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Alias

Für Geheimagentin Sydney Bristow ist das Leben das tödlichste aller Spiele: Pausenlose Infiltration, Spionage und Action. Stellt euch dem Nervenkitzel ihrer neuesten Missionen - Stets gegen die Uhr, unter Druck und immer im Fadenkreuz eurer Gegner. Entdeckt die Geheimnisse der größten TV-Sensation des laufenden Jahres auf eurem heimischen PC. Das Spiel mit der offiziellen Story, den Dialogen, Synchronstimmen, Kostümen und der Musik der preisgekrönten Fernsehserie „Alias“ mit Jennifer Garner wurde bereits auf den Konsolen hochgelobt. Nun war es für uns an der Zeit, die besagte PC-Version gründlich unter die Lupe zu nehmen. Was uns dabei aufgefallen ist, verraten wir euch nun in unserem Review.

Ein gefährliches Leben
„Alias“ ist eine Geheimagentin für Undercover-Einsätze der CIA, die sich immer wieder in Gefahr begibt, obwohl sie nur ihren Job macht. Als Spionin begegnet ihr in ihrer Rolle den miesesten, aber altbekannten Schurken, die immer wieder versuchen euch umzubringen. „Alias“ hat aber ebenfalls die Eigenschaft, dass sie jede Gefahr überlebt. Entweder schlägt sie zehn Männer gleichzeitig um oder sie kommt in einer schier ausweglosen Situation trotzdem noch in letzter Sekunde dazu, sich zu befreien. Dies ist das alltägliche Leben von Sydney „Alias“ Bristow und ihr schlüpft wie gesagt in ihre Haut. Interessant ist vor allem auch, dass das weltweite Abenteuer im Computerspiel teilweise ein wenig fortgeschrittener in Sachen Storyline ist, als noch in der Serie. Dennoch dürften auch diejenigen unter euch, die die Serie nicht wirklich kenne, keine großen Probleme mit dem Verstand und der Logik der Story haben.

Das Spiel zum Film
Die Ansicht in „Alias“ ist aus der 3rd-Person-Perspektive, ähnlich wie bei „Enter The Matrix“ und überhaupt hat der Titel viele Parallelen zu besagtem anderen Spiel. Ihr müsst euch beispielsweise desöfteren durch eine Horde von schwer bewaffneten Männern kämpfen, Leute abschießen und so weiter. Das Einzige, was es bei „Alias“ nicht gibt, ist der sogenannte „Focus“, aber dieser entspricht ja auch nicht der Serie. Genau wie in „Enter The Matrix“ könnt ihr aber auch Spezialkombos und fiese Konter durchführen, wobei es in „Alias“ nicht so sehr auf das Kämpfen ankommt, sondern eher auf eure Schleichkünste, denn ihr solltet wenn möglich unerkannt bleiben. Dazu gibt es beispielsweise eine Menge Tarnanzüge, die euch das Leben ein wenig erleichtern. Im Kampf habt ihr mehrere Möglichkeiten einen Gegner zu erledigen: So gibt es zum Beispiel den Schnellangriff, den Spezialangriff, den Rückenangriff, das Ducken, das Blocken, das Ausweichen, die Konterangriffe und das Entwaffnen eines Gegners. Die Entwickler haben also sehr flexible Möglichkeiten eingebaut, wobei sich das ganze dennoch relativ leicht steuern lässt.

