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In unserem Preview machte „Battle Mages“ von Targem und den Publishern Buka und Pointsoft (Label: Brigades) mehr als nur einen guten Eindruck, dennoch gab es die eine oder andere kleinere Schwäche. Wurden diese noch behoben? Nun haben wir den Titel einem Review unterzogen und können euch sagen, ob sich ein Kauf wirklich lohnt oder ob ihr lieber die Finger von dem Spiel lasst.
Alles dreht sich um die Prüfung Vor langer Zeit, war es dunkel im Lande Daenmor. Böse Kreaturen beherrschten das Land und niemand wagte es zu hoffen, dass es einmal anders sein würde. Diese Zeit wurde der „Große Kataklysmus“ genannt. Erst als ein Kristall, nämlich der Kristall des Lebens erschien, änderte sich alles. Das Böse wich und die guten Kreaturen konnten zurückkehren. Die Menschen bekamen magische Fähigkeiten, die Elfenzauberer kehrten zurück, selbst Goblins und Zwerge tauchten bald wieder auf und Orks gingen wieder ihrem Treiben nach. Daenmor war wieder ein gutes und ein freies Land. Doch dann kam ein dunkler Hexenmeister ins Land. Er versuchte durch eine List die Elfen, Menschen und anderen Wesen zu entzweien. Er holte sich den Kristall und alles versank wieder im Dunkel. Jetzt liegt die Hoffnung auf euch, denn ihr seid einer der wenigen Schüler der "Battle Mages"-Akademie. Kurz vor der Prüfung steht also schon euer wichtigster Auftrag ins Haus: „Rettet die Welt von Daenmor“. Nun ja, die Prüfung habt ihr ganz am Anfang des Spiels noch nicht bestanden, mit Absolvierung des Tutorials aber schon. Das führt euch recht ausführlich und gut in die wichtigen Dinge von "Battle Mages" ein und zeigt euch auch den einen oder anderen Kniff. Danach gehts ab in die Kampangne. Insgesamt warten 16 Missionen auf euch, wovon einige sogar richtig schwierig sind. "Battle Mages" ist ein bisschen anders als alternative Rollenspiele, denn so direkt ist nämlich auch keines der vielen. Es ist eher ein Mix aus Rollenspiel und Strategie. Ihr selbst seid eben ein Zauberer, der allerdings nicht direkt auf dem Feld agiert. Vielmehr seid ihr eine Art Geist. Ihr steuert eure Truppen und könnt sie durch Zauber unterstützen. Zum Start jeder Mission habt ihr eine bestimmte Anzahl an Truppen. In einer Stadt könnt ihr, wenn es euer Goldbeutel erlaubt, neue Truppen anheuern. Allerdings hängt das auch von eurem Einheiten-Skill ab: Ist dieser nämlich zu niedrig, so könnt ihr die Truppen nicht steuern.
„Mix it, baby.“ Das besonders Tolle an "Battle Mages" ist aber die herrliche Landschaft. Die Städte haben eigene Rhytmen, Arbeiter gehen in die Minen Gold schürfen, Schwertkämpfer patroulieren auf Handelswegen und so weiter. Wie gerade erwähnt, könnt ihr in den Städten neue Einheiten anwerben. Die Städte haben aber auch noch einen ganz anderen Zweck: Habt ihr zum Beispiel ein bisschen zu wenig Gold, dafür aber eine Menge Holz, lässt sich dieses ganz einfach in der Stadt verkaufen beziehungsweise eintauschen. Eine andere Möglichkeit an Gold zu kommen ist, dass ihr Aufträge annehmen könnt. Diese bekommt ihr ebenfalls in der Stadt. Meistens sind es aber eher einfache Aufgaben wie beispielsweise eine Eskorte von Bauern. Leider sind die Missionsbeschreibungen teilweise etwas knapp ausgefallen, so verliert ihr manchmal den Überblick über das, was ihr eigentlich zu tun habt. Insgesamt ist das Spiel dadurch nicht sehr linear, weil ihr selbst entscheiden könnt, ob ihr nun die Story vorantreibt oder erst einmal den einen oder anderen Auftrag annehmt. Zurück zu den Einheiten: Diese entwickeln sich wie ihr selbst ebenfalls weiter. Überleben sie einen Kampf, bekommen sie Erfahrung. Haben sie einmal genug Erfahrung gesammelt, können sie weitergebildet werden. Aus Schwertkämpfern werden so Paladine oder aus Bogenschützen schwere Armbrustschützen. Im späteren Spielverlauf steuert ihr außerdem nicht nur Menschen, sondern auch Einheiten der anderen Völker. Hin und wieder kommt es vor, dass ihr bei einem besonders schweren Kampf einen Banner oder Ähnliches findet. Mit diesem lassen sich die Fähigkeiten eurer Truppen verbessern. So werden sie, wenn sie den Banner tragen, teilweise stärker oder haben mehr Lebenspunkte. Ihr selbst verbessert euch auch mit jedem Kampf. Ganz