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“Unreal 2” war euch zu kurz? Ihr sucht verzweifelt aktuelle Action-Titel, die euch endlich mal eine Zeit lang bechäftigen? Vielleicht solltet ihr einmal “Chaser” ausprobieren... Ihr seid ein Mann Namens “Chaser”, befindet euch auf einer Raumstation, die voll von euren Gegnern ist und sich in der Erdumlaufbahn zu befinden scheint und seid von eueren Mysteriösen Gegnern gefürchtet, weil ihr Superkräfte besitzt. Das sind so ziemlich alle informationen, die man im ersten Level von “Chaser” geliefert bekommt. Eure erste Aufgabe: Von der Station fliehen. Was am Anfang wie ein billiger 08/15 Shooter ohne Story wirkt, entpuppt sich nach den ersten Levels als Spiel mit einer sehr gut durchdachten Geschichte, die sich nach und nach aus kleineren Bruchstücken zusammensetzt. Mit der Zeit erfahrt ih immer mehr über den Krieg, der auf der Erde entbrannt ist und den es zu verhindern gibt. Grafisch gesehen setzt “Chaser” keineswegs neue Maßstäbe, es wirkt eher wie ein “Half-Life”-Mod mit etwas überarbeiteten Effekten; eintönige Umgebungstexturen und grobes Leveldesign hinterlassen nicht gerade den Eindruck eines aktuellen Top-Shooters. Was den Entwicklern dagegen sehr gut gelungen ist, sind die Charaktermodelle. Sie bewegen sich naturgetreu, haben kaum Ecken und sind realistisch texturiert. Nur an dem ständig gleichen, tristen Gesichtsausdruck der Charaktere in den Ingame-Sequenzen hätte man noch etwas feilen können. Oft rufen Gegner ein paar Sprüche, die sich oft wiederholen. Der Sound an sich bietet nichts besonderes, mit dem Prinzip der Spannungserzeugung mit Musik ist in “Chaser” nicht gearbeitet worden. Obwohl viele Levels sehr eintönig modelliert wurden und pro Level maximal zwei verschiedene Gegnertypen auftauchen, ist genug auf dem Bildschirm los: Ständig gibt es durch Script gesteuerte Ereignisse Abwechslung, weil irgendetwas explodiert, zusammenkracht oder man in eine Schiesserei gerät. Leider haben sich die Entwickler einige Fehler geleistet, die oft ein wenig frustrierend sein können. So kommen Situationen wie: "Du öffnest eine große Hydrauliktür mit einem Schalter, machst einen kleinen Schritt in den Raum hinein, wirst beschossen und bleibst stehen um zurückzuschiessen - plötzlich stribst du, weil du von der sich wieder schliessenden Tür zerquetscht wurdest." oder Ähnliches leider öfters vor. Auch ein konkretes, akustisches Signal für den Fall, dass ihr Schaden nehmt fehlt dem Spiel. Deswegen kommt es leider immer öfters vor, dass ihr durch einen Raum geht und euch plötzlich auffällt, dass eure Lebensanzeige mit drastischer Geschwindigkeit herunterzählt, weil der Raum unter Strom steht oder brennt. Das Waffenarsenal ist breitgefächert und bietet viele unterschiedliche Waffen aus verschiedensten Gattungen. Die Waffen sind größtenteils originalen Waffen nachempfunden und tragen auch die Namen der "echten". An der Gegner-KI ist nicht wirklich etwas besonderes dran, die meisten Gegner gehen zwar kurz in Deckung, danach laufen sie aber direkt wieder aus dem Versteck heraus und bleiben stehen wie angewurzelt. Auch mit mehreren Freunden kann man “Chaser” Spielen, es stehen mehrere Maps für Standard-Modi wie Deathmatch oder Capture the Flag zur verfügung. Der "Shocktrupp" Modus ist relativ interessant, ähnlich wie in “Counterstrike” gibt es Gesetzeshüter und Verbrecher die einander bekämpfen, bzw. bestimmte Ziele erreichen müssen.
Pro - Story wird interessant erzählt - Nette Charakteranimationen - Echte Waffen
Contra - Teilweise Eintöniges Leveldesign - Veraltete Grafik - Gegner handeln oft zu Langsam
Fazit “Chaser” ist ein Solider Shooter mit einer intelligent erzählten Story. Leider wirkt die Grafik etwas veraltet, sie kann auf keinen Fall mit anderen aktuellen Highlights wie “Unreal 2” mithalten. Der Multiplayermodus ist auch mehr oder weniger überflüssig, wer mit anderen Leuten Spielen will, der sollte leiber zu Titeln wie “UT 20**” bzw. “Counterstrike” greifen.
AUTOR: Alex 18.08.2003, 11:18h
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