|
Woody geht in die 2. Runde: In Kreuzfahrtschiffen, alten Tempeln und am Strand macht der Hauptcharakter dieses Mal seinen Nachbarn das Leben schwer. Im 1. Teil von „Böse Nachbarn“ war der Hauptkritikpunkt die zu kurze Spieldauer, doch ob dies nun ausgemerzt wurde und was sich sonst noch verändert hat, erfahrt ihr in unserem nachfolgenden Review von „Böse Nachbarn 2“, welches übrigens letztlich von Big Ben und JoWood auf den Markt gebracht wurde.
Er ist zurück Nachdem euer Nachbar in der 1. Staffel so viel einstecken musste, hat er sich in der 2. eine wunderschöne und entspannende Kreuzfahrt mit seiner Mutter gewünscht. Der Wunsch nach der Kreuzfahrt ging zwar in Erfüllung, doch ob diese wunderschön und vor allem entspannend wird, ist schwer zusagen, denn Woody ist natürlich mit von der Partie und macht auch im Urlaub seinem Nachbarn das Leben schwer. Auch von der Mutter des Nachbarn darf sich Woody beim Vorbereiten seiner Streiche nicht erwischen lassen, denn sonst droht auch von ihr eine ordentliche Portion Prügel. Dafür bekommt unser Hauptdarsteller für jede Folge 3 Extra-Leben. In der 1. Staffel musste die Folge neu gestartet werden, sobald Woody erwischt wurde, jetzt wird er lediglich an eine ungefährliche Stelle im Level gesetzt, so lange er noch seine 3 Leben hat. Danach kann er weiterhin und ohne zusätzliche Herausforderungen seine Streiche ausführen, was das Spiel natürlich insgesamt etwas leichter gemacht hat. Genauso wie im Vorgänger spielt ihr in dieser virtuellen TV-Show den genervten Nachbar Woody, der sich bei seinem Nachbarn für allerlei Dinge rächen will, die dieser ihm im Laufe der Jahre angetan hat. Ebenfalls begleitet euch, wie im Vorgänger auch, ein Kamerateam, denn ihr seid der Hauptdarsteller der Kultserie „Böse Nachbarn“, die nun in die 2. Staffel geht. In 1 der insgesamt 14 2D-Level oder besser gesagt -Folgen sammelt ihr zunächst Gegenstände auf, um sie dann an richtiger Stelle gegen euren Nachbarn einzusetzen. In jeder Folge müsst ihr eine erforderliche Mindestzahl von Streichen für euren Nachbarn spielen, sodass die nächsten Level (oder Folgen) freigeschaltet werden, was wiederum ein Unterschied zum Vorgänger ist, bei dem ihr eine bestimmte Zuschauerquote erreichen musstet.
Weitere Änderungen Auch die Streichmöglichkeiten wurden vergrößert, denn der Nachbar hat auf der Kreuzfahrt eine Frau mit Kind erblickt, deren Herz er erobern möchte. Wenn ihr diesen zweien nun einen Streich spielt, wird unser Nachbar quasi automatisch strikt dafür verantwortlich gemacht, was seinen Aggressionsbalken, der durch jeden gespielten Streich größer wird, weiter höher schlagen lässt. Manchmal müsst ihr auch Geschicklichkeitsaufgaben vollbringen, indem ihr den Cursor, der sich von alleine bewegt, immer in die Mitte eines Kreises lenken müsst, um neue Gegenstände zu bekommen. Auch die Funktion, dass ihr Objekte kombinieren müsst, um sie so einsetzten zu können, dass mit ihnen ein Streich gespielt werden kann, ist neu hinzugekommen. Früher war der einzige Drehplatz das Haus des Nachbarn. In der 2. Staffel jedoch gibt es ganze 6 verschiedene Länder, in denen gedreht wird und außerdem noch das Deck des Kreuzfahrtschiffes. In China, Indien oder Mexico könnt ihr dem Nachbarn, seiner Mutter oder auch seiner Geliebten am Strand, an der Bar oder in Tempeln Streiche spielen, was natürlich für viel mehr Abwechslung sorgt. Nicht zuletzt, da die Umgebungen aufgrund von Tieren, mehr Gegenständen etc. nun endlich auch ein wenig lebendiger wirken. Am Sound hat sich hingegen nichts großartiges geändert, was aber nicht heißt, dass er schlecht ist. Der Soundtrack passt sich nämlich immernoch den jeweiligen Szenen und Locations an und erzeugt durch einige nette Effekte sehr humorischen Spielspaß.
Pro - Weiterhin witziges Spielprinzip, das an eine TV-Show erinnert beziehungsweise erinnern soll - Witzige Charaktere - Kleine, aber feine Verbesserungen gegenüber dem Vorgänger - Viel Spielspaß - Passende Grafiken - Netter Soundtrack und gelungene Effekte - Nur 15,99€
Contra - Immernoch zu schnell durchgespielt - Technische Seite schon teils angestaubt (Nur 2D-Gerüst etc.) - Kaum Wiederspielwert
Fazit Genauso wie im Vorgänger ist der Spielspaß sehr hoch und wird durch die lustige Hintergrundmusik und die Vielfalt an möglichen Streichen nur noch mehr unterstrichen, doch ebenfalls wie der Vorgänger „Böse Nachbarn 2“ einfach zu kurz. Wenn ihr das Spiel nach einem Tag durchgespielt habt, hat es in diesem Fall zwar Spaß gemacht, doch der eine Tag Spielspaß ist eben einfach zu wenig. Wer unter euch auf „Böse Nachbarn“ wirklich abgefahren ist, kann beim Nachfolger dennoch ruhig zugreifen, denn die vielen neuen Level machen wie gesagt sehr viel Laune. Nichtbesitzer können aufgrund des niedrigen Preises ebenfalls zugreifen, insgesamt gibt es aber einfach zu wenige Neuerungen.
AUTOR: Philip 13.05.2004, 23:58h
|