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Der Kinofilm ist das "Fast And Furious" aus Deutschland, natürlich muss hier auch für eine Menge Promotion gesorgt werden. Was passt da besser als ein Computerspiel? Also haben sich die Jungs von Davilex" - welche unter anderem für "Knight Raider" und die vorherigen „Autobahn Raser“-Titel zuständig waren - und haben begonnen das Spiel zu entwickeln. Doch was dabei rausgekommen ist, ist wohl selbst für den Gamer mit extrem wenig Anspruch zu schlecht. Wir sagen euch jetzt in diesem Review genau, warum das so ist...
Einfaches Konzept, noch einfachere Menüs Gleich nach der Instalation des Spiels fällt besonders das unglaublich langweilig konzipierte Menü auf. Nicht einmal die Maus dürft ihr einsetzen, um euch zurecht zu finden. Immerhin bekommt ihr als Intro einen netten Trailer zum Kinofilm. Das war dann aber auch schon alles. Zurück zum Menü: Dort habt ihr verschiedene Auswahlmöglichkeiten, was die Spielmodi angeht. Wer unter euch jetzt denkt "Ach wie schön, mehrere Modi", dem sei gesagt, dass alle wirklich langweilig sind, doch dazu später mehr. Neben dem Missionsmodus, bekommt ihr die Möglichkeit in einem kurzen Rennen zu zeigen, was ihr so auf dem Kasten habt. Auf die Seite der Polizei könnt ihr euch im Verfolgungsjagd-Modus schlagen. Außerdem gibt es dann ja noch den Multiplayermodus, in dem ihr per Splitscreen gegen einen humanen Gegner antreten könnt. Im LAN oder Internet ist dies aber nicht denkbar, hier wurde viel eingespart. Der Beste und wichtigste Modus des Spiels ist der Missions-Modus. Anfangen müsst ihr dort als kleiner unbekannter Fahrer, der sich langsam aber sicher durch die Städte kämpft und somit zum größten „Autobahn Raser“ der Geschichte wird. Dabei kommt ihr natürlich viel herum. 4 Städte warten darauf, von euch durchquert zu werden. Dazu gehören München, Berlin, Hamburg und Köln. Im Gegensatz zu den Vorgängern, besonders „World Challenge“, ist dies dennoch ein kleines Armutszeugnis. Nach der kurzen Einfahrrunde geht es richtig zur Sache. Da wird gedrängelt, wo es nur geht und der Motor bekommt Dank Nitro einen Extra-Schub an Power. Doch Vorsicht ist geboten, denn hinter jeder Ecke könnte ein Streifenwagen der Polizei warten. Dann heißt es schnell auf und davon, bevor sie euch einkassieren. Mittels Straßensperren und großen Verfolgungsjagden werden sie versuchen, euch aufzuhalten. Habt ihr ein Level geschafft gibt es meist eine kleine Belohnung: Ob nun ein neues Auto oder sonst etwas ist meist verschieden.
Die Grafik ist zu schnell, als dass ihr sie sehen könntet... Besonders krass geraten ist eindeutig die Grafik. Sicherlich konntet ihr keinen Top-Grafik-Titel erwarten, aber was uns Davilex da vor die Nase gesetzt hat, grenzt schon an Geschmacklosigkeit. Auf Details an den Wagen wurde komplett verzichtet, ihr werdet außerdem so gut wie keinen Unterschied zu den Vorgängern erkennen. Diese ihrerseits bestehen selbst wahrscheinlich nicht aus mehr als 20 Polygonen. Bei der Landschaftsgestaltung sieht es nicht viel besser aus. Überall seht ihr gleiche Gebäude, an Abwechslung ist nicht zu denken. Effekte werdet ihr auch nicht vorfinden können. Die Städte sehen im Grunde auch genau gleich aus. Das Einzige, woran ihr merken könntet, in welcher Stadt ihr euch befindet, sind die städtischen Merkmale wie zum Beispiel das Brandenburger Tor und dem Ladebildschirm, kurz vor dem Rennstart. Selbst nach guten Texturen werdet ihr lange fahnden müssen. Das Allerschlimmste ist jedoch das Geschwindigkeitsgefühl, welches so gut wie gar nicht vorhanden ist. Selbst in der "Unter Dem Motor"-Ansicht lässt sich kaum etwas bemerken. Nur wenn ihr den Motor mit Nitro vollpumpt, bekommt ihr zumindest etwas Ähnliches geboten. Ein Schadensmodell gibt es übrigens auch - Zumindest laut den Entwicklern. Wir konnten davon nur wenig entdecken. Obwohl im Spiel eine Schadensanzeige vorhanden ist, könnt ihr euren Wagen in den roten Bereich fahren. Merkbare Konsequenzen hat das nicht. Falls euch das rote Leuchten dann aber doch stören sollte, gibt es die Möglichkeit kleine Objekte im Spiel zu überfahren, die euch entweder das Nitro wieder auffüllen oder euren Wagen reparieren. Kommen wir jetzt zum Hammer des Spiels, der unglaublich stupiden KI. Die Gegner versuchen nicht zu gewinnen, nein, sie versuchen euch nur möglichst oft zu rammen, doch selbst das scheint ihnen zu schwierig. Dann hofft ihr lieber auf die Polizei, doch die ist auch nicht viel klüger, stellen sie doch tolle Straßensperren auf, durch die sie dann selbst brettern oder sogar daran hängenbleiben.
How can I drive my car? Ein weiterer Höhepunkt des Spiels ist die Steuerung. Nicht einmal die dürft ihr frei konfigurieren. Dafür gibt es die riesige Auswahl aus 3 verschiedenen, vorgegebenen Mustern. Allerdings sind selbst diese nicht optimal eingestellt. Etwas verrenken solltet ihr euch schon können, ansonsten heißt es leider verloren. Verloren habt ihr auch, wenn ihr jetzt noch einen tollen Soundtrack erwartet. Jeweils ein Song wartet in jeder Stadt auf euch. Meist beschränkt sich das Ganze dann auch noch auf nerventötende Scooter-artige Musik, wobei dies natürlich Geschmackssache ist. Der wahre Höhepunkt am Game sind eigentlich die freizuspielenden Filmchen, die euch alles mögliche über den Film verraten. Also, freut euch auf das Durchzocken...
Pro - Extras zum Freispielen - Recht günstig (Knapp 20€) - Schnelle Installation und niedrige Anforderungen - Verschiedene Spielmodi - Spiel zum Film (Mit allen Wagen etc.)
Contra - Grafisch veraltet - Nur 4 Städte - Sound ist nicht gerade abwechslungsreich - Stupide KI - Multiplayer mehr schlecht als recht - Gegenüber dem Vorgänger verschlechtert - Keine Spur von Geschwindigkeitsgefühl - Schnell langweilig - Keine Tuningmöglichkeiten, o.Ä.
Fazit Unser Tipp: Nutzt eure Zeit besser und spielt „Minesweeper“. Unser Redakteur jedenfalls hätte es wohl besser getan. Wie kann es Davilex nur versuchen solch ein Spiel zu verkaufen? Es bietet einfach nichts, was die Konkurenz in Form von "Need For Speed" oder "Midnight Club" hat und wenn, dann nur in Form einer billigen Kopie. Spart das Geld lieber und investiert in sinnvollere Spiele. Sofern ihr die Vorgänger besitzt, dann gebt euch damit zufrieden, denn gegen das auch nicht perfekte „World Challenge“ ist dieses „Spiel Zum Film“ nur die Light-Version.
AUTOR: Jan F. (Flint) 13.03.2004, 17:47h
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