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Against Rome

Mit „Against Rome“ von Big Ben Interactive, JoWood und Entwickler Independent Arts ist nun ein weiteres Strategiespiel auf dem Markt erschienen. Doch dieses mal geht es nicht nur bis ins Mittelalter zurück, wie in „Age of Empire“, sondern sogar noch ein Stückchen weiter.

Die Hunnen kommen
Wie schon der Titel des Spiels verrät, habt ihr es hier, in „Against Rome“, mit dem großen, römischen Reich zu tun. Und wer unter euch in Geschichte aufgepasst hat, sollte eigentlich wissen, wer in der Zeit der Völkerwanderung einer der meist gefürchteten Feinde Roms war. Genau, das waren unter anderem die Hunnen, die sich wie eine Walze über alles hinwegrollten, was sich ihnen in den Weg stellte. Außerdem gab es noch die Kelten und andere, barbarische und germanische Gestalten, die bei den Römern als gefühlslose Bestien galten.
Jedes Volk hat auch in „Against Rome“ unterschiedliche Einheiten, sowie Spezialfertigkeiten und Magie. Also wählt eurer Heer, sammelt eure Truppen und macht eurem Ruf alle Ehre.
Ihr müsst euch in den 25 Missionen, die übrigens nicht linear verlaufen, nicht nur gegen die einfallenden Römer behaupten, sondern auch Abtrünnige aus den eigenen Reihen bekämpfen. Euer Ziel solltet ihr allerdings immer im Auge behalten: Am Ende soll Rom brennen.

Eure Retter
In „Against Rome“ hat jedes Volk seinen Helden, der natürlich gleich stark an „Warcraft 3“ erinnert, aber im Gegensatz zu „Warcraft“ wird hier der Held nicht nur als Unterstützung der Armee benötigt. Hier spielt euer Held eine viel zentralere Rolle. Er wird beispielsweise benötigt, um eure Armeen zu motivieren oder um ein Gebäude aufzurüsten. Dies geschieht mit so genannten „Rumpunkten“, die ihr erhaltet, wenn ihr mit eurem Krieger und dessen Truppen erfolgreich aus einer Schlacht zurückkehrt. Doch Vorsicht: Gelingt euch dies nicht, werden euch Rumpunkte abgezogen und euer Heer verliert drastisch an Motivation, die von Nöten ist, wenn ihr eine Schlacht bestehen wollt.
Wie wir eben schon angesprochen haben, müsst ihr oftmals eure Rumpunkte dafür opfern, um Gebäude oder eine Fertigkeit eures Helden auszubauen. Leider bietet in diesem Punkt der knappe Name oder die Fertigkeit des Gebäudes einfach zu wenig Information, um richtig zu verstehen, was ihr jetzt mit diesem Upgrade bewirkt. Ein kleine Beschreibung des Gebäudes oder Fertigkeit, je nach dem, wäre völlig ausreichend gewesen, sodass ihr nach bestem Wissen und Gewissen seine Rumpunkte investieren könntet. Ansonsten wird euch nur Recherche im Internet oder ein kurzer Blick ins Handbuch weiterhelfen – oder auch „Probieren geht über Studieren“ ;-).

Sammelt die Truppen
Um noch gewaltigere Massenschlachten auch reibungslos beherrschen zu können, haben sich die Entwickler etwas einfallen lassen, denn alle Einheiten des selben Typs lassen sich zu einem Kampfverband zusammenschließen, der natürlich jeder Zeit auch wieder in mehrere kleinere Gruppen unterteilt werden kann. Dies bietet Vor- und Nachteile. Ein wesentlich gutes Argument ist, dass ein großer Verband natürlich länger verteidigen kann, als ein kleinerer. Das Negative an der ganzen Angelegenheit ist, dass einige eurer Einheiten in der großen Masse einfach nur blöd herumstehen und somit ein leichtes Ziel für eure Gegner darstellen. Ein wenig mehr Feintuning könnte dem Spiel an diesem Punkt nicht schaden, wir können nur an die Entwickler appellieren, dass sie dies noch mit einem Patch verbessern können.
Natürlich braucht ihr Genre-typisch auch Gebäude, mit denen ihr Einheiten beherbergen und produzieren könnt. In diesem Fall gibt es in „Against Rome“ ein „Stronghold“-ähnliches System. Eure Arbeiter bildet ihr nämlich später zu Kriegern aus. Es gibt sowohl männliche, wie auch weibliche Arbeiter, da es zum Beispiel nur Frauen gestattet ist, Priesterin zu werden, genauso ist es auch umgekehrt. Einen Axt-schwingenden Barbaren könnt ihr natürlich nur aus einem Mann erschaffen, was oftmals, wie ihr feststellen werdet, sehr unpassend ist, wenn die gegnerischen Truppen in eurem Dorf einmarschieren und ihr in der Hektik einfach keinen Mann findet.

