, Taschen ausleeren und noch mehr stehen bei diesem Spiel an der Tagesordnung.. Eure Feinde sind dabei Streber und Lehrer. Denen könnt ihr sogar Namen geben - eigentlich keine schlechte Idee, da es aber nur sehr wenig unterschiedliche Charaktermodelle gibt, bleibt es auch nur eine gute Idee. Diese "Gegner" laufen ziellos in den Räumen umher und ihr müsst versuchen, eure Aktionen von diesen Personen ungesehen zu erledigen. Durch einen Klick auf eine dieser Personen wird - ähnlich wie bei "Commandos" ihr Sichtfeld eingeblendet. Wenn ihr bei einer Aktion, die je nach Punktewert eine gewisse Zeit dauert, in das Sichtfeld eines nahen "Feindes" geratet, werdet ihr erwischt. Hier kommt im Vergleich zu "Gefeuert" die erste wirkliche Neuerung: In einem Minispiel, das nach den Regeln von Galgenmännchen funktioniert, könnt ihr euch befreien und weiterspielen. Eine in der echten Welt eher selten vorkommende Situation, denn welcher Schüler konnte sich jemals durch das Gewinnen eines simplen Spiels vor einer Strafe bewahren? Starker Kritikpunkt ist, dass es bei diesem Minispiel weder richtige Sounduntermalung noch irgendwelche Animationen gibt. Außerdem werdet ihr schnell alle der wenigen Wörter auswendig können, wodurch ein „Game Over“ später fast schon unmöglich wird. Einzige Abwechslung bietet hier der Zeit-Modus, der sich, wie der Name schon verrät, auf Zeit spielt.

Old School
An sich wird das Spiel viel zu schnell eintönig, vor allem weil alle Level gleich aussehen und die schlichte 2D-Grafik auch niemanden unter euch vom Hocker reißen wird, da sich kaum etwas gegenüber „Gefeuert“ verändert hat. Schlichte Objekte erinnern an Spiele wie „Der Planer“. Am gesamten technischen Gerüst haben die Entwickler viel an Atmosphäre verschenkt.
Auch beim Sound haben sich die Entwickler nicht viel Mühe gegeben: Es gibt lediglich ein Musikstück, das immer wieder in einer Endlos-Schleife heruntergedudelt wird.

Pro
- Einfaches Spielprinzip
- Anfangs ideal für gestresste Schüler
- Einige witzige Features

Contra
- Kaum Neuerungen gegenüber “Gefeuert”
- Technisches Grundgerüst stark veraltet
- Minispiel schnell auswendig gelernt
- Zu simpel

Fazit
Spieltechnisch gibt es bei “Crazy School” bis auf das neue Minispiel keine Neuerungen zum auch schon nicht so überzeugendem, inoffiziellen Vorgänger "Gefeuert". Selbst der Frustabbau funktioniert nach einer gewissen Zeit nicht mehr, denn die Spielidee wurde schlecht umgesetzt und war schon bei “Gefeuert” ausgelutscht.

AUTOR: Alex 10.12.2003, 15:24h

SCREENSHOTS


WERTUNG & WEITERE INFORMATIONEN

                            

Entwickler

Vertrieb

Sprache

Preis

Medium

USK

Einkaufen

Testsystem

Limbic

dtp

Deutsch

14.99€

1 CD

6

XP 2200+
GeForce 3 ti
256 MB RAM

GRAFIK:

 34%


SOUND:

 27%


GAMEPLAY:

 31%


GESAMT:

 31%

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