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Mit „Chrome“ haben die Entwickler von Techland einen neuen Ego-Shooter herausgebracht, von dem auch ihr im Vorfeld nicht all zu viel gehört haben solltet. Während der dicken Promotion für „Half Life 2“, „Doom 3“ und Co, ging „Chrome“ eigentlich schnell unter. Ob sich dies zum Positiven oder eher zum Negativen hin bewirkt hat, erfahrt ihr im nachfolgenden Test.
Die Welt gehört den Kopfgeldjägern Als Logan macht ihr euch auf den Weg zu großen Abenteuern. Eure Reise beginnt schon anfangs mit einem Verrat. Durch die spielbare Vorgeschichte erfahrt ihr so einiges über die Story: Logan wird wegen Eifersucht von seinem besten Freund verraten und muss sich alleine aus dem Schlammassel retten. Die Zeit vergeht und ihr findet euch 1 Jahr später mit der, auf der Erde neu gewonnenen Freundin, Carrie wieder. Mit ihr machen sich die beiden Kopfgeldjäger nach Valkyria auf, um verschiedene Aufträge zu erledigen und das ganze, böse Gesocks auszulöschen. Während ihr euch langsam aber sicher durch die Level begebt, erteilt euch Carrie nach und nach neue Aufträge über Funk. Durch dieses nette Briefing entsteht einerseits Realismus, andererseits können aber auch einige Unstimmigkeiten hervorgerufen werden.
Feuert aus allen Rohren In "Chrome" haben Banditen keine Chance. Mit 14 verschiedenen Waffen, darunter ein Scharfschützengewehr (OCI Crom), ein Raketenwerfer (GL Dragoon), usw. wird gsprengt, gezielt und gefeuert. Klar ist außerdem, dass Logan nicht alle Waffen dabei haben kann. Also haben sich die polnischen Entwickler von Techland ein Waffenmenü einfallen lassen, welches dem von Spielen, wie zum Beispiel "Diablo 2", sehr ähnelt. Wenn wenn es euch mal alles zuviel wird schnappt euch doch einfach einen der sieben Fährzeuge und pustet sie mit dieser geballte
Implantate für alle Durch die in "Chrome" innovativen Implantate, kann sich euer Freund Logan “dopen” lassen. Die Implantate helfen Logan dabei, für kurze Zeit so etwas wie ein Supersoldat zu werden. Durch Diese kann euer Held beispielsweise schneller laufen oder besser Zielen, insgesamt gibt es 7 verschiedene Eigenschaften der Implantate. Einziger Nachteil für euch Spieler ist, dass das Implantat mit der Zeit anfängt, eurem Körper Schaden zuzufügen. Für diesen Fall haben sich die Entwickler allerdings ebenfalls gerüstet, denn ihr könnt die Implantate ein- und ausschalten. Natürlich können die Gegener auch solche Implantate benutzen. Dies hilft Ihnen aber auch nicht sonderlich wieter, da die KI der Soldaten und Räuberbanden nicht gerade die Beste ist. Hier haben sich die Jungs von Techland einfach mit dem “Massenverhältnis” weitergeholfen.n Feuerkraft in den Himmel.
Zocken bis die Finger glühen In „Chrome“ sind Single- und Multiplayer-Modi enthalten. Im Einzelspielermodus kämpft ihr mit dem oben beschriebenen Logan, eurem Södner, gegen alle Arten von Lebewesen. Im Multiplayermodus spielt ihr entweder Online oder im Netzwerk in verschiedenen Modi wie (Team-)Deathmatch, (Team-)Total Domination, (Team-)Aussault und auch (Team-)Capture The Flag mit oder gegen eure Freunde und Zockerkollegen. Im Multiplayermodus sind nur 8 Karten mitgeliefert, die dazu auch noch nur mittelmäßig gestaltet sind. Aufgefrischt wird das Ganze durch eine große Auswahl an steuerbaren Fahrzeugen, die sowohl alleine, als auch im Team viele neue, taktische Möglichkeiten bieten.
Es kommt auf die aüßeren Werte an Wenn ihr “Chrome” zum ersten Mal seht, werdet ihr vermutlich bewundern, wie es die Entwickler geschafft haben, solch schöne Außenwelten zu erschaffen. Dieses Gefühl verblasst aber weider schnell, wenn ihr den ersten Schritt in ein Gebäude setzt. Die Texturen sind zwar scharf, aber es fehlen einfach die nötigen Details und die Abwechslung. Durch diese kargen Innenlevel verliert auch das Äußere schnell seinen Scharm, denn ihr werdet hoffen, dass ihr in den ganzen 14, abwechslungsreichen Missionen draußen bleiben dürft, was allerdings leider nicht der Fall ist. Neben dem super gelungenem Wasser und den sich mit dem Wind wehenden Gräsern gibt es noch dutzende andere Detailes, die euch das Wasser auf der Zunge zergehen lassen. Weiteres Manko sind die Charaktere. Sie wirken sehr grob und abgeschnitten, auch die Animationen sind nicht mehr auf dem neuesten Stand. Obwohl es in “Chrome” so viele verschiedene Soundtracks gibt und sie immer zu der gegebenen Situation passen, haben sie uns nicht unbedingt überzeugt, da es einfach noch zu oft stark abrupte Wechsel oder Ähnliches gibt. Auch die Soundeffekte sind gelungen, aber nicht genial. Manchmal sind Diese nämlich einfach zu "ungenau". Lediglich die Sprachausgabe ist wirklich auf dem höchsten, technischen Standard. Wenn der Gesprächspartner gerade nicht in der Nähe ist, erscheint ein aus einigen Spielen bekanntes, kleines Fenster, in dem ihr das Gesicht sehen könnt. Die Lippen bewegen sich übrigens wunderbar und außerdem noch synchron zum Text.
Pro - Wundervolle Außenareale - Viele Fahrzeuge - Abwechslungsreiche Missionen - Unterschiedliche Waffen - Innovative Implantate - Lippensynchrone Sprachausgabe
Contra - Langweilige, texturarme Innenräume - 08/15 Multiplayer-Modus - Schwache KI
Fazit Obwohl ich "Chrome" nicht von Anfang an kannte, bin ich positiv überrascht worden, denn vor allem die Außenlevel sind ein grafischer Leckerbissen. Dieser Ego-Shooter ist die optimale Lösung bis zu den nächsten Releases der “ganz Großen”.
AUTOR: Jan 22.10.2003, 23:27h
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