rollenspielmäßig bekommt ihr die sogenannten „EXP“, welche sich auf eine Vielzahl von Möglichkeiten anwenden lassen. Ihr könnt euren Einheiten-Skill verbessern oder die Magier oder Manastufe anheben. Zusätzlich gibt es noch einen großen Skillbaum, womit wir noch einmal zum Anfang müssen: Vor dem Start des Spiels müsst ihr euch für einen von 4 verschiedenen „Battle Mages“-Studenten entscheiden. Chaosmagier sind für die Flammen und Angriffssprüche zuständig, Energiemagier für diverse Energie-Zauber, Naturmagier speziell auf Heil und Giftzauber und Generäle für möglichst große Armeen. Später könnt ihr aber auch als Chaosmagier die Naturmagie-Sprüche lernen. Dies ist kein Problem und beschert euch weitere Freiheiten. Nun aber zurück zum Skillbaum. Insgesamt stehen euch 45 verschiedene Zauber zur Verfügung. Diese kosten euch allerdings auch allesamt „EXP“. Mit der Zeit werden eure Sprüche auch immer stärker. Habt ihr am Anfang zum Beispiel nur einen Feuerpfeil im Angebot, könnt ihr eure Gegner später mit Blitzgewittern oder Feuerregen vernichten. Nett sind auch diverse Beschwörungen. Für Zauber braucht ihr aber natürlich auch Mana und damit ihr nicht warten müsst, bis es sich nach Ewigkeiten wieder aufgeladen hat, gibt es sogenannte Energiepunkte auf der Karte, welche aber meist umgeben von starken Gegnern umgeben sind. Habt ihr diese besiegt, könnt ihr euer Abbild in den Energieknoten setzen und werdet von nun an schneller mit Mana versorgt.
Technik, die begeistert Auf technischer Ebene ist "Battle Mages" ebenfalls sehr gut ausgestattet. Die Kämpfer agieren lebendig, die Spielwelt wirkt atmosphärisch und macht deutlich Lust auf mehr. So lohnen sich einzelne Streifzüge durch die Wildniss durchaus, auch wenn ihr dort wie gesagt ab und an auch auf härtere Gegner oder wilde Tiere trefft. Toll gelungen sind aber auch die Wasseranimationen: So schwappt es gemütlich umher und glänzt schön in der Sonne. Leider ruckelt es ab und an, besonders wenn es in etwas größere Schlachten geht. Das erschwert das Taktieren teilweise doch ungemein. Dafür lässt es sich ohne Probleme in solch eine Schlacht hineinzoomen und zudem noch um 360° schwenken. So lassen sich wunderschöne Momente einfangen. Vom Sound waren wir schon in unserer Preview-Version begeistert. Die Soundeffekte sind abwechslungsreich und gelungen und der Soundtrack klingt besonders im Menü, fantastisch. In Kämpfen reagiert er übrigens ganz wie in "Gothic" und stellt sich dynamisch darauf ein. Leider gibt es in der Steuerung die eine oder andere Tücke. Zwar ist die Grundeinstellung nicht ganz schlecht und die Steuerung an sich auch nicht allzu schwer, doch könnt ihr sie nicht auf die eigenen Bedürfnisse anpassen. So hoffen wir auf einen Patch, der dies noch integriert. Apropos integrieren: Ein Multiplayermodus ist auch vorhanden. Bisher sind allerdings nur 4 Karten vorhanden. So sollten Multiplayer-Fanatiker darauf hoffen, dass noch die ein oder andere Karte nachgereicht wird.
Pro - Interessanter Genre-Mix (Strategie, Rollenspiel und Action) - Viele Freiheiten im gut erzählten Storyverlauf - Enorme taktische Möglichkeiten - 4 verschiedene Gruppen (Chaos, Natur, Masse und Energie) - Massig interessante Gameplay-Elemente - Schöne(r) Schwierigkeitsgrad(e) - Detaillierte Grafik mit tollen Effekten - Orchestraler Sound(-Track)
Contra - Die Story verdient keinen Innovationspreis - Netter Multiplayer, der aber nur 4 Karten beinhaltet - Nicht anpassbare Steuerung - Die Elemente der vielen vorhandenen Genres sind teilweise noch ausbaufähig
Fazit Wir finden "Battle Mages" immernoch toll. Die große Euphorie ist allerdings vorbei. Einige Fehler, die schon in der Preview-Version vorhanden waren, wurden bisher (noch) nicht ausgemerzt. Somit müssen wir auf Patches hoffen, was aber sicherlich keinem Gamer unter euch gefällt. Dennoch ist das Spiel an sich Top und es lassen sich nurwenige Bugs finden. Interessant wird "Battle Mages" schon alleine dadurch, dass der Basenbau komplett wegfällt. Alle Rollen- und Strategie-Spieler können wohl ohne Angst zugreifen. Alle anderen von euch sollten aber vielleicht vorher die Demo anspielen.
AUTOR: Jan F. (Flint) 29.05.2004, 23:59h
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