Rushen? Hier nicht
„Rushen“, was den Einen freuen und den Anderen eher ärgern wird, ist sehr schwierig, da eure Truppen ständig mit Nahrung versorgt werden müssen, da sie andernfalls an Lebenspunkten verlieren. Also ist zu empfehlen, einen Angriff erst dann zu starten, wenn sich genug Nahrung in eurem Haupthaus befindet. Doch habt ihr erst einmal genug Bauernhöfe und Ähnliches ist auch dieses Thema bald aus der Welt geschafft und ihr könnt nach Herzenslust eure Gegner einheitzen.

Gemeinsam sind wir stark
Der Multiplayer von „Against Rome“ ist von der Idee her sehr umfangreich angelegt.
Neben den üblichen Aufbau- und Deathmatch-Szenarien, gibt es auch einen Spielmodus, der es uns erlaubt historische Schlachten selbst zu erleben und zu bestreiten. Hätten die Entwickler nicht immer an der Zahl 5 festgehalten, wäre er womöglich auch noch besser geworden. Doch vielleicht entschließen sich ja die Entwickler, ein paar weitere Szenarien zu veröffentlichen oder vielleicht auch Tools an die Modding-Szene zu geben.
Sehr lobenswert ist, dass ihr im Multiplayer sogar euren Todfeind aus den Einzelspieler-Kampagnen spielen dürft und endlich mal in die Fußstapfen des berühmten Julius Cäsar schlüpfen dürft.

Spartanische Technologie
Mit der Grafik hätten sich die Spiel-Designer ruhig noch ein wenig mehr Mühe geben können. Durch die unterschiedliche Tierwelt, die Wetter- und Natureffekte und die 5 verschiedenen Landschaftstypen wirkt sie zwar schön detailliert, insgesamt hätte es aber noch einen viel besseren Eindruck gemacht, wenn die Entwickler noch eine schwenkbare Kamera oder den eigentlichen schon Genre-typischen Zoom eingebaut hätten. „Against Rome“ ist leider nicht in der, seit „Warcraft 3“ sehr bekannten und oft verwendeten, 3D Grafik. Allerdings können sich hierbei die Genossen mit schwächeren Rechnern unter euch freuen, da zumindest auch keine allzu gute Grafikkarte im Rechner stecken muss.
Der Sound ist zwar recht eintönig, passt aber zu der noch jungen Welt von damals.

Pro
- 3 verschiedene Völker plus ein weiteres im Multiplayer
- 25 non-lineare Missionen auf jeder Seite
- Niedrige Hardware Anforderungen
- Guter und spaßiger Multiplayer
- Einfache Truppensteuerung

Contra
- Kompliziertes Aufrüsten von Gebäuden
- Zu schmales Tutorial
- Keine 3D Grafik

Fazit
„Against Rome“ ist eine Bereicherung für jeden Strategiefan. Durch die Kampfverbände lassen sich noch bessere Massenschlachten herbei führen, die euch vor allem im Multiplayer einige zusätzliche Stunden an Spielspaß bieten. Allerdings hat das Spiel auch einige Mankos - Viele davon können aber mit einem Patch behoben werden.

AUTOR: Julian 03.12.2003, 13:43h

SCREENSHOTS


WERTUNG & WEITERE INFORMATIONEN

                            

Entwickler

Vertrieb

Sprache

Preis

Medium

USK

Einkaufen

Testsystem

Indpendent Arts

Big Ben /
JoWood

Deutsch

49,99€

2 CD’s

12

XP 2400+
Radeon 9000
256 MB RAM

GRAFIK:

 73%


SOUND:

 74%


GAMEPLAY:

 84%


GESAMT:

 78%

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