Fakten, Fakten, Fakten
Als Waffe könnt ihr in „Alias“ eigetnlich fast alles bezeichnen, denn ihr könnt mit Flaschen, Pfannen, Besen, Baseballschlägern, Metallrohren, Billardqueues und noch viel mehr auf Leute einschlagen. Sehr wichtig für das Spiel ist das Equipment, denn das braucht ihr ziemlich oft und es gibt auch hier sehr viele verschiedene Möglichkeiten. So könnt ihr beispielsweise einen Dietrich benutzen, um verschlossene Türen zu öffnen, ein Modem, um sich in Computer zu hacken, eine Mini-Kamera, um Beweisfotos zu schießen, ein Schneideprisma, um Videosignale zu empfangen, eine EMP-Pistole, um Kameras kurzfristig lahm zu legen, einen DNS-Scanner, um besagte Proben zu vergleichen, ein Thermalsichtgerät, um Wärme beziehungsweise Kälte aufzuspüren, einen Festplatten-Downloader, um Daten sicherzustellen, einen CCTV-Signalstörer, um Videosignale einer Überwachungskamera zu stören, einen Code-Entschlüsseler, um Codes an Zahlenschlössern zu knacken und noch zehn weitere sinnvolle Equipments – Auch hier klingt das ganze nach verdammt viel, ist es aber auch nicht, denn ihr werdet euch schnell mit bestimmten Situationen und den dazugehörigen „Hilfsmitteln“ anfreunden. Schade ist neben dem etwas billigen Schwierigkeitsgrad vor allem auch das Leveldesign, welches teilweise einfach nur „lückenhaft“ erledigt wurde. So müsst ihr teilweise wie in einem schlechten Adventure durch die Level geistern, um irgendwann endlich weiterzukommen.

Die Tage sind gezählt
Die Grafik von „Alias“ ist nicht gerade toll und relativ unspektakulär, zudem noch ziemlich gepixelt und also nicht gerade das, was wir unter Liebe zum Detail verstehen. Hier hätten sich die Entwickler sicherlich ein wenig mehr Mühe geben können, denn vor allem die immer wieder auftretenden Clippingfehler und die teils ebenfalls nervigen falschen Kamerapositionen hätten wirklich nicht sein müssen. Sicherlich trösten die gelungenen Animationen und die recht abwechslungsreichen Locations ein wenig über dies hinweg, jedoch hätten wir viel mehr von Acclaim erwartet.
Der Sound ist auch nur mittelmäßig, obwohl alle Dialoge akkustisch professionell aufgeführt sind und zudem auch von den englischen Originalsprechern umgesetzt wurden. Nett, aber mittlerweile auch schon wieder Standardware, ist die Unterstützung von Dolby Surround 5.1.

Pro
- An die Serie angelehnte (weiterführende) Storyline
- Das offizielle Spiel zur Serie mit allen bekannten Charakteren et cetera
- Spielspaß vor allem für Anfänger
- Gelungene Atmosphäre
- Vielzahl an Waffen, Equipment und Interaktionsmöglichkeiten
- Saubere Animationen
- Gute Lokalisierung

Contra
- Viel verschenktes Potenzial
- Ziemlich billige Schwierigkeit
- Unsaubere Steuerung
- Teils fehlerhaftes Leveldesign
- Dumme KI
- Kurze Spielzeit und dadurch auch kaum Langzeitmotivation
- Übersichtsprobleme
- Eher schwache Grafik
- Insgesamt nur mittelmäßiger Sound

Fazit
„Alias“ ist sicherlich ein Muss für alle „Enter The Matrix“-Fans unter euch, die es lieben, desöfteren auch noch das ein oder andere Rätsel zu knacken. Anfangs ist das Spiel extrem spaßig, wobei sich mit der Zeit doch deutlich die eher mittelmäßige und fehlerhafte Technik bemerkbar macht, von der sicherlich nicht nur wir mehr erwartet haben. Das Spiel ist also auch auf dem PC nicht mehr als ein solider Titel, den ihr bei Lust und Laune durchaus einmal anspielen könnt.

AUTOR: Thomas 17.09.2004, 23:35h

SCREENSHOTS


WERTUNG & WEITERE INFORMATIONEN

                            

Entwickler

Vertrieb

Sprache

Preis

Medium

USK

Einkaufen

Testsystem

Acclaim

Acclaim

Deutsch

29,95€

1 CD

12

P4 2,6
GeForce 4 ti
512 MB RAM

GRAFIK:

 69%


SOUND:

 75%


GAMEPLAY:

 76%


GESAMT:

 73%

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