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Besieger

Dreamcatcher hat mit „Besieger“ des Studios Primal Software nun einen Topkandidaten im Echtzeitstrategie-Genre im Portfolio. Bereits im Vorfeld wurde der Titel in vielen Belangen gelobt und auch auf der Games Convention konnten wir uns von der Vielseitigkeit des Spiel überzeugen lassen. Nun war es für uns an der Zeit, uns das ganze einmal näher anzusehen und wir verraten euch nun in unserem Review, ob sich eine Investition von knapp 40 Euro für das bereits erschienene „Besieger“ auch wirklich lohnt.

Das große „Wirrwarr“
In dem Echtzeitstrategiespiel „Besieger“ hauen sich Wikinger und Cimmerier in einer mittelalterlichen Fantasy-Welt die Köpfe ein. Beide Völker lebten über mehrere Jahrhunderte in Frieden miteinander - Bis an einem schicksalhaften Tag der Cimmerier Karon die Abwesenheit seines älteren Königs-Bruders Korin nutzte und sein Volk in einen blutigen Krieg gegen die Wikinger stürzte. Ihr schlüpft in die Rolle des Normannen-Anführers Barmalay und müsst den hinterhältigen Angriff in der ersten von drei Kampagnen niederschlagen. Im zweiten Feldzug unterstützt euch der gestürzte cimmerische König Korin mit einer Heerschar treuer Gefolgsleute bei dem Versuch, den Frieden wiederherzustellen und auf den Thron zurückzukehren. In der dritten Kampagne schließlich gilt es, Korin und seine Anhänger endgültig in die Flucht zu schlagen. Insgesamt dürfen sich Strategie-Fans auf zwölf recht abwechslungsreiche Missionen freuen.

Bekannte Elemente
Um jedoch erst einmal Truppen zu haben, die an Erfahrung gewinnen können, kommt ihr auch in „Besieger“ nicht am Basenbau vorbei. Wie in „Warcraft“ zimmert ihr dazu zunächst einmal Wohnhäuser auf den Baugrund, die fortan eine bestimmte Anzahl an Arbeitern "produzieren". Diese wiederum lässt sich durch später möglichen Upgrades erhöhen. Die „Leute für alles“ schickt ihr dann zum Abbau von Holz, Stein und Eisen los. Sind genügend Rohstoffe gesammelt, kann der Ertrag durch den Bau von Sägewerken oder Steinmetzen weiter gesteigert werden, bevor es an das Errichten von Militärgebäuden geht. Eure Armee könnt ihr leider nicht in einem einzelnen Gebäude ausbilden, sondern ihr zieht für jeden Truppentyp eine separate Ausbildungsstätte hoch, was natürlich eine gewisse Gewöhnungszeit erfordert.

Epische Schlachten
“Besieger“ setzt auf eine gehörige Portion Action mit Belagerungen und heftigen Kämpfen um ganze Städte. Für steten Krieger-Nachschub sorgt ein neuartiges Ökonomie-System: Anstatt Soldaten und Arbeiter extra produzieren zu müssen, werden diese automatisch „geboren“. Je mehr Häuser ihr besitzt, desto mehr Untertanen erblicken also auch das Licht dieser Schlacht-Welt. Insgesamt gibt es 40 verschiedene Gebäude und knapp 20 Einheiten, die sich teilweise grundlegend voneinander unterscheiden und somit auch desöfteren Taktik fordern.
Neben dem Einzelspielermodus sind auch Mehrspielerschlachten via LAN oder Internet für bis zu 16 PC-Feldherren unter euch möglich. Diese sind genau wie im Singleplayermodus stark auf Action ausgelegt, ermöglichen aber zugleich auch die verschiedensten Strategien. Aufgrund des aber eher simpel gestrikten Gameplays werdet ihr auch mit diesem Modus keine Ewigkeit wie etwa beim Dauerbrenner „Warcraft 3“ verbringen.

Optische Reize
Grafisch setzt „Besieger“ auf eine selbst entwickelte und leistungsstarke 3D-Engine. Neben sehenswerten Licht- und Schatteneffekten, sowie hübschen Landschaftstexturen gefiel uns vor allem das Schadensmodell. Wer von euch will, der kann Bäume in Flammen aufgehen lassen und ganze Städte „plätten“. Ebenfalls gelungen ist der flüssige Tag- und Nachtwechsel und die vielen InGame-Zwischensequenzen, die die eher nebensächliche Story vorantreiben. Als weniger spaßbringend empfanden wir die hackeligen Animationen der Soldaten und die nicht gerade exakte Cursor-Steuerung. Störend sind außerdem die recht groben Texturen, die euch aber erst bei den näheren Zoomstufen auffallen werden.
Auch bei der Sounduntermalung erlebt ihr in „Besieger“ Höhen und Tiefen. Neben dem eher langweiligen Soundtrack und den geschmackslosen Effekten erwartet euch eine professionelle, eingedeutschte Sprachausgabe.

Pro
- Nettes Fantasy-Szenario
- Einsteigerfreundliches Gameplay
- Gute Hilfen (zum Beispiel Ökonomie-System)
- Überschaubare Maps
- Spannende und unkomplizierte Schlachten
- Multiplayer für bis zu 16 Spieler via LAN oder Internet
- Teils hübsche Grafik
- Wundervolle Sprachausgabe

Contra
- Eher nebensächliche Story
- Recht wenig Umfang
- Auf Dauer zu eintönig und schwer
- Einige Schwächen bei Sound und Grafik

Fazit
Wir können “Besieger” vor allem denjenigen unter euch empfehlen, die bisher noch nicht viel mit Echtzeitstrategiespielen zu tun hatten. Der leichte Einstieg, das simple Gameplay und der akzeptable Preis von knapp 40 Euro können die wenigen Schwächen des Titels sicherlich für den ein oder anderen unter euch ausgleichen lassen. Alle anderen Interessierten sollten vorerst vielleicht noch die
Demoversion anspielen.

AUTOR: Azam 26.09.2004, 17:00h

SCREENSHOTS


WERTUNG & WEITERE INFORMATIONEN

                            

Entwickler

Vertrieb

Sprache

Preis

Medium

USK

Einkaufen

Testsystem

Primal Software

Dreamcatcher

Deutsch

27,45€

2 CDs

12

P4 2,6
GeForce 4 MX
256 MB RAM

GRAFIK:

 80%


SOUND:

 77%


GAMEPLAY:

 77%


GESAMT:

 78%

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